Sie macht ihrem Namen alle Ehre: Sie wächst in Sumpfgebieten oder an Wasserläufen und ihre Blütenblätter sind dottergelb. Von März bis Juni locken ihre Nektar produzierenden Blüten die verschiedensten Insekten an. Diese Pflanze, die über ganz Europa verbreitet ist, war noch vor wenigen Jahrzehnten in Bretten und Umgebung häufig anzutreffen. Aber durch die Entwässerung von Feuchtgebieten wie nassen Wiesen und Tümpeln, ist dieses Hahnenfußgewächs auch bei uns seltener geworden. In einigen Bundesländern steht sie bereits auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten.
Kategorie: Botanik
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Steckbrief: Sumpfdotterblume Caltha palustris
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Steckbrief: die Wiesen-Schlüsselblume (Primula veris) – die Blume des Jahres 2016
Die Wiesen-Schlüsselblume wurde von der Loki Schmidt Stiftung zur Blume des Jahres 2016 gewählt. Aus der Begründung:
„Die Lebensräume der Wiesen-Schlüsselblume, eher trockene Wiesen auf kalkhaltigem Boden, werden immer intensiver genutzt und gedüngt oder gar zu Ackerland umgebrochen. An anderen Stellen führt die Aufgabe der Nutzung dazu, dass Büsche und Bäume die lichtliebenden Schlüsselblumen verdrängen. Zwar kann die Blume des Jahres 2016 auch in lichten Wäldern noch wachsen, aber wenn die Beschattung zu stark wird, verschwindet sie. Trockene, nicht intensiv bewirtschaftete Wiesen sind immer seltener in unserer Landschaft zu finden.
Mit der Wahl von Primula veris zur Blume des Jahres soll auch auf ihren schwindenden Lebensraum aufmerksam gemacht werden, der für viele weitere Pflanzen und Tiere eine Heimat ist. Da ihr Bestand so schwach ist, darf die Wiesen-Schlüsselblume in der freien Natur nicht gepflückt oder ausgegraben werden.“Die Wiesen-Schlüsselblume erkennt man ihren dottergelben, stark duftenden Blüten mit fünf orangefarbenen Flecken (Saftmale) in der Blüte. Die Blütenkelche sind blassgrün und bauchig.
Die Hohe Schlüsselblume, die bei uns auch in vielen Gärten verbreitet ist, duftet dagegen weniger stark und die Blüten sind eher blassgelb. Der Saum der Blütenkrone ist flach. Die Blütenkelche sind länglich schmal und eng anliegend (siehe Bild 3) .
Die Wiesen-Schlüsselblume wird in einigen Ländern als stark gefährdet in den Roten Listen geführt, in Baden-Württemberg befindet sie sich bereits auf der Vorwarnliste.
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Vortrag über heimische Orchideen
Es gibt zahlreiche Orchdeenliebhaber die diese tropischen Pflanzen mit den wunderbaren Blüten liebevoll auf ihrer Fensterbank züchten. Aber nur wenige wissen, dass es auch bei uns wildwachsende Orchdeen gibt. Oft versteckt blühen diese botanischen Kleinodien in Wäldern und auf Wiesen. Der Brettener Naturfotograf Hans-Georg Leonhardt hat diese Pflanzen mit seiner Kamera im Brettener Umland aufgespürt. In seinem Vortrag präsentiert er die faszinierenden Pflanzen unserer Heimat.Zu diesem Vortrag am 14. März 2016 um 19:30 Uhr laden AWO und BUND herzlich ein. Veranstaltungsort ist das AWO-Jugendhaus in Bretten Bahnhofstraße 13/1 neben der Jugendmusikschule. Der Eintritt ist frei! Gäste sind willkommen!
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Steckbrief: Winterling Eranthis hyemalis
Dieses Hahnenfußgewächs blüht zwischen Januar und März (Name). Die Blüten dieser bis zu 20 Zentimeter hohen Pflanze, bestehen aus sechs bis acht gelbglänzenden Blättern. Neben den Staubblättern gibt es mehrere röhrenförmige Nektarblätter. Diese liefern den Blüten besuchenden Wildbienen und Hummeln Nektar und Pollen. Die Blüten sind nur bei Sonnenschein und warmen Tagen geöffnet. Der giftige Winterling stammt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet, wurde aber bereits im 16. Jahrhundert bei uns in Gärten und Parks kultiviert. Im Raum Bretten ist er in Vorgärten, Heckengebieten und Weinbergen anzutreffen.
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Steckbrief: die Schneebeere (Symphocarpos rivularis)
Dieser Strauch stammt aus Nordamerika hat sich bei uns seit Beginn des 20. Jahrhunderts eingebürgert. Seine gegenständigen Laubblätter sind oben dunkelgrün auf der Unterseite blaugrün. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September. In dieser Zeit liefern die unscheinbaren Blüten reichlich Nektar und locken damit zahlreiche Insekten wie Bienen und Schwebfliegen an. Die weißen Steinfrüchte („Knallerbsen“) erscheinen von September bis Oktober. Die Schneebeere wird außerdem in der Liste geeigneter Pflanzen für vogelfreundliche Hecken und Sträucher empfohlen.
Hinweis aus Wikipedia: „Die Giftzentrale der Universität Bonn stuft die Art als giftig ein und gibt als Symptom Brechdurchfall an. Bei kleinen Mengen (drei bis vier Beeren) kommt es meist zu keinen Symptomen, bei größeren Mengen kommen Darmbeschwerden, Fieber und Müdigkeit vor.“