Kategorie: Aktuell

  • Informationsfahrt zu Erneuerbaren Energien

    Der Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE) ist eine unverzichtbare Maßnahme, um den globalen Temperaturanstieg zu verringern. Welche Möglichkeiten zur Erzeugung von alternativer Energie gibt es im Brettener Umland? Wie effektiv sind diese Anlagen? Und welchen Beitrag leisten sie zur Energieerzeugung? Um diese Fragen zu beantworten hatte das Stuttgarter Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft zu einer Besichtigungsfahrt eingeladen. Zusammen mit Vertretern anderer Ortsgruppen aus Baden-Württemberg nahm der BUND Bretten an dieser Informationsveranstaltung teil.
    Die Fahrt ging zunächst zum Solarpark Remchingen. Dort wurde auf einem ehemaligen, etwa ein Hektar großen Steinbruchgelände eine Fotovoltaikanlage mit einer maximalen Leistung von 600 kWh installiert. Seit 2009 hat diese Anlage fast fünf Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom geliefert und dabei fast 3000 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid eingespart. Teilnehmer stellten die Forderung, für die Dächer von öffentlichen Gebäuden und Industriebauten Fotovoltaikanlagen zwingend vorzuschreiben. Außerdem sollten alle Neubauten so ausgerichtet werden, dass eine nach Süden ausgerichtete Dachfläche für die Nutzung von Sonnenenergie genutzt werden kann.

    Die nächste Station war die Pilotanlage des Fraunhofer Instituts in Pfinztal-Berghausen. Hier wird erforscht, wie die von einem Windrad erzeugte große Energiemenge für windstille Zeiten gespeichert werden kann. Dafür wurde die größte Flüssigkeitsbatterie Deutschlands entwickelt. Diese Redox-Flow-Batterie soll bis zu zehn Megawatt Strom speichern können. Welche Auswirkungen Windräder auf Fledermäuse und Insekten haben wird am Windrad des Fraunhofer Instituts zur Zeit wissenschaftlich untersucht.

    Als dritte Anlage für die Erzeugung von erneuerbarer Energie wurde die Biogasanlage Binsheim bei Jöhlingen besucht. Hier wird aus Biomasse Strom erzeugt. Als Energieträger werden Mais, Pflanzenabfälle und leider auch große Mengen Brot und andere Backwaren eingesetzt. Dies, weil der Kunde im Bäckerladen und in den Regalen der Supermärkte auch noch kurz vor Ladenschluss das vollständige Angebot an Backwaren erwartet. Hier sind die Verbraucher gefordert, ihr Einkaufsverhalten entsprechend zu verändern.

  • Wildbienenschützer ausgezeichnet


    Sie waren immer interessiert, fleißig und sehr zuverlässig: Lotta, Daniel, Paula und Fabienne, Schüler des Brettener Melanchthon-Gymnasiums. (von links nach rechts)

    „Seit der sechsten Klasse bis zum Abitur habt ihr euch in der Biologie-AG engagiert und für den Schutz der Wildbienen eingesetzt“ , lobt die Biologielehrerin Annika Hoffmann ihre Schüler. Sie hatten nicht nur während der Schulzeit, sondern auch in den Ferien zuverlässig die Tiere im „Zoo“ des MGB versorgt. Mit großer Begeisterung hatten sie in den vergangenen Jahren, gemeinsam mit dem BUND Bretten, das Projekt zum Schutz der Wildbienen tatkräftig und in vielfältiger Weise unterstützt: Bei Infoständen auf dem Marktplatz, im Supermarkt oder beim Naturerlebnistag im Brettener Saatschulgebäude. „Ihr habt dazu beigetragen, dass unsere Bemühungen zum Schutz der Wildbienen von NatureLife International ausgezeichnet wurde“, betonte Gerhard Dittes, der Vorsitzende des BUND Bretten.

    Zum Dank überreichte Annika Hoffmann den Schülern Buchpräsente.

  • Natur leidet unter Trockenheit

    Richtig geregnet hat es auch im Raum Bretten schon seit Wochen nicht mehr. Bäche führen immer weniger Wasser, der Wasserspiegel in den Tümpeln und Laichgewässern ist bedrohlich gesunken. Manche Laichgewässer sind bereits ausgetrocknet.
    „Zum Glück konnten die meisten Lurche ihre Entwicklung noch rechtzeitig abschließen und als kleine Frösche und Kröten ihre Laichgewässer verlassen“, berichtet Matthias Menzel vom BUND Bretten.

    Manchen Pflanzen sieht man den Wassermangel an. Ihre Blätter sind schlaff oder bereits verwelkt. Gräser stellen ihr Wachstum ein, das einst saftige Grün verwandelt sich zu einem trostlosen Gelb.Die Trockenrisse in Acker- und Wiesenböden werden immer breiter und tiefer. Damit die Kulturpflanzen auf den Feldern mit wasserdurchlässigen, sandigen Böden nicht vertrocknen,
    muss jetzt ständig bewässert werden.

    Auch Gartenbesitzer müssen den fehlenden Regen durch Wasser aus der Gießkanne oder dem Gartenschlauch ersetzen.

     

     

     

  • Schmetterlinge bald nur noch im Bauch – erst sterben die Insekten und dann?

    Landesweiter Biologentag und dritter Biodiversitätsgipfel der Umweltakademie an der Universität Hohenheim, am 14. Juli 2018 Universität Hohenheim, Beginn: 09:30.
    Das Programm finden Sie hier: https://goo.gl/Gqna1V

    Auszug aus dem Programm:
    14.30 Uhr Insektensterben – Ursachen und Schutzmaßnahmen im Unterricht – dargestellt am Beispiel der Wildbienen
    Referent Gerhard Dittes, Oberstudienrat i. R. und BUND-Vorsitzender Ortsgruppe Bretten

    Literatur

    Links:
    Nisthilfen für Wildbienen
    www.eucera.de

  • Erfolgreicher Schutz der Mauerbienen

    Gerade rechtzeitig zur Eröffnung des Infostandes auf dem Brettener Marktplatz waren die Gehörnten Mauerbienen geschlüpft und konnten so den Marktbesuchern gezeigt werden.
    „Diese Mauerbienen sind gerade aus ihrem Kokon geschlüpft. Nach kurzer Zeit sind ihre Flügel gehärtet und sie können losfliegen, um die Blüten in den Brettener Gärten zu bestäuben“, erklärt Annika Hoffmann, Biologielehrerin am Melanchthon-Gymnasium.
    Im Rahmen des Projekts zum Schutz der Wildbienen, das gemeinsam vom Gymnasium und dem BUND Bretten durchgeführt wird, war auf dem Brettener Marktplatz ein Infostand eingerichtet worden. Hier konnten interessierte Gartenbesitzer Wissenswertes über die Lebensweise und das Aussehen dieser nützlichen Insekten erfahren. „Nisthilfen werden vor allem dann von Wildbienen angenommen, wenn diese fachgerecht, d.h. auf die jeweiligen Bedürfnisse der einzelnen Arten angefertigt werden“, betont Matthias Menzel vom BUND. Nur solche Nisthilfen wurden den Marktbesuchern für ihre Gärten angeboten.
    Mauerbienen sind eifrige Bestäuber von Obstbäumen, die sich als Kulturfolger auch in den Gärten von Siedlungen heimisch fühlen. Das „Brutgeschäft“ findet während der Blütezeit der Traubenhyazinthen, eine beliebte Nektar und Blütenstaub liefernde Futterpflanze, statt. Deshalb wurden für das Schutzprojekt neben der Herstellung von Nisthilfen auch hunderte von Trauben-hyazinthen angepflanzt.
    Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Noch im gleichen Jahr besiedelten die Gehörnten Mauerbienen über zweihundert der angebotenen Nisthilfen.
    Bei diesem Infostand kam es auch zu einem regen Erfahrungsaustausch. „Immer mehr Gartenbesitzer wollen sich für den Schutz der Wildbienen einsetzen“, stellte Gertraud Steinbach vom BUND zufrieden fest.