Schlagwort: Nisthilfen

  • Nistmöglichkeiten für heimische Wildbienen geschaffen

    Nisthilfe für Wildbienen Bretten HohkreuzstrasseGemeinsame Aktion von Hohkreuz-Gemeinschaft, BUND und Stadt Bretten

    Wildbienen sind unersetzliche Bestäuber unserer Kulturpflanzen. Doch immer mehr ihrer Lebensräume verschwinden unter Asphalt und Beton. Monokulturen und der Einsatz von Pestiziden haben zu einem massiven Rückgang dieser Insekten geführt. Inzwischen ist fast jede zweite Wildbienenart in ihrem Bestand bedroht.
    Um den Bestand der Wildbienen zu fördern, hat Christa Franck von der Hohkreuzgemeinschaft diese Aktion gestartet. Gerhard Dittes vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) informierte über die Lebensweise und Bedürfnisse sowie über die fachgerechte Herstellung von Nisthilfen. Jörg Ebert baute nach eigenem Entwurf die Nistwand, die einer Wabe nachempfunden ist. Diese Nisthilfe soll bedarfsgerecht und schrittweise mit Nistklötzen verschiedener Bohrungen – der Größe von Wildbienen entsprechend – bestückt werden.
    Saskia Strauch und Luca Sebold vom Amt für Bauen, Gebäudemanagement und Umwelt, werden in unmittelbarer Nähe Pollen und Nektar liefernde Futterpflanzen für Wildbienen einsetzen. Dadurch soll der Bruterfolg der Wildbienen gefördert werden, weil Wildbienen auf eine kurze Entfernung zwischen Nistplatz und Futterquelle angewiesen sind.

  • BUND und MGB beim Naturerlebnistag

    Schutz der Wildbienen als Gemeinschaftsprojekt
    Mit dem Brettener Naturerlebnistag hatte es der Wettergott wieder gut gemeint. Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen strömten mehrere hundert Besucher zum Saatschulgebäude im Großen Wald, um die Veranstaltungen verschiedener Gruppen rund um das Thema Natur zu besuchen. Wie in den vergangenen Jahren hatten sich der BUND und das Melanchthon-Gymnasium mit ihrem Projekt zum Schutz der einheimischen Wildbienen beteiligt.
    Die Besucher drängten sich am Infostand des BUND, um Näheres über Wildbienen zu erfahren. Sie wollten wissen, woran man Wildbienen erkennt, wodurch sie gefährdet sind und wie man diesen unersetzlichen Bestäuber unserer Kulturpflanzen helfen kann.
    Dabei zeigte sich, dass fachgerechte Nisthilfen für hohlraumbewohnende Wildbienen wie die Gehörnte Mauerbiene, bei den Besuchern immer mehr gefragt sind. So konnten Kinder unter der Anleitung von Lehrerinnen und Lehrern der Fachschaft Biologie des Melanchthon-Gymnasiums zusammen mit Schülern der Arbeitsgemeinschaft Umwelt selbst Nisthilfen für Wildbienen basteln und mit nach Hause nehmen. Dabei wurden sie von ehemaligen Schülern, die auch nach dem Abitur der Schule und dem Schutz der Wildbienen verbunden sind, unterstützt.

  • Wildbienenschutz immer beliebter

    BUND und MGB mit Infos über Wildbienen

    „Fachgerechte Nisthilfen für hohlraumbewohnende Wildbienen wie für die Gehörnte Mauerbiene sind bei den Brettenern immer mehr gefragt“, stellt Annika Hoffmann, Biologielehrerin am Brettener Melanchthon-Gymnasium, erfreut fest. Im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts „Schutz unserer einheimischen Wildbienen“ informierten der BUND und Schüler der Arbeitsgemeinschaft Biologie die Besucher des Brettener Wochenmarktes.

    Angesichts des weltweiten, dramatischen Insektensterbens setzen sich immer mehr Besitzer von Gärten und Streuobstwiesen für den Schutz von Wildbienen und anderen Insekten ein. Andererseits fühlen sich immer mehr wärmliebende Insekten wie beispielsweise die Efeu-Seidenbiene und die Gelbbindige Furchenbiene bei uns heimisch. Ihre im Boden angelegten Nester werden zunehmend in Brettener Gärten beobachtet.
    „Es ist deshalb wichtig, diese Brutplätze in den Gärten zu erhalten und kleine, unbewachsene Flächen für neue Brutplätze bereit zu stellen“ empfiehlt Gerhard Dittes vom BUND Bretten.
    Schon nach wenigen Tagen waren die Bohrlöcher in den Nistklötzen besiedelt, berichten immer mehr Gartenbesitzer.
    Fast pausenlos drängten sich die Marktbesucher am Infostand, um näheres über Wildbienen zu erfahren.
    –Woran erkennt man Wildbienen?
    –Wodurch sind sie gefährdet und wie kann man diesen nützlichen Insekten, wichtige Bestäuber unserer Kulturpflanzen helfen?

    Die von den Schülern angebotenen, selbst gebastelten Nisthilfen für hohlraumbewohnende Wildbienen wurden dankbar angenommen.

  • Insekt des Jahres 2019 : Die Rostrote Mauerbiene

    Paarung und Blütenbesuch auch in Brettener Gärten

    „Woher kommt plötzlich der dicke Dreckbatzen am Rolladenstopper?“ fragten sich kürzlich einige besorgte Brettener. Die „Übeltäterin“ ist die harmlose Rostrote Mauerbiene. Der Dreckbatzen ist eines ihrer Brutnester. Für deren Anlage ist sie nicht wählerisch: Fraßgänge von Käferlarven in Totholz, Ritzen im Mauerwerk oder manchmal sogar Türschlösser werden als Kinderstube für den Nachwuchs verwendet und sorgfältig mit Erdklümpchen verschlossen.
    Bei den schon sommerlichen Temperaturen der letzten Tage sind die Rostroten Mauerbienen auch im Brettener Umland geschlüpft. Nach der Paarung besuchen die Weibchen die Blüten verschiedenster Pflanzen und lagern Nektar und Blütenstaub als Futter für die Larven in die Brutzellen ein.

    Die Rostroten Mauerbienen (Osmia bicornis ) erreichen eine Körperlänge von bis zu 12 Millimeter. Sie sind schlanker als ihre nahen Verwandten, die Gehörnten Mauerbienen (Osmia cornuta), die bereits schon im zeitigen Frühjahr in Gärten und Streuobstwiesen Blüten bestäuben. Bei beiden Wildbienenarten besitzen die Weibchen zwei kleine Hörnchen am Kopf, die zum Sammeln des Blütenstaubs dienen.

    Die Rostrote Mauerbiene kommt in ganz Deutschland vom Tiefland bis in die Höhenlagen vor. Sie besiedelt verschiedene Lebensräume wie Hecken, Waldränder, Streuobstwiesen und Gärten. Auch in der Brettener Innenstadt und den Ortsteilen ist sie deshalb regelmäßig anzutreffen. Ihr Bestand ist bisher noch nicht gefährdet. Allerdings sind von den mehr als 500 Wildbienenarten Deutschlands mehr als die Hälfte gefährdet oder bereits verschwunden.

    Ursachen sind der Lebensraumverlust durch die fortgesetzte Ausweisung von immer neuen Wohn- und Gewerbegebieten und Straßen, welche die Landschaft zerschneiden, sowie Monokulturen und der Einsatz von giftigen Pestiziden. Gärten mit geeigneten Futterpflanzen, die vom Frühjahr bis zum Herbst blühen und die Bereitstellung geeigneter Nisthilfen können der Rostroten Mauerbiene und ihren wilden Verwandten das Überleben erleichtern.
    Um auf die Bedeutung von Wildbienen als wichtige Bestäuber aufmerksam zu machen, hat das Deutsche Entomologische Institut die Rostrote Mauerbiene zum „Insekt des Jahres 2019 für Deutschland, Österreich und die Schweiz“ gekürt.

  • Kinder helfen Wildbienen

    Auch in diesem Jahr fand im Saatschulgebäude wieder der Naturerlebnistag der Stadt Bretten statt. Bei strahlendem Sonnenschein und noch sommerlichen Temperaturen eröffneten die Jagdhornbläser die Veranstaltung. Der BUND Bretten informierte die Besucher über Schutzmaßnahmen für Wildbienen. Dabei kam es mit Besuchern der letzten Jahre zu einem regen Erfahrungsaustausch. Immer mehr Garten- und Streuobstwiesenbesitzer haben inzwischen die vom BUND entwickelten Schutzmaßnahmen erfolgreich umgesetzt.
    Besonders groß war das Interesse bei den Kindern. Mit Begeisterung fertigten sie zahlreiche Nisthilfen für Wildbienen an.