Ein aufmerksamer BUND-Mitarbeiter entdeckte kürzlich im Siedlungsbereich von Durmersheim bei Rastatt eine Gottesanbeterin. Das unverwechselbare Insekt war nicht leicht zu entdecken, weil es die gleiche hellbraune Farbe hatte wie die verdorrten Grashalme, hinter denen es sich versteckt hatte. Der BUND Bretten bedankt sich für die Fundmeldung und das Belegfoto. Die Beobachtung wurde an die LUBW in Karlsruhe, die den Bestand der Gottesanbeterinnen in ganz Baden-Württemberg erfasst, weitergeleitet.
MauerbieneMit einem Infostand auf den Stuttgarter Schlosswiesen informierte kürzlich der BUND Bretten über Lebensweise und Schutzmaßnahmen für Wildbienen. Bei hochsommerlichen Temperaturen besuchten zahlreiche Interessierte das Stuttgarter Umwelt-Festival zum Thema Nachhaltigkeit. Vor allem Garten- und Balkonbesitzer zeigten großes Interesse am Wildbienenschutz: Woran erkenne ich Wildbienen, welche Rolle spielen sie im Naturhaushalt, wie kann ich diesen nützlichen Insekten helfen?
An verschiedenen Nisthilfen zeigte der BUND Bretten, welche Maßnahmen und Futterpflanzen geeignet sind, um den Wildbienen, wie z. B. Mauerbienen und Holzbienen, zu helfen.
Wildbienen sind unverzichtbare Bestäuber zahlreicher Kulturpflanzen. Durch die fortgesetzte Ausweisung von immer neuen Wohn- und Gewerbegebieten verschwinden täglich viele Hektar ihrer Lebensräume unter Beton und Asphalt. Der landwirtschaftlichen Produktions-weise mit großflächigen Monokulturen und dem Einsatz von giftigen Pestiziden fallen unzählige Honig- und Wildbienen zum Opfer.
Mitglieder des BUND Bretten haben bereits vor einigen Jahren im südlichen Kraichgau sich paarende Gottesanbeterinnen entdeckt. Diese zu den Fangschrecken gehörenden Insekten sind hier inzwischen heimisch geworden.
Wegen der Klimaerwärmung breiten sie sich weiter nach Norden aus. Deshalb hat die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) dazu aufgerufen, Funde von Gottesanbeterinnen unter www.gottesanbeterin-bw.de zu melden.
Diese Insekten sind an ihrem dreieckigen Kopf und ihren Fangbeinen leicht zu erkennen (siehe Fotos). Wir bitten unsere Leser, die LUBW dabei zu unterstützen.
estellt, dass ein Tümpel erneut gezielt mit Pflanzen bestückt wurde. So wurden an den Ufern gleich mehrere Pflanzballen mit Schilf und Rohrkolben in ein Laichgewässer eingepflanzt. Über die Folgen für ein stehendes Gewässer scheint sich dieser „Pflanzwütige“ nicht bewusst zu sein: Diese Pflanzen führen innerhalb weniger Jahre zur Verlandung des Tümpels!
Um die Fortpflanzung unserer einheimischen Amphibien zu sichern, hat der BUND Bretten erfolgreich bestehende Laichgewässer renaturiert und neue angelegt. Die Besiedelung dieser Wasserflächen soll durch die natürliche Sukzession, also Zuwanderung von standortgerechten Pflanzen und Tieren aus der Umgebung, erfolgen. Eingesetzte Pflanzen können diese Entwicklung erheblich stören. Deshalb appelliert der BUND Bretten nochmals eindringlich, keine Wasserpflanzen, Fische oder andere Organismen in stehende Kleingewässer einzubringen.
Das Salomonsiegel, auch vielblütige Weißwurz (Polygonatum multiflorum), vielblütiges Salomonssiegel oder Wald-Weißwurz genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Liliengewächse (Liliaceae). Im April erscheinen die Austriebe, wobei die Blätter noch um den Stängel „gewickelt“ sind. (siehe Bild 2)
Der bevorzugte Standort sind Buchen- und Laubmischwälder auf humus- und kalkhaltigem Lehmboden, weshalb die Weisswurz auch auf Brettener Gemarkung anzutreffen ist.
Die Vielblütige Weißwurz erreicht mit ihrem runden Stängel Wuchshöhen von 30 bis 60 Zentimeter. Die Blütenstände in den Blattachseln enthalten zwei bis fünf Blüten, die von langrüsseligen Insekten wie Hummeln, bestäubt werden (Bild 4). Aus ihnen entwickeln sich Beeren, die zunächst grün, dann im reifen Zustand, zwischen August und September, blau gefärbt sind (Bild 5 + 6).
Der Name Weißwurz kommt von den weißlichen Wurzeln der Pflanzen, die Bezeichnung Salomonssiegel bezieht sich die abgestorbenen Triebe des Vorjahres, die Narben, ähnlich eines Dokumentensiegels ausbilden.
Achtung: Alle Pflanzenteile sind giftig, vor allem die Beeren! Die vielblütige Weißwurz kann leicht mit dem viel selteneren echten Salomonssiegel, dessen Stängel oben kantig ist, verwechselt werden.