{"id":11807,"date":"2017-05-05T11:31:03","date_gmt":"2017-05-05T10:31:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bund-bretten.de\/?p=11807"},"modified":"2017-05-05T11:31:03","modified_gmt":"2017-05-05T10:31:03","slug":"der-nagelfleck-ein-juwel-im-brettener-stadtwald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cranky-ramanujan.37-218-254-106.plesk.page\/?p=11807","title":{"rendered":"Der Nagelfleck  &#8211; ein Juwel im Brettener Stadtwald"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_11805\" aria-describedby=\"caption-attachment-11805\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.bund-bretten.de\/wp-content\/uploads\/Nagelfleck-6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bund-bretten.de\/wp-content\/uploads\/Nagelfleck-6-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"size-medium wp-image-11805\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-11805\" class=\"wp-caption-text\"><\/p>\n<div style=\"font-size:11px;\"> Oberseite eines Nagelflecks (M\u00e4nnchen)<\/div>\n<p><\/figcaption><\/figure><br \/>\nIm Zickzack fliegen sie jetzt rasch \u00fcber den Boden der Buchenw\u00e4lder rund um Bretten:<br \/>\nDie M\u00e4nnchen des  Nagelflecks (Aglia tau) sind auf der Suche nach Weibchen. Dieser  Schmetterling aus der Familie der Pfauenspinner erscheint, wenn die Buchen ihre Bl\u00e4tter austreiben. Die Weibchen dagegen sitzen regungslos am Fu\u00df von Buchenst\u00e4mmen und verstr\u00f6men Duftstoffe, um die M\u00e4nnchen anzulocken. Diese besitzen kammartig gef\u00e4cherte F\u00fchler, mit denen sie die Weibchen aus gro\u00dfer Entfernung riechen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Nach der Paarung legen die Weibchen zahlreiche braune Eier haupts\u00e4chlich an Buchen ab. Die schl\u00fcpfenden Raupen tragen auff\u00e4llige, gegabelte Forts\u00e4tze, die sich im Laufe der Entwicklung zur\u00fcckbilden. Junge Raupen leben zun\u00e4chst gesellig, sp\u00e4ter als Einzelg\u00e4nger. Die Raupen ern\u00e4hren sich haupts\u00e4chlich von den Bl\u00e4ttern der Rotbuche. Aber das Laub von Eichen, Linden und Weiden kann ihnen auch als Futter dienen. Mit ihrer gr\u00fcnen Tarnfarbe sind die Raupen an den Bl\u00e4ttern von ihren Fressfeinden wie, V\u00f6geln, nur schwer zu erkennen. Die etwa f\u00fcnf Zentimeter langen ausgewachsenen Raupen des fertigen Schmetterlings seilen sich im August von den B\u00e4umen ab. In der Laubschicht des Bodens spinnen sie einen lockeren Kokon und verpuppen sich. So \u00fcberdauern sie den Winter. Im n\u00e4chsten Fr\u00fchjahr schl\u00fcpfen dann die Falter. Ihre Lebenserwartung betr\u00e4gt nur wenige Tage. Da sie keine Mundwerkzeuge besitzen, k\u00f6nnen sie keine Nahrung zu sich nehmen.<\/p>\n<p>\u201e<em>Der Nagelfleck ist leicht zu erkennen und unverwechselbar<\/em>\u201c wei\u00df Hans-Georg Leonhardt vom BUND Bretten. Der Falter mit einer Fl\u00fcgelspannweite von etwa acht Zentimetern hat auf jedem Fl\u00fcgel einen gro\u00dfen, dunklen Fleck mit einer hellen, T-f\u00f6rmigen Zeichnung, die wie ein Nagel aussieht. Daher der Name \u201eNagelfleck\u201c.<\/p>\n<p>Der Nagelfleck ist in den Laubw\u00e4ldern Mitteleuropas weit verbreitet. Sein Bestand ist in Baden-W\u00fcrttemberg nicht gef\u00e4hrdet. Dazu tr\u00e4gt auch der hohe Anteil an Laubholz in den Brettener W\u00e4ldern bei. \u201e<em>Im Brettener Gemeindewald haben wir einen zusammenh\u00e4ngenden, 300 Hektar umfassenden  Bestand von Rotbuchen als Flora-Fauna-Habitat-Gebiet<\/em>\u201c, betont Ewald Kugler von der st\u00e4dtischen Forstverwaltung. Damit ist der Bestand des Nagelflecks gesichert. <\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Zickzack fliegen sie jetzt rasch \u00fcber den Boden der Buchenw\u00e4lder rund um Bretten: Die M\u00e4nnchen des Nagelflecks (Aglia tau) sind auf der Suche nach Weibchen. Dieser Schmetterling aus der Familie der Pfauenspinner erscheint, wenn die Buchen ihre Bl\u00e4tter austreiben. 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