Kategorie: Aktuell

  • Nistplatz der Efeu-Seidenbiene zerstört

    Efeu Seidenbiene
    Efeu Seidenbiene

    Die im vergangenen Spätsommer in der Brettener Innenstadt entdeckte Brutkolonie der Efeu-Seidenbiene ist jetzt der Flächenversiegelung zum Opfer gefallen. Aus Unkenntnis wurden die zahlreichen Erdnester abgegraben. Dadurch wurde die Population dieser Wildbienenart an diesem Standort vernichtet. Eine fachgerechte Umsiedlung war nicht mehr möglich.
    Um solche Eingriffe in Zukunft zu vermeiden, bitten wir darum, uns über Brutplätze von „Erdbienen“ zu informieren.

  • Keine Wildtiere füttern!

    Leider werden im Brettener Stadtgebiet immer noch wild lebende Tiere wie Tauben und Wasservögel aus falsch verstandener Tierliebe gefüttert. Dadurch wird die heimische Natur empfindlich geschädigt. Dieses Füttern ist gleich aus mehreren Gründen verboten.
    So verursacht zum Beispiel der ätzende Taubenkot Schäden an Gebäuden. Um dies zu verhindern, sind kostspielige Abwehrmaßnahmen erforderlich. Auch Wasservögel, wie zum Beispiel Enten werden aus falsch verstandener Tierliebe gefüttert. Essensreste werden in Weissach und Saalbach geworfen und so entsorgt. Die Tiere gewöhnen sich schnell an diese täglichen Fütterungen und nehmen immer weniger ihrer natürlichen Nahrung zu sich. Futterreste und der Kot der Tiere führen zu Sauerstoffmangel und Faulschlammbildung in den Gewässern.

    In den letzten Jahren hat sich bei uns der Sumpfbiber (Nutria) entlang unserer Bäche ausgebreitet. Diese „Riesenratten“ an Weissach und Saalbach haben inzwischen jede Scheu vor den Menschen verloren. Auch sie werden inzwischen regelmäßig gefüttert. So konnten sie sich stark vermehren. Als reine Pflanzenfresser besuchen sie Hausgärten, um dort die Beete leer zu fressen. Beim Bau ihrer unterirdischen Höhlen zerstören sie die Böschungen der Bachläufe.
    „Bitte beachten Sie die entsprechenden Hinweistafeln der Stadt Bretten und befolgen Sie die Fütterungsverbote“, appelliert Matthias Menzel vom BUND Bretten an die Bevölkerung.
    Siehe auch: Steckbrief: Nutria (Myocastor coypus, Biberratte oder Sumpfbiber)

    [huge_it_slider id=“11″]

  • BUND beim Naturparkmarkt

    Rotbürstige Sandbiene
    Rotbürstige Sandbiene
    „Woran erkenne ich Wildbienen? Mit welchen Futterpflanzen und Nisthilfen kann ich Wildbienen wirksam helfen?“
    Solche Fragen stellten die Besucher, die in die Ravensburghalle zum Naturparkmarkt nach Sulzfeld gekommen waren. Während die Streuobstinitiative des Stadt- und Landkreises Karlsruhe den Besuchern ihre ökologisch produzierte Säfte von Streuobstwiesen zum Versuchen anbot, informierte der BUND Bretten über die Bedeutung und Schutzmaßnahmen für Wildbienen. Ohne die Bestäubungstätigkeit der Bienen gäbe es kein Obst und damit auch keine Obstsäfte wie „Äpfele“ oder „Birnle“.
    Am gemeinsamen Infostand herrschte bis zum späten Nachmittag großer Andrang.
    Die Besucher stellten nicht nur Fragen sondern berichteten auch über ihre Erfahrungen mit Wildbienen: So können die Erträge von Erdbeeren und Obstbäumen durch den Einsatz von Wildbienen gesteigert werden. Besonders erfreulich war die Bereitschaft von Lehrern, mit ihren Schülern Schutzmaßnahmen für Wildbienen durchführen zu wollen. Sie werden dabei vom BUND Bretten, der jahrelange Erfahrung im Wildbienenschutz hat, unterstützt.

    Link: www.streuobstinitiative.de

  • Pflanzteufel hat wieder zugeschlagen

    Erst vor wenigen Wochen hat der BUND an die Bevölkerung appelliert, keine Wasserpflanzen in neu angelegten Laichgewässern in der freien Feldflur auszubringen. Bei einem Kontrollgang wurde jetzt festgestellt, dass ein Tümpel erneut gezielt mit Pflanzen bestückt wurde. So wurden an den Ufern gleich mehrere Weidenzweige in den Boden gesteckt und Samen von Schilf auf der Wasserfläche ausgebracht. Über die Folgen für ein stehendes Gewässer scheint sich dieser „Pflanzwütige“ nicht bewusst zu sein: In jedem Herbst fallen die Weidenblätter in den Tümpel und führen dort zu Sauerstoffmangel und Faulschlammbildung. Das Schilf beschleunigt die Verlandung des Tümpels.

    Um die Fortpflanzung unserer einheimischen Amphibien zu sichern, hat der BUND Bretten erfolgreich bestehende Laichgewässer renaturiert und neue angelegt. Die Besiedelung dieser Wasserflächen soll durch die natürliche Sukzession, also Zuwanderung von standortgerechten Pflanzen und Tieren aus der Umgebung, erfolgen. Eingesetzte Pflanzen können diese Entwicklung erheblich stören. Deshalb appelliert der BUND Bretten nochmals eindringlich, keine Wasserpflanzen, Fische oder andere Organismen in stehende Kleingewässer einzubringen.

  • 1000 Blumenzwiebeln für Wildbienen

    [huge_it_slider id=“9″] Beim Naturerlebnistag im vergangenen September stellten der BUND zusammen mit Schülern des Brettener Melanchthon-Gymnasiums das gemeinsame Projekt „Tausend Blumenzwiebeln für Wildbienen“ vor. Damit soll das Nahrungsangebot für unsere einheimischen Wildbienen, vor allem der im Frühling aktiven Mauerbienen, verbessert werden.
    Dank der Spendenbereitschaft der Brettener Bevölkerung konnten mehr als 1000 Zwiebeln von Trauben-hyazinthe, Blaustern und Wildtulpe gekauft und auf mehreren geeigneten Flächen eingepflanzt werden.
    „Die Schüler mussten sich beim Einpflanzen der Blumenzwiebeln anstrengen, weil der Boden wegen der langen Trockenheit sehr hart war“, berichtet Annika Hoffmann vom Brettener Melanchthon-Gymnasium.

    Der Erfolg dieser Aktion hat sich jetzt in diesem Frühjahr gezeigt: Fast ein Dutzend Bienenarten konnten beim Blütenbesuch an Traubenhyazinthen, Blausternen und Wildtulpen beobachtet werden. „Neben Mauerbienen konnten an diesen Frühblühern auch Frühlings-Pelzbienen, Holzbienen, Wespenbienen, Blutbienen und andere Insekten wie Wollschweber und Schwebfliegen beobachtet werden“, stellt Gerhard Dittes vom BUND Bretten fest.

    Damit die Mauerbienen die zur Fortpflanzung notwendigen Nistgelegenheiten vorfinden, hatten die Schüler bereits im vergangenen Jahr über 100 spezielle Nisthilfen für die Gehörnte und die Rote Mauerbiene angefertigt und an interessierte Gartenbesitzer verteilt.
    Neben den Hummeln sind die pelzigen Mauerbienen in der Lage auch bei kühler Witterung effektiv die Blüten unserer Obstbäume zu bestäuben. „Sie werden deshalb immer häufiger zur Bestäubung auf Obstanlagen eingesetzt“, ergänzt Matthias Menzel vom BUND Bretten.