{"id":12898,"date":"2021-07-09T10:25:58","date_gmt":"2021-07-09T09:25:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bund-bretten.de\/?p=12898"},"modified":"2021-07-09T10:25:58","modified_gmt":"2021-07-09T09:25:58","slug":"regionalplan-tabukriterien-werden-ignoriert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cranky-ramanujan.37-218-254-106.plesk.page\/?p=12898","title":{"rendered":"Regionalplan : Tabukriterien werden ignoriert"},"content":{"rendered":"<p style=\"color: red;font-size: 16px;\">Dieser Brief wurde allen Gemeinderatsmitgliedern zugestellt<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cranky-ramanujan.37-218-254-106.plesk.page\/wp-content\/uploads\/RegPlan-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-12956\" \/><strong>Fortschreibung nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df<\/strong><\/p>\n<p>In Zukunft soll in der Region Mittlerer Oberrhein jedes Jahr ein Quadratkilometer Naturfl\u00e4che unter Beton und Asphalt verschwinden. Dies sieht die Fortschreibung des Regionalplanes vor. Daran ist Bretten mit einer Fl\u00e4che von hundert Hektar beteiligt, weil jeder Ortsteil ein neues Wohngebiet w\u00fcnscht. Dazu kommt die Forderung nach weiteren Gewerbefl\u00e4chen. Allerdings haben die Planer Tabukriterien festgelegt, welche die Versiegelung von Naturfl\u00e4chen ausschlie\u00dfen sollen.<br \/>\nEs wird zwar gefordert, <em>\u201edass sowohl gesunde Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Siedlungen als auch die \u00f6kologische Qualit\u00e4t der Freir\u00e4ume gesichert und verbessert werden\u201c<\/em> sollen.<br \/>\nAber um die Fl\u00e4chenw\u00fcnsche der Gemeinden zu erf\u00fcllen, werden die Tabukriterien missachtet.<\/p>\n<p>So unterliegen alle von der Stadt Bretten gew\u00fcnschten Fl\u00e4chen den Tabukriterien <strong>\u201eWichtige Bodenfunktion\u201c<\/strong> oder sind, wegen ihrer hohen Fruchtbarkeit, <strong>\u201elandwirtschaftliche Vorrangflur\u201c<\/strong>. Weitere Tabukriterien sind <strong>\u201eFl\u00e4chen, die Kaltluft produzieren\u201c<\/strong> oder der Grundwasserneubildung dienen. Viele dieser gew\u00fcnschten Siedlungserweiterungsfl\u00e4chen (SERW) erf\u00fcllen sogar mehrere Tabukriterien!<\/p>\n<p>So wird die Umsetzung des Regionalplans dazu beitragen, dass sich die aktuelle Situation von Klima, Biodiversit\u00e4t, Hochwassergefahr und Verkehrsbelastung weiter verschlechtern wird. Um dies zu vermeiden, d\u00fcrfen keine B\u00f6den mehr versiegelt werden. Das hei\u00dft, dass f\u00fcr jeden Quadratmeter, der versiegelt wird, die gleiche Fl\u00e4che entsiegelt werden m\u00fcsste.  Dadurch kann zumindest der momentane Zustand unserer Umwelt erhalten und einer Verschlechterung vorgebeugt werden.<br \/>\nDas Landeswaldgesetz schreibt vor, dass f\u00fcr jeden Hektar Wald, der versiegelt wird, mindestens  die gleiche Fl\u00e4che an anderer Stelle neu gepflanzt werden muss. Dadurch ist gew\u00e4hrleistet, dass die Waldfl\u00e4che mit ihren unersetzlichen Wohlfahrtswirkungen erhalten bleibt.<\/p>\n<p>Angesichts der kommunalen Fl\u00e4chenw\u00fcnsche dr\u00e4ngt sich die Frage auf, warum Naturfl\u00e4chen wie Ackerland und Wiesen weniger erhaltenswert sind als der Wald. <strong>Ein entsprechendes Gesetz zum wirkungsvollen Schutz unserer B\u00f6den ist l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig!<\/strong><\/p>\n<p>Versiegelte Fl\u00e4chen heizen sich auf und beschleunigen den Klimawandel.Dessen Folgen d\u00fcrfen, wie das Bundesverfassungsgericht k\u00fcrzlich entschieden hat, nicht den kommenden Generationen aufgeb\u00fcrdet werden. Ausdr\u00fccklich sind <strong>\u201eLeben und Gesundheit vor den Gefahren des Klimawandels zu sch\u00fctzen\u201c<\/strong>. Demzufolge w\u00e4re der Gemeinderat verpflichtet, sich jetzt und nicht erst am Sankt-Nimmerleinstag, f\u00fcr die \u201eNetto-Null\u201c beim Fl\u00e4chenverbrauch zu entscheiden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Brief wurde allen Gemeinderatsmitgliedern zugestellt Fortschreibung nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df In Zukunft soll in der Region Mittlerer Oberrhein jedes Jahr ein Quadratkilometer Naturfl\u00e4che unter Beton und Asphalt verschwinden. Dies sieht die Fortschreibung des Regionalplanes vor. Daran ist Bretten mit einer Fl\u00e4che von hundert Hektar beteiligt, weil jeder Ortsteil ein neues Wohngebiet w\u00fcnscht. 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