Das Aktionsbündnis Klima – Natur – Verkehr, Gemeinsam für Brettens nachhaltige Zukunft, hat seine neue Internetseite freigeschaltet.
Sie finden dort die neuesten Informationen zur geplanten Südwestumgehung und zur Fortschreibung des Regionalplan’s.
Eine Pflichtlektüre für jeden Brettener Bürger 😉
Autor: Matzen
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Neue Internetseite von Aktionsbündnis Klima – Natur – Verkehr
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Zukunft sinnvoll planen: Keine neuen Autobahnen!
Hunderte Kilometer neue Autobahnen sollen in Deutschland gebaut werden – mit katastrophalen Auswirkungen auf die Umwelt. Wir können nicht zulassen, dass noch mehr Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum verlieren, das Klima weiter angeheizt wird und unser Grundwasser belastet wird. Deshalb fordern wir den Bundesverkehrsminister Volker Wissing auf, den Bau neuer Fernstraßen zu stoppen. Bitte helfen Sie uns und nehmen Sie an unserem E-Mail-Protest teil:
Hier den Brief an Minister Wissing unterschreiben -
Weltbienentag – Unersetzliche Bestäuber benötigen Hilfe
Seit 2018 rufen die Vereinten Nationen am 20. Mai den Weltbienentag aus. Damit soll auf die unersetzliche wirtschaftliche Leistung der Bienen bei der Bestäubung unserer Kulturpflanzen und ihre wichtige Bedeutung im Naturhaushalt hingewiesen werden.
Neben der Honigbiene gibt es in Deutschland über 500 Wildbienenarten, zu denen auch die Hummeln zählen. Etwa die Hälfte von ihnen ist in ihrem Bestand gefährdet, weil sie gleich mehreren Schadfaktoren ausgesetzt sind. So sind in den letzten Jahrzehnten ein Großteil der artenreichen, bunten Blumenwiesen unter Beton und Asphalt verschwunden und einst zusammenhängende Lebensräume durch Straßen zerschnitten worden.„Mit zunehmender Entfernung von Futterquellen und Nistplatz nimmt die Zahl der Nachkommen ab,“ mahnt Matthias Menzel vom BUND. Weniger Wildbienen bedeutet auch, dass weniger Kulturpflanzen bestäubt werden können.
Aus der Landnutzung mit kleinparzellierten Äckern und einer Vielfalt an Kulturpflanzen wurden großflächige Monokulturen mit Mais, Raps, Rüben und Getreide. Diese Wirtschaftsweise fördert Schädlinge, gegen die dann eine Vielzahl verschiedener Pestizide eingesetzt werden. Diese schaden, auch bei fachgerechter Anwendung, den Wildbienen und anderen Insekten gleich mehrfach: Hummeln legen kleinere Nester an und produzieren weniger Königinnen. Die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten nimmt zu. Die Orientierungsfähigkeit wird beeinträchtigt. Männchen und Weibchen können sich am Geruch nicht mehr erkennen.
Der BUND setzt sich schon seit vielen Jahren für den Schutz der Wildbienen ein. Beispielsweise tragen gemeinsame Projekte mit Schulen wie dem Melanchthon-Gymnasium und der Grundschule Diedelsheim, Obst- und Gartenbauvereinen, der Teilnahme am Naturerlebnistag der Stadt Bretten und der Herstellung von geeigneten Nisthilfen zum Schutz dieser unersetzlichen Bestäuber bei. -
Buchtipp: Stumme Erde von Dave Goulson
Insekten mögen klein sein, aber sie 
verrichten die großen Arbeiten auf unserer Erde.
Sie entsorgen Abfälle, bestäuben Pflanzen, ernähren unzählige Tierarten und bereichern die Welt mit ihrer vielgestaltigen Schönheit. Dennoch wird ihr Beitrag kaum wahrgenommen und Tag für Tag sterben hunderte Arten aus. Was bedeutet ihr Verschwinden für uns Menschen?Wie kein anderer vermag der Biologe Dave Goulson vorwegzunehmen, was genau passieren wird, sollte das Insektensterben nicht gestoppt werden. Ein Leben ohne Himbeeren und Schokolade ist sicherlich vorstellbar, globale Hungersnöte wären jedoch die ernste Folge.
Stumme Erde ist ein Liebesbrief an die Welt der Insekten eine Elegie und ein mitreißendes Manifest für einen grüneren Planeten.
Hanser Verlag ISBN 978-3-446-27267-5
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Tote Puppenräuber als Mahnung
Ausstellung zum InsektensterbenEine wohl einmalige Käfersammlung besitzt das Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart: In vierzig Insektenkästen befinden sich sechstausend Käfer. Besucher der Ausstellung „Anthropozän – Zeitalter ? Zeitenwende? Zukunft?“, die diese Käfer aufmerksam betrachten, reiben sich schon nach kurzer Zeit die Augen: Alle Käfer sehen gleich aus und alle sind Puppenräuber. Sie gehören zu den Laufkäfern der Gattung Calosoma. Ihr Name geht auf ihre bevorzugte Nahrung Raupen und Puppen von forstschädlichen Schmetterlingen zurück. Puppenräuber vertilgen beachtliche Mengen dieser Schadinsekten. Sie haben einen großen Nutzen für die Forstwirtschaft.
Warum nun werden so viele Käfer derselben Art ausgestellt?

Kleine Notizzettel, die jedem Insektenkasten beigefügt sind, geben einen Hinweis. Auf ihnen steht, sorgfältig mit der Schreibmaschine getippt : “ Spanien – Costa brava – Playa de Aro Mas Nou Juni 1974 nach DDT-Besprühung der Korkeichenwälder durch Flugzeuge alle Tiere tot aufgesammelt“ . Die hier ausgestellten Käfer sind also Opfer einer Schädlingsbekämpfungsaktion, die eigentlich Schwammspinner und Eichenwickler treffen sollte.In Wäldern kommt es immer wieder zu Massenvermehrungen von Schmetterlingen wie dem Schwammspinner oder dem Eichenwickler, deren gefräßige Raupen durch Blattfraß die Bäume schwächen und so den Holzertrag verringern. Um dies zu verhindern, wurden von den spanischen Forstbehörden Bekämpfungsmaßnahmen angeordnet. Großflächig wurde im Jahr 1974 mit dem Flugzeug das Insektengift DDT auf die befallenen Bäume gesprüht. Mit durchschlagendem, aber zugleich zweifelhaften Erfolg. Die gefräßigen Raupen wurden zwar getötet, aber gleichzeitig starben viele andere nicht schädliche Insektenarten wie der Puppenräuber. Tausende dieser nützlichen Käfer lagen tot auf dem Waldboden.
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