{"id":12754,"date":"2020-11-17T11:13:24","date_gmt":"2020-11-17T10:13:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bund-bretten.de\/?p=12754"},"modified":"2020-11-17T11:13:24","modified_gmt":"2020-11-17T10:13:24","slug":"die-mauerassel-oniscus-asellus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cranky-ramanujan.37-218-254-106.plesk.page\/?p=12754","title":{"rendered":"Die Mauerassel (Oniscus asellus)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/cranky-ramanujan.37-218-254-106.plesk.page\/wp-content\/uploads\/Mauerassel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cranky-ramanujan.37-218-254-106.plesk.page\/wp-content\/uploads\/Mauerassel-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignleft size-medium wp-image-12753\" \/><\/a><strong>N\u00fctzlicher Krebs in Wald und Garten<\/strong><\/p>\n<p>Nicht nur in den W\u00e4ldern von Bretten und Umgebung, sondern auch unter Steinen, in Komposthaufen und manchen Kellern, \u00fcberall dort, wo es feucht und dunkel ist, kann man die Mauerassel (Oniscus asellus)finden.<\/p>\n<p>Der K\u00f6rper dieser Tiere, der gut 15 Millimeter L\u00e4nge erreichen kann, ist abgeflacht, br\u00e4unlich gef\u00e4rbt mit hellen Flecken. Das zweite F\u00fchlerpaar ist lang und gut sichtbar. Die F\u00fchlerspitze ist, im Gegensatz zur \u00e4hnlichen Kellerassel, dreigliedrig. Dagegen ist das erste F\u00fchlerpaar nur winzig klein und selbst mit einer Lupe nur schwer zu erkennen.<\/p>\n<p><strong>Asseln sind Krebstiere<\/strong><br \/>\nIhre Vorfahren lebten noch vor Millionen Jahren im Meer. Im Laufe der Evolution haben sie das Wasser verlassen und sind zum Landleben \u00fcbergegangen.Ihre Atmungsorgane, mit denen der lebensnotwendige Sauerstoff aufgenommen wird, erinnern noch an ihre Vorfahren. Die Mauerassel atmet noch mit Kiemen, die sich an der K\u00f6rperunterseite, unter d\u00fcnnen Hautpl\u00e4ttchen verborgen, befinden. Auch die Fortpflanzung weist auf die Abstammung von urspr\u00fcnglich im Meer lebenden Tieren hin: Die Weibchen legen ein paar Dutzend Eier in einen mit Wasser gef\u00fcllten Brutbeutel an der K\u00f6rperunterseite ab. Hier k\u00f6nnen sich die Eier gut gesch\u00fctzt zu Jungtieren entwickeln.<\/p>\n<p>Die Mauerasseln ern\u00e4hren sich haupts\u00e4chlich von abgestorbenen Pflanzen und vermoderndem Holz. Auch Insekteneier und Tierkadaver werden nicht verschm\u00e4ht.<br \/>\nSie bevorzugen weiches Futter, das leicht zu zerkauen ist. Deshalb fressen die Mauerasseln von Bl\u00e4ttern nur die weichen Bestandteile . Die h\u00e4rteren Blattrippen werden nicht anger\u00fchrt. Selbst der Kot wird nochmals gefressen und verdaut. Dadurch werden auch die letzten N\u00e4hrstoffe noch verwertet. Der kr\u00fcmelige Kot enth\u00e4lt viel Humus, wodurch die Fruchtbarkeit des Bodens erh\u00f6ht wird. Deshalb k\u00f6nnen sich Gartenbesitzer freuen, wenn diese n\u00fctzlichen kleinen Helfer im Komposthaufen die Gartenabf\u00e4lle in fruchtbaren Humus verwandeln.<\/p>\n<p>Da die Mauerassel auch in H\u00f6hlen vorkommt, wurde sie vom Verband der deutschen H\u00f6hlen- und Karstforscher zum <a href=\"https:\/\/hoehlentier.de\/mauerassel\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">H\u00f6hlentier des Jahres 2020<\/a> gew\u00e4hlt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>N\u00fctzlicher Krebs in Wald und Garten Nicht nur in den W\u00e4ldern von Bretten und Umgebung, sondern auch unter Steinen, in Komposthaufen und manchen Kellern, \u00fcberall dort, wo es feucht und dunkel ist, kann man die Mauerassel (Oniscus asellus)finden. 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