Autor: Matzen

  • Alpengletscher auf dem Rückzug

    Totenmessen für einstige Eisriesen

    Anlässlich der Klimaschutzaktionen von Fridays for Future haben mehrere Naturschutz-Organisationen darunter auch „Der Malser Weg“ für Gletscher Totenmessen abgehalten. Auslöser ist das dramatische und immer schneller werdende Abschmelzen der Gletscher in den Alpen. An den stark geschrumpften Gletschern wie am Monte Rosa, Monviso, Marmolada und dem Stilfser Joch fanden Ende September Kundgebungen statt. Durch die Klimaerwärmung fallen in den Gletscherregionen inzwischen selbst im Sommer die Temperaturen nicht einmal in der Nacht unter dem Gefrierpunkt.
    In den letzten Jahrzehnten sind in den Alpen etwa 200 Gletscher bereits verschwunden. Die geringer werdenden Schmelzwassermengen im Sommer werden sich negativ auf die Wasserkraft-nutzung, die Trinkwasserversorgung und die Bewässerung von landwirtschaftlichen Nutzflächen auswirken.

    Umfangreiche Bilddokumentation
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    Die Frage ist nicht ob, sondern wann: Ein Gletscherabbruch bedroht ein Seitental am Montblanc-Massiv
    Gletscher am Mont Blanc droht einzustürzen
    Link: Der Malser Weg

  • Klimastreik in Berlin

    „We are unstoppable — another World is possible!“ — die Stimmung beim Klimastreik in Berlin am 20. September, an dem sich mehr als 250.000 Menschen beteiligten, war friedlich, aber gespannt, warteten doch alle auf die Ergebnisse des Klimakabinetts, das schon die Nacht davor tagte. So ernüchternd, wie das Ergebnis dieser Beratungen ist, das den Willen so Vieler einfach ignoriert, steht aber fest: Damit werden sich die AktivistInnen von „Fridays for Future“ und die unzähligen Menschen, die ihrem Aufruf zum Klimastreik folgten, nicht zufriedengeben, schließlich geht es um den Fortbestand von unser aller Lebensraum, und immer mehr Menschen sind bereit, dafür nicht nur auf die Straße zu gehen, sondern auch ihr Verhalten zu ändern. Die Regierung, aber auch jede und jeder Einzelne muss jetzt handeln, um die globale Erwärmung zu begrenzen. Nach dem Streik ist vor dem Streik — „Power to the People!“ (kd)

  • BUND und MGB beim Naturerlebnistag

    Schutz der Wildbienen als Gemeinschaftsprojekt
    Mit dem Brettener Naturerlebnistag hatte es der Wettergott wieder gut gemeint. Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen strömten mehrere hundert Besucher zum Saatschulgebäude im Großen Wald, um die Veranstaltungen verschiedener Gruppen rund um das Thema Natur zu besuchen. Wie in den vergangenen Jahren hatten sich der BUND und das Melanchthon-Gymnasium mit ihrem Projekt zum Schutz der einheimischen Wildbienen beteiligt.
    Die Besucher drängten sich am Infostand des BUND, um Näheres über Wildbienen zu erfahren. Sie wollten wissen, woran man Wildbienen erkennt, wodurch sie gefährdet sind und wie man diesen unersetzlichen Bestäuber unserer Kulturpflanzen helfen kann.
    Dabei zeigte sich, dass fachgerechte Nisthilfen für hohlraumbewohnende Wildbienen wie die Gehörnte Mauerbiene, bei den Besuchern immer mehr gefragt sind. So konnten Kinder unter der Anleitung von Lehrerinnen und Lehrern der Fachschaft Biologie des Melanchthon-Gymnasiums zusammen mit Schülern der Arbeitsgemeinschaft Umwelt selbst Nisthilfen für Wildbienen basteln und mit nach Hause nehmen. Dabei wurden sie von ehemaligen Schülern, die auch nach dem Abitur der Schule und dem Schutz der Wildbienen verbunden sind, unterstützt.

  • Überschwemmungen als Folgen des Klimawandels

    Innerhalb von nur 15 Stunden fielen in Spanien mehr als 600 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Mittelmeerküste ist von den schwersten Unwettern der letzten Jahrzehnte getroffen worden, sechs Personen verloren dabei ihr Leben.
    Aber auch hier vor Ort hatten wir in den letzten Jahren mehrere Überschwemmungen: in der Kernstadt (Juni 2013, Juni 2015), im Ortsteil Ruit (2016).
    Reagiert wird von Seiten der Stadtverwaltung mit Hochwasserschutzmaßnahmen, die wirklichen Ursachen, wie zum Beispiel der Flächenverbrauch, die Bodenversiegelung, werden nicht entscheidend reduziert.
    Wohin dies führen kann zeigt ein Film aus dem Jahr 1994 über die „angebliche“ Bedrohung durch den Klimawandel: Crash 2030

  • Harmlos : Die Hornissenschwebfliege

    Wegen ihrer Färbung wird sie oft für eine Hornisse gehalten. Dabei ist die Hornissen-Schwebfliege (Volucella zonaria), die keinen Stachel besitzt, völlig harmlos. Diese bis zu zwei Zentimeter große Schwebfliegenart hat einen rotgelben Hinterleib mit zwei schwarzen Querstreifen. Die Flügel sind durchsichtig bräunlich gefärbt. Diese Fliege besucht die Blüten verschiedener Pflanzen wie den Schmetterlingsstrauch und die Schneebeere um den süßen Nektar zu saugen. Ihre Larven entwickeln sich in Wespen- oder Hummelnestern, wo sie sich von Abfällen und toten Insekten ernähren.
    Diese Insektenart ist von Nordafrika über Europa bis nach Sibirien verbreitet. In Bretten und Umgebung ist die Hornissenschwebfliege gelegentlich von Mai bis September in Gärten anzutreffen.