Schlagwort: Insekten

  • Neue Fundmeldungen vom Wiener Nachtpfauenauge

    Wiener Nachtpfauenauge
    Wiener Nachtpfauenauge gefunden in Bad Säckingen

    Nach den zahlreichen Fundmeldungen aus der Region Bretten im Jahre 2024 , wurde uns jetzt ein Fund aus Bad Säckingen (mit Belegfoto) gemeldet. Ob das Wiener Nachtpfauenauge sich im Land ausbreitet und dauerhaft etabliert, bleibt abzuwarten. Wir bitten deshalb Funde hier an den BUND zu melden.

  • In Bretten entdeckt : Das Waldbrettspiel

    Waldbrettspiel Pararge aegeriaAuf Brettener Gemarkung, dort wo Streuobstwiesen an Laubwald grenzen, konnte kürzlich das Waldbrettspiel Pararge aegeria beobachtet werden. Dieser zu den Tagfaltern zählende Schmetterling erreicht eine Flügelspannweite von über vier Zentimeter. Die Flügel sind braun , mit kleinen, gelb gerandeten Augenflecken.
    Auffällig ist das Verhalten der Männchen. Von einem erhöhten Sitzplatz überwachen sie ihr Revier und vertreiben Rivalen. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier einzeln an den Halmen verschiedener Grasarten ab. Die Raupen sind gelbgrün und haben weißgerandete, dunkelgrüne Rückenstreifen. Die Falter ernähren sich von Baumsäften und reifem Obst.
    Das Waldbrettspiel ist relativ selten. Nur dort, wo seine Lebensräume noch intakt sind, gibt es noch größere Bestände.

  • Gesucht: Raupe des Wiener Nachtpfauenauges

    Nach unserem Bericht über die seltenen Funde des Wiener Nachtpfauenauges im Bereich Bretten, treten nun Funde der Raupe des bei uns seltenen Schmetterlings auf. Deshalb unsere Bitte an Sie: falls Sie eine der sehr auffälligen Raupen des Wiener Nachtpfauenauges sehen sollten, bitte um Meldung an diese Mail-Adresse: Raupe(at)bund-bretten.de Danke!
    Anbei noch ein Link zur Seite des Naturschutzbundes Steiermark mit Bildern der Raupen in verschiedenen Entwicklungsstadien (unterscheiden sich stark!) sowie Bilder des Kokons.

    Anbei bereits eingegangene Bilder von Funden userer Leser, danke!

  • Wiener Nachtpfauenauge

    Auf unseren Artikel „Seltener Fund in Bretten“ in dem wir das überraschende Vorkommen des Wiener Nachtpfauenauges (Saturnia pyri) in der Umgebung von Bretten beschrieben hatten, haben sich zahlreiche Leserinnen und Leser mit Fundmeldungen bei uns gemeldet!  Allen Findern danken wir herzlich und stellen hier eine Auswahl der eingesandten Bilder vor.
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  • Seltener Fund in Bretten

    BUND bittet um Mithilfe

    Mitten in der der Brettener Innenstadt wurde kürzlich einer der größten Schmetterlinge Mitteleuropas entdeckt : Ein Wiener Nachtpfauenauge (Saturnia pyri), das eine Flügelspannweite von 16 Zentimeter erreichen kann. Seine Größe und die Flügelzeichnung, d.h. Augenflecken, die Feinde abschrecken sollen, machen diesen Nachtfalter unverwechselbar. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Südeuropa bis Asien.

    In Mitteleuropa kommt er nur in Gebieten mit mildem Klima vor. Deshalb sind seltene Funde bei uns auf den Süden Deutschlands beschränkt. Bei Einbruch der Dämmerung sind die Männchen auf der Suche nach paarungsbereiten Weibchen. Dabei helfen ihnen ihre großen Fühler, mit denen sie die Sexuallockstoffe der Weibchen bis auf eine Entfernung von fünf Kilometer riechen können. Während dieser Zeit zehren die Falter von ihren Fettreserven. Sie können keine Nahrung aufnehmen, weil ihre Mundwerkzeuge verkümmert sind.
    Nach der Paarung legt das Weibchen bis zu 300 Eier an die Unterseite der Blätter von Obstbäumen, wie zum Beispiel Apfel, Birne und Pflaumen ab. Die ausschlüpfenden Raupen , die eine Länge von zwölf Zentimeter erreichen können, häuten sich, bevor sie sich verpuppen, fünfmal. Zur Umwandlung in den Schmetterling spinnen sie sich in einen dunkelbraunen, birnenförmigen Kokon ein. Letzterer besitzt eine Art Reuse, durch welche im nächsten Jahr der fertige Falter ausschlüpft.

    In einem Lehrbuch der Naturgeschichte von 1834 wird der Kokon des Wiener Nachtpfauenauges folgendermaßen beschrieben : „Die Raupe baut sich nämlich ein Gespinste, das ebenso künstlich, nur auf umgekehrte Weise so gebaut ist, wie die Fischreusen, so daß der Schmetterling beim Auskriechen wohl gut hinaus, kein schädliches Insekt aber hinein kann.“

    Das Wiener Nachtpfauenauge wurde in der Gegend von Wien erstmals beschrieben. Obwohl gesetzlich streng geschützt, hat sein Bestand seit einigen Jahrzehnten abgenommen. Ursachen sind vor allem der Verlust von Streuobstwiesen, der Einsatz von giftigen Pestiziden und künstliche Lichtquellen wie Straßenlaternen.
    Wissenschaftler des Karlsruher Naturkundemuseums halten eine Einwanderung dieses Falters für unwahrscheinlich. Vermutlich handelt es sich bei dem Brettener Fund um ein Zuchtexemplar, mit dem versucht wurde, diese Art bei uns anzusiedeln. Man darf gespannt sein, ob weitere (Zucht-)Exemplare des Wiener Nachtpfauenauges im Raum Bretten entdeckt werden.

    Anbei noch ein Link zu einem hervorragenden Bericht des Naturschutzbundes Steiermark zum Nachtpfauenauge und Bildern, auch der Raupen und des Kokons.
    Wer diesen Schmetterling findet, möge dies bitte dem BUND Bretten mitteilen.