Kategorie: Steckbrief

  • Steckbrief: Kleines Nachtpfauenauge (Saturnia pavonia)

    Von der Insektengruppe entdeckt: Kleines Nachtpfauenauge (Saturnia pavonia)
    Dieser Schmetterling kann eine Flügelspannweite von acht Zentimeter erreichen. Auf jedem Flügel befindet sich ein dunkler Augenfleck (Name). Die Männchen haben orangefarbene Hinterflügel und große kammförmige Fühler. Wegen fehlender Mundwerkzeuge können diese Falter keine Nahrung zu sich nehmen. Deshalb leben sie nur etwa eine Woche, in der sie sich paaren und das Weibchen Eier legt. Abhängig von der Witterung kann man diese Insekten – zwischen April und Mai – gelegentlich auch auf der Brettener Gemarkung antreffen.

    Das Kleine Nachtpfauenauge war Schmetterling des Jahres 2012

  • Steckbrief: Die Wasseramsel (Cinclus cinclus)

    Wasseramsel
    Wasseramsel

    Dieser Vogel aus der Familie der Wasseramseln (Cinclidae) kann bis zu 18 cm groß werden. Seine Gestalt mit dem kurzen Schwänzchen ähnelt einem Zaunkönig. Die Grundfärbung ist schwärzlich mit einem auffälligen weißen Brustfleck. Dieser Vogel schwimmt oder taucht zur Nahrungssuche unter Wasser. Das kugelförmige Nest wird unter Brücken oder hinter Wasserfällen gebaut. Der über fast ganz Europa verbreitete Vogel kann auch an Brettener Gewässern angetroffen werden.

  • Steckbrief: Scharbockskraut ( Ranunculus ficaria oder Ficaria verna)

    Dieser Frühblüher aus der Familie der Hahnenfußgewächse, besitzt Vitamin C-haltige Blätter. Der Scharbock (Skorbut), an dem früher die Seefahrer fürchterlich litten, tritt bei Vitamin C Mangel auf. Aber Vorsicht: Diese Pflanze ist vor allem nach der Blütezeit giftig! Die herzförmigen und glänzenden Blätter sitzen an langen Blattstielen. Die sternförmigen, goldgelb glänzenden Blüten können mehr als fünf Zentimeter Durchmesser erreichen. Von März bis Mai werden sie von Insekten besucht.

  • Steckbrief: Stinkende Nieswurz Helleborus foetidus

    Dieser immergrüne Halbstrauch aus der Familie der Hahnenfußgewächse erreicht eine Wuchshöhe von etwa einem halben Meter. An holzigen Stielen sitzen die 7 bis 9 fach geteilten Blätter. Die glockenförmigen Blüten mit zum Teil rötlichem Rand, öffnen sich bereits im Spätwinter. Sie werden von Hummeln und Pelzbienen besucht. Aus den bestäubten Blüten entwickeln sich bis zu drei Zentimeter lange Balgfrüchte. Die Samen, die ein nahrhaftes Anhängsel (Elaiosom) besitzen, werden durch Ameisen verbreitet (Myrmekochorie). Der unangenehme Duft dieser Pflanze führte zu ihrem Namen (foetidus =stinkend ).

  • Steckbrief: Zaunrüben Sandbiene

    Wildbiene des Jahres 2015 : Die Zaunrüben-Sandbiene (Andrena florea)
    Diese Wildbienenart kommt nicht nur in der Oberrheinebene sondern auch bei uns im Kraichgau vor. Sie nistet im Sand- oder Lößboden. Zur Aufzucht ihrer Nachkommen ist sie auf den Blütenstaub der Zaunrübe (Bryonia dioica) angewiesen. Diese rankende Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse, findet man im Raum Bretten an Zäunen und Waldrändern.
    Zum Flyer des Naturkunde-Museums Karlsruhe: Wildbiene des Jahres 2015