Autor: Matzen

  • Petition: Stoppt das geplante Biber-Töten!

    Petition: Stoppt das geplante Biber-Töten!

    Petent:
    BUND Landesverband Baden-Württemberg und NABU-Landesverband Baden-Württemberg 70178 Stuttgart, DE

    Anliegen:
    Die Unterzeichnenden fordern die Landesregierung auf, die „Verordnung der Landesregierung zum Schutz vor Beeinträchtigungen durch den Biber (Biberverordnung – BiberVO“, veröffentlicht am 20.01.2026), zurückzuziehen!

    Die Unterzeichnenden setzen sich für kluges Biber-Management statt sinnlosem Biber-Töten ein und fordern wirksame Lösungen:
    • Naturnahe Gewässer und Auenlandschaften stärken sowie bauliche Eingriffe und die intensive Nutzung bis nahe an die Uferböschungen verhindern. Stattdessen die konsequente Durchsetzung der vorgeschriebenen 10m Gewässerrandstreifen.
    • Das etablierte Bibermanagement mit seinen langfristigen Lösungen personell und finanziell stärken sowie dessen Instrumente, wie z. B. den Schutz von Bäumen mit Drahthosen oder den Einsatz von Elektrozäunen, konsequent anwenden.
    • Den Biber als heimische Art akzeptieren und seine positiven Leistungen für die Natur und die Menschen anerkennen, statt den Fokus auf wenige Konflikte zu legen.

    Hier geht’s zur Online-Petition, die auch unterzeichnet werden kann.

  • Zerschneidung und Zerstückelung der Landschaft

     

    Mit fortschreitender Zerschneidung der Landschaft wird die ursprüngliche Ausgangsfläche in immer kleiner Lebensräume zerlegt. Die Zentralen Bereichen werden immer kleiner, die Randbereiche immer größer. Die ursprüngliche Artenvielfalt und die Zahl der Tiere in den Zentralen Bereichen nimmt immer mehr ab. Beim Überqueren der Straßen kommen immer mehr Tiere um. Der Genaustausch wird verringert. Es kommt zur Inzucht und typische Artmerkmale gehen verloren.Die Saumbiotope der Randbereiche bieten andere Voraussetzungen als die Ausgangsfläche. Sie werden von anderen Arten besiedelt.

    Eine neue Straße (rechts) zerschneidet den Lebensraum Wald. Zu beiden Seiten der Straße ändert sich das Artenspektrum der Laufkäfer. Feldarten verdrängen die ursprünglichen Waldarten. Diagramm : G. Dittes verändert nach Mader 1981

    Schnellbahntrasse bei Bretten

    Wildunfälle

    Auf den Straßen Deutschlands kommt es jedes Jahr zu 276 000 Wildunfällen. Die Wildunfall-Schäden beliefen sich 2024 auf über einer Milliarde Euro !

    Nach der Jagdstatistik des Deutschen Jagdverbandes sind 2023/2024 rund 204 000 Rehe und 15 000 Wildschweine dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen.

    Dazu kommen Hasen und Füchse deren Haupttodesursache der Straßenverkehr ist.

    In Deutschland werden jedes Jahr schätzungsweise rund eine Million Igel überfahren, da Autofahrer sie gar nicht oder zu spät erkennen.
    Siehe hier und hier.

    Langsame Tiere wie Kröten , Salamander und Molche haben kaum eine Chance Straßen lebend zu überqueren.

  • Lebensraum für Wildbienen in Gefahr!

    Wildbienen stehen streng unter Naturschutz. Laut Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, Wildbienen nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Ihr Nest darf nicht entfernt, beschädigt oder zerstört werden.
    Doch dieser gesetzliche unmittelbare Schutz reicht leider nicht aus. Denn die Hauptbedrohung der Wildbienen ist die Zerstörung ihrer Lebensräume. Auch bei uns im Kraichgau sollen einheimischen Wildbienen die Lebensgrundlagen entzogen werden.

    Die Stadt Bretten plant im nordwestlichen Randbereich der Kernstadt Bretten in den Gewannen “Vordere Schmalzhälde” und “Katzhälde” ein Gewerbegebiet auszuweisen. Auf dieser mehr als vier Hektar großen Fläche hat sich im Laufe vieler Jahrzehnte eine Lebensgemeinschaft von mehr als vierzig (!) Wildbienenarten zusammen mit den notwendigen Futterpflanzen und andern Insektenarten entwickelt. Ein Eingriff in diese Lebensgemeinschaft (Biozönose) ist wegen der Komplexität nicht ausgleichbar und deshalb mit dem Biodiversitätsstärkungsgesetz der Landesregierung von Baden-Württemberg nicht vereinbar!

    Dieses Gesetz soll Insekten schützen, Lebensräume durch gezielte Maßnahmen stärken und den Artenschutz fördern.

    Die meisten Wildbienenarten legen ihre Nester im Boden, der bestimmte Eigenschaften aufweisen muss, an. Künstliche Nisthilfen mit Bohrlöchern in Holz oder Schilfstängel werden von den meisten Arten nicht angenommen. Außerdem sind einige Arten zwingend auf ganz bestimmte Futterpflanzen angewiesen. Diese müssen wegen der geringen Flugradien der Wildbienen möglichst nahe an den Nistplätzen wachsen. Deshalb würden alle Versuche einer Umsiedlung zur Vernichtung dieser artenreichen Lebensgemeinschaft führen. Wildbienen können nur dauerhaft geschützt werden, wenn ein genügend großer Nahrungsraum , geeignete Nistplätze und artspezifisches Baumaterial für die Anlage der Nester vorhanden sind.

    Von den über 560 in Deutschland beheimateten Wildbienenarten sind laut Roter Liste bereits 39 ausgestorben, 31 vom Aussterben bedroht und 197 gefährdet. 42 Arten stehen auf der Vorwarnliste. Die Ursachen des Rückgangs sind vielfältig – Hauptgründe sind der Lebensraum- und Nahrungsverlust durch die intensive Landwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden.
    Link: Wildbienen: Arten, Schutz und Bedeutung

    In der „Schmalzhälde / Katzhälde“ leben folgende Wildbienenarten : (mehr …)

  • Buchtipp: Mutter Erde

    Jörg Blech, Matthias Rillig Mutter Erde Wie der Verlust des Bodens unseren Planeten bedrohtDer einzige bekannte von Boden bedeckte Planet ist die Erde. Dieser Boden ist unendlich wertvoll. In ihm leben Myriaden von Bakterien, Pilzen und kleinen Tieren, die ihn aufbauen und fruchtbar machen. Dennoch erscheint er vielen offenbar nur als Dreck, und so wird er auch oft behandelt. Die industrielle Landwirtschaft, die fortschreitende Entwaldung und weitere menschliche Eingriffe haben mehr als ein Drittel aller Böden bereits empfindlich verletzt oder sogar zerstört. Die Krume verliert den Halt, stirbt ab und wird abgetragen durch Wolkenbrüche und Winde, die durch den Klimawandel immer häufiger werden.

    Ullstein Verlag 2025 ISBN 978 -3 -550-20295 -7

     

    Inhaltsangabe

    Wer die Erde retten will, muss den Boden heilen

    Die Erde ist geradezu ein Wunderwerk, überzogen von einer Schicht aus organischem Material, Mineralien und Mikroorganismen sowie Luft und Wasser, die allem terrestrischen Leben zugrunde liegt. Im Boden leben Myriaden von Bakterien, Pilzen und kleinen Tieren, die ihn aufbauen und fruchtbar machen. Doch deren Wert scheint uns nicht bewusst:
    Wir beuten den Boden rücksichtslos aus und bedrohen jenes Ökosystem, das die Welt am Laufen hält. Die industrielle Landwirtschaft und die fortschreitende Entwaldung haben mehr als ein Drittel aller Böden bereits empfindlich verletzt oder sogar zerstört. Die Krume stirbt ab, verliert den Halt, wird abgetragen durch Wolkenbrüche und Winde, die durch den Klimawandel häufiger werden.
    Die Biologen Jörg Blech und Prof. Matthias Rillig beschreiben erstmals, warum wir nur überleben werden, wenn wir die geheimnisvollen Bewohner im Boden erhalten. Sie präsentieren neue Befunde aus der Wissenschaft sowie exklusive Erkenntnisse, die Rillig als Forschender selbst gewonnen hat. Alles mündet in die lebensentscheidende Frage: Können wir die Erde wieder in einen gesunden Zustand versetzen?

  • Grauvogels Wunderreptil Mirasaura grauvogeli

    Mirasaura grauvogeliIm Elsass wurde Ende der 1930er JahreMirasaura grauvogeli
    ein versteinertes Exemplar dieses nur wenige Zentimeter großen Reptils gefunden. Es hat vor 247 Millionen Jahren gelebt. Jetzt wurde es im Naturkunde-museum Stuttgart präpariert und erforscht.

    Auffällig ist der aus Hautauswüchsen bestehende Rückenkamm. Dieser zeigt zwar federartige Konturen, aber die für Federn typische Merkmale fehlen. Die erste bekannte Dinosaurierfeder fand man in einem Fossil, das 150 Millionen Jahre alt ist.

    In der Sonderausstellung Triassic Life – Aufbruch in die Welt der Saurier, ist eine Nachbildung von Mirasaura grauvogeli zu sehen.

    Naturkundemuseum Am Löwentor Stuttgart vom 17.10.2025 bis 07.06.2026