Schlagwort: Spinnen

  • Steckbrief: Mauerspinne Dictyna civica

    „Erst vor ein paar Jahren habe ich meine Hauswände neu streichen lassen. Jetzt sind diese schon wieder mit dunklen, fast schwarzen, watteartigen Flecken übersät. Die Renovierung meiner Hausfassade war für die Katz!“, so ein betroffener Hausbesitzer. Schlimmer noch: Die Suche nach dem Verursacher dieser Fassadenverschmutzung bleibt ohne die Benutzung einer Lupe meist erfolglos.
    Verursacher dieser Verschmutzung ist eine ca. drei Millimeter kleine Spinne, die sich in den Unebenheiten des Verputzes versteckt: Die Mauerspinne (Ditynia civica) aus der Familie der Kräuselspinnen. Sie lebt an Hauswänden. Hier baut sie aus feinen Kräuselfäden ihre flachen Fanggespinste, die einen Durchmesser von einer Euromünze bis sogar Handtellergröße erreichen. Da diese Netze nicht erneuert werden, färben sie sich durch abgelagerten Staub mit der Zeit immer dunkler. Besonders auf hellen Hausfassaden fallen dann die zahlreichen dunklen Flecken auf. Verstaubte Netze sind funktionslos. Deshalb müssen immer wieder neue gesponnen werden.

    Die Mauerspinnen als eifrige Insektenvertilger sind sehr nützlich. „Die Vielzahl ihrer Netze an Hauswänden wirken wie großflächige Fliegenfänger, in denen Hunderte von lästigen Fluginsekten gefangen werden“, stellt Gerhard Dittes vom BUND Bretten fest.
    Schon in den 50-er Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte sich die Mauerspinne in den wärmebegünstigten Gebieten Deutschlands ausgebreitet. Hier besiedeln sie Mauern und Hauswände in Dörfern und Städten. Auch in der Brettener Innenstadt sind zahlreiche Gebäude wie die Stadtparkhalle betroffen.

    Link: Spinnennetze an Fassaden

  • Steckbrief: Brückenkreuzspinne Larinioides sclopetarius

    Diese Spinne gehört, wie die bekanntere Gartenkreuzspinne, zur Familie der Radnetzspinnen (Araneidae). Auffälliges Kennzeichen ist eine helle Begrenzungslinie, welche den Vorderkörper umrandet und den Kopfbereich abgrenzt. Die Weibchen können eine Körperlänge von mehr als einem Zentimeter erreichen (ohne Beine). Die Brückenkreuzspinne hält sich besonders gerne in Gewässernähe und unter Brücken (Name!) auf. Ihr großes Radnetz kann sie auch über Wasserflächen spinnen. Im Raum Bretten ist sie nicht selten und fast das ganze Jahr über anzutreffen. An optimalen Standorten können diese Tiere oft dicht beisammen sitzen.

  • Verbreitung der Spinnenassel Scutigera coleoptrata

    Auf unseren Artikel vom März 2015: „Gesucht : Scutigera coleoptrata„, haben sich zahlreiche Leser gemeldet, wodurch wir eine Verbreitungskarte erstellen konnten, die wir mit Hilfe weiterer Meldungen erweitern möchten. Falls Sie also eine Spinnenassel beobachtet haben, teilen Sie uns dies bitte mit Belegfoto an folgende E-Mail mit:
    Scutigera(at)bund-bretten.de mit. Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!

    Für die inzwischen über 470 Fundmeldungen bedanken wir uns ganz herzlich!
    Bitte beachten Sie, dass die Daten und die hier gezeigte Karte nicht ohne ausdrückliche Genehmigung genutzt werden darf!

     

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  • Steckbrief: Spinne des Jahres 2015 Anyphaena accentuata, Vierfleck-Zartspinne

    Diese zur Familie der Zartspinnen (Anyphaenidae) gehörende Spinne, kann eine Körperlänge von fast einem Zentimeter erreichen. Auffällig sind vier dreieckige, dunkle Flecke auf dem Hinterleib. Die Grundfarbe schwankt zwischen gelbbraun und dunkelbraun. Tagsüber versteckt sie sich zwischen Blättern. Nachts geht sie auf Beutefang. Sie lebt in Mischwäldern, ist aber auch in der Brettener Innenstadt anzutreffen.

  • Steckbrief: Graue Waldbaldachinspinne Drapetisca socialis

    Familie Linyphiidae, Baldachinspinnen

    Diese Spinne erreicht eine Körperlänge von ungefähr fünf Millimeter (ohne Beine). Ihr Vorderkörper ist gelblich mit strahlenförmigen dunklen Zeichnungen. Die Beine sind dunkel geringelt. Der Hinterkörper ist gelb-weiß mit dunkler Fleckenzeichnung. Diese Spinne ist über ganz Europa verbreitet. In den Wäldern von Bretten trifft man sie meist zu mehreren Exemplaren auf den glatten Stämmen von Rotbuchen.