Autor: Matzen

  • Hochwasser Juni 2015

    Die starken Niederschläge von mehr als 100 Liter pro Quadratmeter, die am 6. Juni 2015 über Bretten fielen, verursachten auch auf landwirtschaftlichen Nutzflächen Schäden. Im Kraichgau fördern große Hanglängen und spät deckende Kulturpflanzen wie Mais und Rüben die Abtragung des Ackerbodens. Über Bäche und Flüsse wurde der fruchtbare Boden tonnenweise in die Nordsee transportiert.

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  • Steckbrief: Kriechendes Fingerkraut (Potentilla reptans)

    Diese krautige Pflanze aus der Familie der Rosengewächse, hat bis zu einem Meter lange meist flach auf dem Boden liegende Stängel. Die Laubblätter sitzen an langen Stielen und sind fünfzählig gefingert (Name). Die etwa zwei Zentimeter großen, gelben Blüten, besitzen fünf Blütenblätter. Die Früchte, etwa 200 kleine Nüsschen pro Blüte, werden von Ameisen verbreitet. Wurzeln und Blätter dieser häufigen Pflanze enthalten Gerbstoffe.

  • Steckbrief: Zottiger Bienenkäfer Trichodes alvearius

    Zottiger Bienenkäfer Trichodes alvearius
    Zottiger Bienenkäfer

    Dieses etwa eineinhalb Zentimeter große Insekt aus der Familie der Buntkäfer (Cleridae) ist auffällig gezeichnet. Seine roten Deckflügel tragen drei stahlblaue bis schwarze Querbinden und die Fühlerspitzen sind keulenförmig verdickt. Vor allem der Kopf ist zottig behaart (Name). Seine Larven entwickeln sich in den Nestern von Wildbienen und Grabwespen von deren Larven und Puppen sie sich ernähren. Deshalb wird dieser Käfer auch „Bienenwolf“ genannt. Aber Vorsicht: Nicht mit der gleichnamigen Grabwespe Philanthus triangulum verwechseln!

    Diese bunten Käfer kann man auch in Bretten finden. Von Mai bis Juli sitzen sie auf Blüten, wo sie kleine Insekten erbeuten aber auch Blütenstaub fressen. Der Bestand dieser seltenen Insektenart ist gefährdet. (Rote Liste 3). Deshalb ist diese nach dem Naturschutzgesetz besonders geschützt .

    Siehe auch: http://www.wildbienen.de/wbi-r320.htm

  • Verbreitung der Spinnenassel Scutigera coleoptrata

    Auf unseren Artikel vom März 2015: „Gesucht : Scutigera coleoptrata„, haben sich zahlreiche Leser gemeldet, wodurch wir eine Verbreitungskarte erstellen konnten, die wir mit Hilfe weiterer Meldungen erweitern möchten. Falls Sie also eine Spinnenassel beobachtet haben, teilen Sie uns dies bitte mit Belegfoto an folgende E-Mail mit:
    Scutigera(at)bund-bretten.de mit. Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!

    Für die inzwischen über 470 Fundmeldungen bedanken wir uns ganz herzlich!
    Bitte beachten Sie, dass die Daten und die hier gezeigte Karte nicht ohne ausdrückliche Genehmigung genutzt werden darf!

     

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  • Waldbegehung 2015

    Zur diesjährigen Waldbegehung hatte die Brettener Forstverwaltung Gemeinderäte und interessierte Bürger in den „Großen Wald“ eingeladen.
    „Durch Bestandspflege und Neubepflanzung hat der Holzvorrat im Stadtwald zugenommen“, betonte Ewald Kugler, der Leiter der städtischen Forstverwaltung. Hauptholzart ist die Rotbuche, die bei uns im Kraichgau optimale Standortbedingungen vorfindet. Dagegen sind die Wachstumsbedingungen für Mammutbäume nicht so gut, was an der 1963 bepflanzten Versuchsfläche erklärt wurde. Die Niederschläge sind zu gering und der Untergrund aus Muschelkalk lässt das Regenwasser schnell versickern. Trotzdem haben diese Bäume eine stattliche Höhe erreicht.

    Wie wichtig der Wald als Brennholzlieferant war und auch heute wieder ist, zeigte sich nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals transportierten die „Holzweible“ mit dem Handwägelchen mühsam das aufgelesene Holz nach Hause. Dies hatte die Forstverwaltung mit Hilfe einer Schaufensterpuppe sehr eindrucksvoll dargestellt.
    An der nächsten Station der Begehung wurde eine über 40 Meter hohe Douglasie fachgerecht gefällt. Diese Arbeit ist besonders gefährlich, weshalb Schutzkleidung vorgeschrieben ist: Helm mit Gesichts- und Hörschutz, Schnittschutzhose, Sicherheitsjacke und Schutzschuhe.
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