Autor: Matzen

  • Steckbrief: Borretsch (Borago officinalis) Gurkenkraut

    Die aus dem Mittelmeergebiet stammende Pflanze wird bei uns schon seit Jahrhunderten in Kräutergärten angebaut oder sie wächst verwildert an Wegrändern. Unter den vielen deutschen Bezeichnungen ist „Gurkenkraut“ am geläufigsten. Die krautige Pflanze ist dicht mit Borsten überzogen. Bei ihren leuchtend blauen Blüten reifen zuerst die Staubblätter. Erst nach deren Verwelken kann sie bestäubt werden. Dadurch wird Selbstbestäubung verhindert. Wegen ihres stark zuckerhaltigen Nektars wird das Gurkenkraut  gerne von Honigbienen und Hummeln besucht. Borretschsamen werden durch Ameisen verbreitet.

  • Raten Sie mal!

    Wer kennt diese Tiere? Die Art kommt in Deutschland schwerpunktmäßig im Südwesten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vor.
     Des Rätsels Lösung:  Die Mauereidechse

    Bei allen abgebildeten Exemplaren handelt es sich um die gleiche Art:  Die Mauereidechse (Podarcis muralis). Diese mit einer Gesamtlänge von über 20 Zentimeter (Rumpf sieben und Schwanz 14 cm Länge) große Eidechse weist große Zeichnungs- und Farbunterschiede selbst innerhalb einer Population auf. Während bei uns die Tiere meistens braun und schwarz gefleckt sind, findet man in Italien und Spanien auch grün gefärbte Tiere.

    Dieses Reptil ist über Mittel- und Südeuropa verbreitet. Trockenes Gelände wie nach Süden exponierte Hänge und Trockenmauern in Weinbergen, sind bevorzugte Lebensräume. Die abgebildeten Exemplare gehören alle einer Population an, die auf der Brettener Gemarkung lebt. Diese Tierart steht auf der „Roten Liste“. Ihr Bestand ist in Baden-Württemberg stark gefährdet.

  • Blumen statt Rasen: Stadtgärtnerei als Vorbild !

    Schmetterlinge, Wildbienen und andere Insekten sind auf Nektar liefernde Pflanzen angewiesen. Eine wichtige Schutzmaßnahme für solche Insekten ist deshalb die Bereitstellung von blühenden Pflanzen. Solche „Nektar-Tankstellen“ findet man auch in der Brettener Innenstadt. An der Wilhelmstraße bei der Alten Post hat die Stadtgärtnerei auf die Anlage einer monotonen Rasenfläche verzichtet und dafür ein buntes Blumenbeet angelegt. Dieses lobenswerte Beispiel ist zur Nachahmung empfohlen! Es wertet das Stadtbild optisch auf und dient gleichzeitig Insekten als Nahrung. Gartenbesitzer sollten sich daher überlegen ob sie nicht einen Teil ihrer Rasenfläche in ein buntes Blütenmeer verwandeln wollen.

     

  • Die Feuergoldwespe (Chrysis ignita)

    Chrysis-ignita Vorsicht ! Diese Wespe ist in ihrem Aussehen äußerst variabel, für den Menschen aber ungefährlich. Die Körperlänge schwankt zwischen vier und 13 Millimeter. Kopf und Brust glänzen blaugrün, der Hinterleib ist kupferfarben. Nur selten findet man aber zwei fast gleich aussehende Exemplare. Das Weibchen legt seine Eier auch in die Nester von einzeln lebenden Wildbienen (Brutparasit). Deshalb tragen Maßnahmen zum Wildbienenschutz auch zur Erhaltung dieser noch weit verbreiteten Wespenart bei.

  • Die Igelfliege ( Familie Raupenfliegen Tachinidae)

    IgelfliegeDieses ungefähr einen Zentimeter große Insekt ähnelt einer Stubenfliege. Am orangefarbenen Hinterleib sind aber deutlich Stacheln zu erkennen (Name). Diese Fliege ist vom Frühling bis zum Herbst auf Wiesen und in Wäldern anzutreffen, wo sie sich von Blütenstaub und Nektar ernährt. Die Weibchen legen ihre Eier in der Nähe von Raupen verschiedener Schmetterlingsarten ab. Die ausschlüpfenden Larven bohren sich in die Raupen und fressen diese von innen her auf (Raupenfliegen).