{"id":13352,"date":"2023-07-18T14:24:45","date_gmt":"2023-07-18T13:24:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bund-bretten.de\/?p=13352"},"modified":"2023-07-18T14:24:45","modified_gmt":"2023-07-18T13:24:45","slug":"der-stahlblaue-grillenjaeger-breitet-sich-in-bretten-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cranky-ramanujan.37-218-254-106.plesk.page\/?p=13352","title":{"rendered":"Der Stahlblaue Grillenj\u00e4ger breitet sich in Bretten aus"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/cranky-ramanujan.37-218-254-106.plesk.page\/wp-content\/uploads\/Grillenjaeger1-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-13350\" src=\"https:\/\/cranky-ramanujan.37-218-254-106.plesk.page\/wp-content\/uploads\/Grillenjaeger1-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Er l\u00e4hmt seine Opfer durch Stiche<\/strong><\/span><br \/>\nUrspr\u00fcnglich in Mittel- und Nordamerika beheimatet und in den 1960er Jahren nach Frankreich eingeschleppt, hat sich diese Grabwespe inzwischen \u00fcber weite Teile Europas ausgebreitet.<br \/>\nIm August 2015 wurde er von einem Mitarbeiter des BUND zum ersten Mal zwischen Bretten und Neibsheim beobachtet. Der wissenschaftliche Name Isodontia mexicana soll auf sein Herkunftsland hinweisen. Der deutsche Name Stahlblauer Grillenj\u00e4ger bezieht sich auf die braunen, aber je nach Lichteinfall blau schimmernden Fl\u00fcgel und die Versorgung seiner Nachkommen mit Grillen und Heuschrecken. Diese etwa zwei Zentimeter gro\u00dfe, v\u00f6llig schwarz gef\u00e4rbte Grabwespe ist unverwechselbar und leicht zu erkennen. Die Verbindung zwischen Brust und Hinterleib besteht aus einem langen, nach unten gekr\u00fcmmten Stiel. Diese friedlichen Insekten lassen sich beim Besuch von Bl\u00fcten leicht und gefahrlos aus der N\u00e4he beobachten. So wurden erst k\u00fcrzlich in einem Brettener Garten gleichzeitig vier Grillenj\u00e4ger auf den Bl\u00fcten der Ro\u00dfminze angetroffen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/cranky-ramanujan.37-218-254-106.plesk.page\/wp-content\/uploads\/Grillenjaeger2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-13351\" src=\"https:\/\/cranky-ramanujan.37-218-254-106.plesk.page\/wp-content\/uploads\/Grillenjaeger2-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a><span style=\"font-size: 14pt;\">Nach der Paarung suchen die Weibchen eine geeignete Stelle f\u00fcr die Anlage ihrer Brutzellen.<\/span><br \/>\nSie bevorzugen dabei Hohlr\u00e4ume, wie sie der BUND seit vielen Jahren bereitstellt: Bohrl\u00f6cher in Nistkl\u00f6tzen f\u00fcr Wildbienen mit einem Durchmesser von acht Millimeter. Dann machen sie sich auf die Suche nach Beutetieren, wie zum Beispiel Eichenschrecken oder Grillen. Diese werden durch einen gezielten Giftstich gel\u00e4hmt und in den Hohlraum im Flug transportiert. Die aus den Eiern des Grillenj\u00e4gers schl\u00fcpfenden Larven verspeisen dann die gel\u00e4hmten Opfer bei lebendigem Leib. Auff\u00e4llig ist die Verwendung von Grasbl\u00e4ttchen, die ein Mehrfaches der K\u00f6rperl\u00e4nge des Grillenj\u00e4gers betragen. Sie werden im Flug zum Nistplatz bef\u00f6rdert und als Trennw\u00e4nde zwischen den Brutzellen verwendet. Nach der Fertigstellung der Nestanlage wird der Eingang mit einem unverwechselbaren, auff\u00e4lligen Pfropfen aus Grasbl\u00e4ttchen zugestopft. Nach Beobachtungen des BUND werden immer mehr Nisthilfen, die f\u00fcr den Schutz von Wildbienen bereitgestellt werden, vom Stahlblauen Grillenj\u00e4ger genutzt. Offensichtlich scheint sich diese \u201eneue\u201c Grabwespe bei uns im Kraichgau wohl zu f\u00fchlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er l\u00e4hmt seine Opfer durch Stiche Urspr\u00fcnglich in Mittel- und Nordamerika beheimatet und in den 1960er Jahren nach Frankreich eingeschleppt, hat sich diese Grabwespe inzwischen \u00fcber weite Teile Europas ausgebreitet. Im August 2015 wurde er von einem Mitarbeiter des BUND zum ersten Mal zwischen Bretten und Neibsheim beobachtet. 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