{"id":10997,"date":"2015-08-03T13:01:07","date_gmt":"2015-08-03T11:01:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bund-bretten.de\/?p=10997"},"modified":"2015-08-03T13:01:07","modified_gmt":"2015-08-03T11:01:07","slug":"campact-nur-herstellerunabhaengige-studien-duerfen-bei-der-zulassung-herangezogen-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cranky-ramanujan.37-218-254-106.plesk.page\/?p=10997","title":{"rendered":"Campact: Nur herstellerunabh\u00e4ngige Studien d\u00fcrfen bei der Zulassung herangezogen werden"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.bund-bretten.de\/wp-content\/uploads\/warning.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bund-bretten.de\/wp-content\/uploads\/warning.png\" alt=\"warning\" width=\"128\" height=\"128\" class=\"alignleft size-full wp-image-10874\" \/><\/a>Berlin, 30.07.2015. Die Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation WHO hat gestern ihre lang erwartete Monographie \u00fcber das Total-Herbizid Glyphosat ver\u00f6ffentlicht. Bereits im M\u00e4rz 2015 hatte die Agentur  in einem aufsehenerregenden Artikel in der Fachzeitschrift Lancet Oncology das weltweit meist genutzte Herbizid als <strong>\u201c<em>wahrscheinlich krebserregend beim Menschen<\/em>\u201d<\/strong> eingestuft, die zweith\u00f6chste der WHO-Risikoklassen. Mit der Monographie wird nun die wissenschaftliche Begr\u00fcndung dieser Einstufung ver\u00f6ffentlicht. Gerald Neubauer von der B\u00fcrgerbewegung Campact kommentiert: \u201c<em>Jetzt liegen alle Fakten zur Krebsgefahr durch Glyphosat auf dem Tisch. Die Bundesregierung darf nicht l\u00e4nger die Gesch\u00e4ftsinteressen von Monsanto \u00fcber die Gesundheit von uns B\u00fcrgern stellen. Sie muss uns B\u00fcrger endlich vor diesem Gift sch\u00fctzen und Glyphosat verbieten.<\/em>\u201d<\/p>\n<p>Bis Ende des Jahres entscheidet die EU-Kommission, ob Glyphosat erneut eine Zulassung in der Europ\u00e4ischen Union bekommt. Deutschland ist in dem Verfahren Berichterstatter. Doch der vom Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung zu diesem Zweck verfasste Renewal Assessment Report st\u00fctzt sich zu weiten Teilen auf Studien von Herstellerfirmen. Demgegen\u00fcber wurden f\u00fcr die Einstufung der WHO-Krebsforschungsagentur ausschlie\u00dflich herstellerunabh\u00e4ngige Studien verwendet. Dazu Gerald Neubauer: \u201c<em>Mit Glyphosat werden Milliardenums\u00e4tze gemacht. Daher ist es kein Wunder, wenn Studien von Herstellern wie Monsanto Glyphosat f\u00fcr unverd\u00e4chtig erkl\u00e4ren. F\u00fcr die Zulassung von Glyphosat sollten sich die Beh\u00f6rden aber, wie die WHO, allein auf herstellerunabh\u00e4ngige Studien st\u00fctzen.<\/em>\u201d<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Seit die WHO Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend einstuft, wird die Kritik an dem Total-Herbizid immer lauter. Mehr als 268 000 Menschen haben bereits einen Appell der B\u00fcrgerbewegung Campact unterzeichnet. In dem Appell wird Agrarminister Christian Schmidt aufgefordert, sich f\u00fcr einen Entzug der Glyphosat-Zulassung in der EU einzusetzen. Im Mai diesen Jahres forderte die Konferenz der Verbraucherschutzminister der L\u00e4nder ein bundesweites Verbot von Glyphosat bei verbrauchernahen Anwendungen. Zahlreiche Baum\u00e4rkte haben nach Protesten den Verkauf von Glyphosat beendet.<\/p>\n<p>Zum Campact-Appell und Hintergrundinformationen: <a href=\"http:\/\/www.campact.de\/glyphosat\" target=\"_blank\">www.campact.de\/glyphosat<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 30.07.2015. Die Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation WHO hat gestern ihre lang erwartete Monographie \u00fcber das Total-Herbizid Glyphosat ver\u00f6ffentlicht. Bereits im M\u00e4rz 2015 hatte die Agentur in einem aufsehenerregenden Artikel in der Fachzeitschrift Lancet Oncology das weltweit meist genutzte Herbizid als \u201cwahrscheinlich krebserregend beim Menschen\u201d eingestuft, die zweith\u00f6chste der WHO-Risikoklassen. 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