Schlagwort: Glyphosat

  • Gemeinsame Resolution der Naturschutz- und Umweltschutzverbände in und um Karlsruhe

    namentlich
    Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Regionalverband Mittlerer Oberrhein
    Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V. (LNV), Arbeitskreis Karlsruhe, insbesondere die im Arbeitskreis
       mitwirkenden Verbände
    – NaturFreunde Landesverband Baden e.V., Bezirk Mittelbaden
    – Arbeitsgemeinschaft Oberrheinische Waldfreunde e.V.
    Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), Kreisverband Karlsruhe

    Bei Honig- und Wildbienen, Schmetterlingen und vielen anderen Insekten ist schon seit einiger Zeit ein dramatischer Rückgang an Arten- und Individuenzahlen zu beobachten. Der NABU und der Entomologische Verein Krefeld haben in Nordrhein-Westfalen in den letzten 10 – 15 Jahren einen Rückgang von bis zu 80 % festgestellt!* Während vor Jahren im Sommerhalbjahr nach jeder längeren Autofahrt bei trockenem Wetter die Windschutzscheibe voller verendeter Insekten war, sind heute kaum noch Insektenopfer an den Scheiben zu beobachten.

    Aber nicht nur die Insekten nehmen ab: Bei der „Stunde der Wintervögel 2017“ wurde bundesweit, über alle Vogelarten gemittelt, ein Schwund von ca. 15 % ermittelt, bei einigen, gerade häufigen Arten wie Blau- und Kohlmeise auch mehr als 30 %, regional mehr als 50 %. Viele können diesen Trend durch Beobachtungen am Futterhaus im eigenen Garten bestätigen.
    Insekten- und Vogelschwund hängen miteinander zusammen; sehr viele Vogelarten ernähren sich – direkt oder indirekt – von Insekten. Das heißt: keine Insekten  keine Vögel!
    Zwei Hauptursachen sind für das Insektensterben auszumachen:

    1. Der Pestizideinsatz in der Intensiv-Landwirtschaft; Insektizide führen direkt, Herbizide („Unkrautvernichter“) indirekt (Verlust an Nahrungspflanzen) zum Insektenschwund.
    2. Der Mangel an blühenden Pflanzen in der Natur; zu beklagen ist auch außerhalb von Ackerflächen ein „extremer Mangel an geeigneten blühenden Wildkräutern, die Landschaft wird zunehmend von Gräsern dominiert“.** Auch in Privatgärten finden sich immer weniger Pollen und Nektar spendende Blühpflanzen.

    Wir fordern deshalb bzw. rufen dazu auf: (mehr …)

  • Glyphosat: Jetzt wird’s ernst!

    BUND-Logo-kleindie EU-Kommission macht ernst: Am 7. März – deutlich früher als geplant – sollen die EU-Staaten über die Wiederzulassung des Pestizids Glyphosat für mindestens weitere zehn Jahre abstimmen. Wir haben Informationen über die bisher noch geheime Entscheidungsvorlage der EU-Kommission zugespielt bekommen – und sind entsetzt: Glyphosat soll einen Freispruch erster Klasse erhalten; keine der Gefahren, die Glyphosat bisher attestiert wurden, taucht in der Genehmigungsvorlage auf.

    Helfen Sie uns, das Schlimmste zu verhindern und schreiben Sie jetzt an die Bundesregierung!

    Die europäische Behörde EFSA hatte bereits vor Monaten die Bewertung der Weltgesundheitsorganisation von Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ ignoriert. Und auch die alarmierende Einschätzung des Umweltbundesamtes, das Pestizid trage entscheidend zum Verlust der biologischen Vielfalt und zum Artensterben bei, wird in der Beschlussvorlage der EU bewusst ignoriert, obwohl selbst die EFSA diese Auffassung teilte. Die Gefahren von Glyphosat werden verschwiegen, kritische wissenschaftliche Befunde fallen unter den Tisch.

    Die Bundesregierung muss jetzt mindestens darauf bestehen, dass die Umweltgefahren im Wiederzulassungsbescheid stehen und Mitgliedstaaten auf dieser Grundlage Reduktionsziele und Anwendungsbeschränkungen erlassen. Helfen Sie uns, Mensch und Umwelt vor diesem gefährlichen Pestizid zu schützen! Schreiben Sie jetzt hier an die Bundesregierung!

    Viele Grüße aus Berlin,
    Nikolai Miron

    Unterzeichnen Sie jetzt den Appell!