{"id":11742,"date":"2017-03-10T17:42:17","date_gmt":"2017-03-10T16:42:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bund-bretten.de\/?p=11742"},"modified":"2017-03-10T17:42:17","modified_gmt":"2017-03-10T16:42:17","slug":"umweltstiftung-baeume-und-straeucher-nicht-kaputtpflegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cranky-ramanujan.37-218-254-106.plesk.page\/?p=11742","title":{"rendered":"Umweltstiftung: B\u00e4ume und Str\u00e4ucher nicht kaputtpflegen"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/naturelife-international.org\/\" target=\"_blank\">NatureLife-International<\/a> pl\u00e4diert f\u00fcr mehr Naturbewahrung auf \u00f6ffentlichen Fl\u00e4chen<\/strong><br \/>\nLudwigsburg. Schneegl\u00f6ckchen und die ersten Krokusse bl\u00fchen; der Fr\u00fchling steht vor der T\u00fcr und die Zugv\u00f6gel kehren aus ihren \u00dcberwinterungsgebieten in S\u00fcdeuropa oder Afrika zur\u00fcck um bei uns Brutpl\u00e4tze zu beziehen und ihren Nachwuchs gro\u00df zu ziehen. Viele Baum- und Buschbr\u00fcter erwarten jedoch Kahlschlagsfl\u00e4chen an Stra\u00dfen und im \u00f6ffentlichen Gr\u00fcn. Wo fr\u00fcher stattliche B\u00e4ume oder Geh\u00f6lzzonen standen in welche sie ihre Nester bauen konnten klafft Leere. Zahlreiche von Stra\u00dfenbauverwaltungen und Kommunen beauftragte Firmen und Bautrupps haben den Winter damit verbracht, B\u00e4ume zu f\u00e4llen und Geb\u00fcsche zu roden.<br \/>\n\u201e<em>Geh\u00f6lzpflege muss sein und auch fr\u00fcher wurden Hecken immer wieder auf den Stock gesetzt; Aber was sich in den letzten Jahren bei der Gr\u00fcnpflege entlang von Stra\u00dfen und Wegen eingeschlichen hat, ist katastrophal. Bald gibt es keine gro\u00dfen, starken B\u00e4ume mehr<\/em>\u201c, so Prof. Dr. Friedhelm G\u00f6ltenboth, Biologe und Mitglied des Kuratoriums der Umweltstiftung <a href=\"http:\/\/naturelife-international.org\/\" target=\"_blank\">NatureLife-International<\/a>.<figure id=\"attachment_11734\" aria-describedby=\"caption-attachment-11734\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.bund-bretten.de\/wp-content\/uploads\/Baumfrevel-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bund-bretten.de\/wp-content\/uploads\/Baumfrevel-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"size-medium wp-image-11734\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-11734\" class=\"wp-caption-text\">Wo im letzten Jahr noch ein Feldhecke stand, herrscht jetzt g\u00e4hnende Leere. V\u00f6gel habe hier keine Nistpl\u00e4tze mehr Holz lebende Insekten wurden kleingeh\u00e4ckselt.<\/figcaption><\/figure> Statt selektiv zu pflegen w\u00fcrden die beauftragten Firmen nach Feststellungen von NatureLife die zur Stra\u00dfe geh\u00f6renden Nebenfl\u00e4chen \u00e4u\u00dferst gro\u00dfz\u00fcgig interpretieren und selbst noch viele Meter vom Stra\u00dfenraum entfernt \u2013 wo eigentlich Sicherheitsaspekte keine Rolle mehr spielen w\u00fcrden \u2013 auch m\u00e4chtige B\u00e4ume wir Eschen, Eichen, Wildkirschen und andere f\u00e4llen.<br \/>\nWie <a href=\"http:\/\/naturelife-international.org\/\" target=\"_blank\">NatureLife<\/a> feststellte, handelt es sich hier um ein landes- und bundesweites Problem, das sich nicht festsetzen d\u00fcrfe. \u201e<em>Wenn wir so weitermachen, gibt es bald keine alten B\u00e4ume mehr<\/em>\u201c, beklagt Biologe G\u00f6ltenboth. \u201e<em>Offensichtlich geht der Holzhunger um; wenn jedoch in \u00f6ffentliches Gr\u00fcn, das eine wichtige \u00f6kologische Rolle spielt, so massiv eingegriffen wird, grenzt das bald schon an Holzdiebstahl<\/em>\u201c, argumentiert man bei <a href=\"http:\/\/naturelife-international.org\/\" target=\"_blank\">NatureLife<\/a>.<br \/>\nDie Stiftung unterstreicht, dass Geh\u00f6lzpflege sinnvoll ist und immer wieder auch neue Habitate hervorbringe. Die meisten der beauftragten Firmen w\u00fcrden jedoch oftmals mit angelernten Kr\u00e4ften arbeiten und es z\u00e4hle nur Masse statt Klasse. Mit den Eingriffen verlieren auch viele Kleintiere, die im Holz, unter der Rinde oder in hohlen St\u00e4ngeln leben und \u00fcberwintern ihren Lebensraum und werden in der Regel kleingeh\u00e4ckselt. Ebenso geht es epiphytischen Moosen, Flechten und Baumpilzen, die auf oder in den Geh\u00f6lzen leben. Da viele alte Biotope mit hohem Totholzanteil \u201eweggepflegt\u201c werden, gehen vor allem die genannten Artengruppen zur\u00fcck. Auch werden h\u00e4ufig Wildpflanzenbest\u00e4nde mit gebietsheimischen Geh\u00f6lzarten vernichtet, die ebenfalls immer weniger werden. In der Summe tragen diese Ma\u00dfnahmen mit dazu bei, dass die Roten Listen der vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten immer l\u00e4nger werden. Das Aussterben der Arten bedeutet in jedem Einzelfall einen schweren Schaden im \u00d6kosystem.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr Prof. Dr. Friedhelm G\u00f6ltenboth von der <a href=\"http:\/\/naturelife-international.org\/\" target=\"_blank\">Stiftung NatureLife-International<\/a> ist es h\u00f6chste Zeit hier umzudenken und mit der Natur pfleglicher umzugehen. Der Umgang mit B\u00e4umen, Geh\u00f6lz- und Gr\u00fcnfl\u00e4chen orientiere sich sehr h\u00e4ufig an den Zielen Einsparung, scheinbarer Verkehrssicherung und einer \u201eKehrwochenmentalit\u00e4t\u201c. Auch haben etwa die Preise f\u00fcr Holzhackschnitzel angezogen, was sich in vermehrten F\u00e4llaktionen niederschl\u00e4gt. Aspekte des Natur- und Umweltschutzes spielen nach Beobachtung von NatureLife immer weniger eine Rolle. Das gravierende Aussterben von Tier- und Pflanzenarten ist nur ein Aspekt dieser negativen Entwicklung. Der Naturschutzexperte Conrad Fink von <a href=\"http:\/\/naturelife-international.org\/\" target=\"_blank\">NatureLife<\/a> empfiehlt den Gr\u00fcnfl\u00e4chenverwaltungen Ma\u00dfnahmen zur Erhaltung des Baumbestandes und dessen lebenserhaltender Pflege zu priorisieren. Bei der Pflege von B\u00e4umen und Geh\u00f6lzen sollen die Erhaltung des Bestandes und die Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen. Pflegeeingriffe sollen dem Naturschutz dienen und sind auf ein Mindestma\u00df zu beschr\u00e4nken. Sie sind zeitlich so zu strecken, dass keine Sch\u00e4den f\u00fcr den Naturhaushalt entstehen. Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist einzuhalten. Der Holzvorrat soll erh\u00f6ht und nicht vermindert werden. Es sollte nach dem Nachhaltigkeitsprinzip verfahren und j\u00e4hrlich nur so viel Holz entnommen werden wie im gleichen Zeitraum nachw\u00e4chst. Dasselbe sollte f\u00fcr kommunale Waldfl\u00e4chen gelten. \u201e<em>Die \u00f6ffentlichen Verwaltungen haben hier eine Vorreiterrolle und sollen mit gutem Beispiel f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger vorangehen<\/em>\u201c, so Conrad Fink von <a href=\"http:\/\/naturelife-international.org\/\" target=\"_blank\">NatureLife<\/a>.<\/p>\n<p>Nach Ende der diesj\u00e4hrigen Geh\u00f6lzpflegesaison fordert <a href=\"http:\/\/naturelife-international.org\/\">NatureLife<\/a> f\u00fcr die kommende Periode im Winter 2017 \/ 2018 ein Umdenken. Noch sei gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr die verantwortlichen Beh\u00f6rden auf die beauftragten Firmen entsprechend einzuwirken.<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NatureLife-International pl\u00e4diert f\u00fcr mehr Naturbewahrung auf \u00f6ffentlichen Fl\u00e4chen Ludwigsburg. 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