Trotz der üppigen Obstblüte finden viele Insekten in der Region zu wenig Nahrung. Verschärft wird das Problem durch das jüngste Bienensterben, das Spritzmittel ausgelöst haben. Am Osterwochenende hat das im Renchtal rund 60 Völkern das Leben gekostet. Auch akkurat gemähte Rasen und nektararme Blumen gefährden die Bienen, denn es fehlen die wichtigen Blühpflanzen. Imker fordern ein grundlegendes Umdenken und sehen Kommunen in der Pflicht, für Blühstreifen an Feldern und Straßen zu sorgen. Zum Videobeitrag des SWR
Autor: Matzen
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Bienensterben in der Ortenau: Tiere kämpfen ums Überleben
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Steckbrief: Der Mauersegler (Apus apus)
Jetzt sind sie wieder aus ihrem Winterquartier südlich des Äquators zurück. Über den Dächern von Bretten hört man jetzt bis Mitte August das laute „Srii , Srii “ dieser schwalbenähnlichen Zugvögel.
Mit langen, sichelförmig gebogenen Flügeln und kurzem, gegabeltem Schwanz, sausen diese Vögel laut kreischend mit bis zu 200 km/h durch die Luft. Mit Ausnahme der Brutzeit verbringen sie ihr Leben in der Luft. Sie schlafen sogar während des Fluges. Mauersegler brüten bevorzugt in hohen Gebäuden. Dort nützen sie Hohlräume unter Dächern oder Rolladenkästen. Die Nahrung, die sie im Flug erbeuten, besteht aus in der Luft schwebenden und fliegenden Spinnen und Insekten (Luftplankton).Bei kaltem und regnerischem Wetter herrscht Nahrungsmangel. Damit die Nestlinge nicht verhungern, senken diese ihre Körpertemperatur, Herzschlag und Atmung werden langsamer. So können sie bis zu zwei Wochen ohne Nahrung auskommen. Schon Mitte August ziehen die Jungvögel mit Ihren Eltern ins ferne Afrika.
Weitere Informationen bei der Deutschen Gesellschaft für Mauersegler e.V.
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Steckbrief: Schwarzblauer Ölkäfer (Meloe proscarabaeus)
Dieser bis zu drei Zentimeter große, flugunfähige Käfer ist in Bretten und Umgebung gelegentlich anzutreffen. Auffällig sind die „geknieten“ Fühler der Männchen (Foto). Im Frühjahr legen die Weibchen portionsweise mehrere Tausend Eier in den Boden. Die winzigen Larven klettern auf Blüten. Von dort lassen sie sich von Wildbienen ( Pelz- und Sandbienen) in deren Nester tragen. Zuerst fressen sie das Ei ihres Wirtes, um anschließend die Nektar- und Pollenvorräte zu verspeisen. Nach mehreren Entwicklungsstadien verpuppen sich die Larven. Im nächsten Frühjahr schlüpfen dann die fertigen Käfer. Um Feinde abzuschrecken, können Ölkäfer aus ihren Gelenken giftige Körperflüssigkeit austreten lassen. Der Schutz der Wildbienen dient auch zur Erhaltung der Ölkäfer!

Schwarzblauer Ölkäfer (Meloe proscarabaeus) -
Wohnungsnot bei Wildbienen
Bei den mehr als hundert Hohlraum bewohnenden einheimischen Wildbienenarten herrscht offensichtlich große Wohnungsnot. So ist es nicht verwunderlich, wenn selbst die Schraubenlöcher eines Häckslers zur Anlage von Brutzellen genutzt werden (Fotos). Ein aufmerksames Mitglied des BUND Bretten hat diese „Plastik-Wohnung“ entdeckt. Normalerweise nutzen diese Wildbienenarten natürliche Hohlräume in Holz oder Mauerritzen. Dies zeigt wie notwendig das Wildbienenschutzprojekt von Melanchthon-Gymnasium und BUND ist. Um die Wohnungsnot zu lindern haben Schüler inzwischen hunderte von Nistklötzen für Brettener Gärten angefertigt.
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Steckbrief: der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis)
Dieser Kleinschmetterling wurde aus Ostasien eingeschleppt und hat sich in den letzten Jahren auch im Raum Bretten rasant ausgebreitet. Die gefräßigen Raupen erzeugen Fäden, mit denen sie die Buchsbaumblätter verkleben. In diesen Gespinsten findet die Verpuppung statt. Nach dem Schlüpfen paaren sich die Falter. Die Weibchen legen dann ihre Eier an Buchsbäume ab. Abhängig vom Witterungsverlauf können drei Generationen im Jahr schlüpfen. Die Buchsbäume sterben ab. Eine wirkungsvolle Bekämpfung ist auf Dauer fast aussichtlos.