Autor: Matzen

  • Überschwemmung in Bretten Ortsteil Ruit 2016

    [huge_it_slider id=“10″]Zum dritten Mal innerhalb von drei Jahren ist der Brettener Ortsteil Ruit vom Hochwasser heimgesucht worden. Also höchste Zeit sich ernsthafte Gedanken über die Ursachen und mögliche wirkungsvolle Schutzmaßnahmen zu machen.

    Ursachen:
    Extreme Wetterereignisse wie Starkregen werden, bedingt durch die Klimaerwärmung, immer häufiger auftreten.
    Unbedeckte Ackerflächen (Mais- und Rübenäcker) lassen die Niederschläge rasch Hang abwärts fließen. Dabei kommt es zur Bodenerosion. Der fruchtbare Boden wird fortgespült und die Pflänzchen entwurzelt.
    Durch die fortgesetzte Flächenversiegelung – der Bau von Straßen und die Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten – kann immer weniger Niederschlag versickern. Das abfließende Regenwasser lässt die Pegel der Bäche rasch ansteigen.

    Folgen:
    Der Verlust von Ackerboden führt zu abnehmenden Ernteerträgen!
    Enorme Gebäude- Sachschäden auch deswegen weil die Bebauung in hochwassergefährdete Flächen zugelassen wurde. Geschädigte Unternehmen sehen sich in ihrer Existenz gefährdet.
    Versicherungen werden für wiederkehrende Schäden nicht mehr aufkommen.

    Maßnahmen: (mehr …)

  • Pflanzteufel hat wieder zugeschlagen

    Erst vor wenigen Wochen hat der BUND an die Bevölkerung appelliert, keine Wasserpflanzen in neu angelegten Laichgewässern in der freien Feldflur auszubringen. Bei einem Kontrollgang wurde jetzt festgestellt, dass ein Tümpel erneut gezielt mit Pflanzen bestückt wurde. So wurden an den Ufern gleich mehrere Weidenzweige in den Boden gesteckt und Samen von Schilf auf der Wasserfläche ausgebracht. Über die Folgen für ein stehendes Gewässer scheint sich dieser „Pflanzwütige“ nicht bewusst zu sein: In jedem Herbst fallen die Weidenblätter in den Tümpel und führen dort zu Sauerstoffmangel und Faulschlammbildung. Das Schilf beschleunigt die Verlandung des Tümpels.

    Um die Fortpflanzung unserer einheimischen Amphibien zu sichern, hat der BUND Bretten erfolgreich bestehende Laichgewässer renaturiert und neue angelegt. Die Besiedelung dieser Wasserflächen soll durch die natürliche Sukzession, also Zuwanderung von standortgerechten Pflanzen und Tieren aus der Umgebung, erfolgen. Eingesetzte Pflanzen können diese Entwicklung erheblich stören. Deshalb appelliert der BUND Bretten nochmals eindringlich, keine Wasserpflanzen, Fische oder andere Organismen in stehende Kleingewässer einzubringen.

  • 1000 Blumenzwiebeln für Wildbienen

    [huge_it_slider id=“9″] Beim Naturerlebnistag im vergangenen September stellten der BUND zusammen mit Schülern des Brettener Melanchthon-Gymnasiums das gemeinsame Projekt „Tausend Blumenzwiebeln für Wildbienen“ vor. Damit soll das Nahrungsangebot für unsere einheimischen Wildbienen, vor allem der im Frühling aktiven Mauerbienen, verbessert werden.
    Dank der Spendenbereitschaft der Brettener Bevölkerung konnten mehr als 1000 Zwiebeln von Trauben-hyazinthe, Blaustern und Wildtulpe gekauft und auf mehreren geeigneten Flächen eingepflanzt werden.
    „Die Schüler mussten sich beim Einpflanzen der Blumenzwiebeln anstrengen, weil der Boden wegen der langen Trockenheit sehr hart war“, berichtet Annika Hoffmann vom Brettener Melanchthon-Gymnasium.

    Der Erfolg dieser Aktion hat sich jetzt in diesem Frühjahr gezeigt: Fast ein Dutzend Bienenarten konnten beim Blütenbesuch an Traubenhyazinthen, Blausternen und Wildtulpen beobachtet werden. „Neben Mauerbienen konnten an diesen Frühblühern auch Frühlings-Pelzbienen, Holzbienen, Wespenbienen, Blutbienen und andere Insekten wie Wollschweber und Schwebfliegen beobachtet werden“, stellt Gerhard Dittes vom BUND Bretten fest.

    Damit die Mauerbienen die zur Fortpflanzung notwendigen Nistgelegenheiten vorfinden, hatten die Schüler bereits im vergangenen Jahr über 100 spezielle Nisthilfen für die Gehörnte und die Rote Mauerbiene angefertigt und an interessierte Gartenbesitzer verteilt.
    Neben den Hummeln sind die pelzigen Mauerbienen in der Lage auch bei kühler Witterung effektiv die Blüten unserer Obstbäume zu bestäuben. „Sie werden deshalb immer häufiger zur Bestäubung auf Obstanlagen eingesetzt“, ergänzt Matthias Menzel vom BUND Bretten.

  • Steckbrief: Gelbbindiger Schwarzkäfer (Diaperis boleti)

    Gelbbindiger Schwarzkäfer
    Gelbbindiger Schwarzkäfer

    Auffällig ist bei diesem bis zu acht Millimeter langen Käfer der hochgewölbte Körper und die zwei gezackten, orange und schwarz gefärbten Zeichnungen auf den Flügeldecken. Die Fühlerglieder sind stark verbreitert und deshalb gut zu erkennen. Dieser Käfer ist in allen seinen Entwicklungsstadien auf die Fruchtkörper von Pilzen angewiesen, wobei er Birken- und Schwefelporlinge als Nahrung und Kinderstube bevorzugt. Auch in den Wälder von Bretten ist dieser Käfer anzutreffen.

  • Jahresrückblick 2015 und Mitgliederversammlung der BUND Ortsgruppe Bretten

    Eine dauerhafte Leiteinrichtung mit Amphibientunneln ist dringend erforderlich, um den Bestand dieser gefährdeten Tierarten dauerhaft zu sichern“. Dies forderte Gertraud Steinbach bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des BUND Bretten. Nach der Durchführung der Vereinsregularien und Entlastung der Vorstandschaft berichtete die Amphibienschützerin von der Amphibienwanderstrecke zwischen Bauerbach und Büchig. Dort hat sie kürzlich zusammen mit ihren Helfern wieder fast tausend Kröten, Frösche und Molche vor dem Straßentod bewahrt. Allerdings können mit einem Amphibienschutzzaun nur die erwachsenen Tiere geschützt werden, die im Frühjahr zum Laichgewässer wandern. Die Rückwanderer und die Jungtiere können nur durch eine dauerhafte Leiteinrichtung mit Durchlässen geschützt werden.
    Der Jahresrückblick zeigte die vielfältigen Aktivitäten des BUND Bretten im vergangenen Jahr:

    • Der BUND unterstützte die Frühjahrsputzaktion der Stadt Bretten
    • Vortrag: Käfer im Totholz: Mit faszinierenden Bildern gaben die Brettener Naturfotografen Gerhard Dittes und Hans-Georg Leonhardt Einblicke in die Welt der Totholzkäfer
    • Dass Streuobstwiesen ein „Hotspot“ der Biodiversität sind, zeigte Gerhard Dittes vom BUND Bretten mit großformatigen Fotos anläßlich einer Ausstellung im Landratsamt Karlsruhe. Seine Bilder gaben Einblicke in den großen Artenreichtum einer Streuobstwiese: Blühende Bäume, Wiesenblumen, Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer
    • BUND pflegte Nistplatz für Wildbienen
      Für im Boden nistende Wildbienen hat der BUND Bretten Nistplätze vorbereitet. Damit im nächsten Jahr Wildbienen wie Pelz-, Sand- und Seidenbienen wieder ungehindert nisten können, wurde unerwünschte Vegetation entfernt. Nach mehrstündigem Einsatz war die Fläche freigeräumt
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