Kategorie: Aktuell

  • Kinderstube für Wildbienen

    Bei strahlendem Sonnenschein aber eiskaltem Ostwind konnten Bürgermeister Nöltner und Christian Spintzyk, der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Diedelsheim, Zweit-klässler mit ihren Eltern begrüßen. Danach bestückten die Schüler der Schwandorf-Grundschule Diedelsheim auf einer Streuobstwiese eine Nistwand für Wildbienen mit selbst gebastelten Nisthilfen.

    Im Unterricht hatte jeder Schüler seine eigene, mit Namen versehene Nisthilfe angefertigt. Unterstützt wurden die Kinder dabei von ihren Lehrerinnen Frau Garrecht und Frau Wittmer sowie Mitgliedern des OGV. Die fachliche Beratung übernahm Gerhard Dittes vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).
    Nach der offiziellen Einweihung der Wildbienen-Nistwand gab es für die Kinder noch Brezeln und Apfelsaft.

    Das Gemeinschaftsprojekt von Obst- und Gartenbauverein, Grundschule Diedelsheim und dem BUND Bretten soll auf die Gefährdung dieser wichtigen Bestäuber unserer Kultur-pflanzen aufmerksam machen und Nisthilfen anbieten.

  • Schluss mit Pestiziden und der Vergiftung von Schmetterlingen!

    Bereits ein Drittel aller Schmetterlingsarten Deutschlands stehen auf der Roten Liste!
    Schuld daran sind die intensive Landwirtschaft, Überdüngung und Pestizide – vor allem Neonikotinoide, die unsere Schmetterlinge vergiften.
    Unterstützen Sie zusammen mit dem BUND Bretten die Unterschriftenaktion von Dr. Robert Trusch zum Schutz von Schmetterlingen und anderen Insekten:
    Schluss mit Pestiziden und der Vergiftung von Schmetterlingen!

  • Bevor die letzte Biene stirbt…

    https://secure.avaaz.org/de/index.phpes sterben Milliarden von Bienen. In den USA gibt es jetzt schon nicht annähernd genug Honigbienen, um die Nutzpflanzen zu bestäuben. Und in Europa verlieren die Imker jedes Jahr mindestens 10 % ihrer Bienen.

    Wir befinden uns inmitten einer Umweltkatastrophe, die uns alle bedroht. Denn ohne Bestäubung durch Bienen ist unsere gesamte Nahrungskette in Gefahr!

    Wissenschaftler schlagen Alarm über Pestizide, die unsere Bienen vergiften. Sie sagen, dass wir auf unseren Nutzpflanzen viel mehr Insektengifte einsetzen, als nötig sind. Und genau wie bei Ölkonzernen und dem Klimawandel schlagen auch hier die großen Chemiefirmen, die Pestizide verkaufen, zurück: mit dubioser, unternehmensfinanzierter Forschung wird die Beweislage angezweifelt und Politikern eine Ausrede geboten, wichtige Entscheidungen hinauszuzögern.

    Doch dieses Jahr könnten Europa, Kanada und die USA endlich hart gegen diese Gifte vorgehen — und Avaaz hat einen Plan geschmiedet, um das zu verwirklichen:

    1. Die Pestizidforscher zu Whistleblowern machen, die vor Regierungsbeamten und Ministern aussagen können;
    2. Dringende Studien durchführen, um zu zeigen, wie Nutzpflanzen auch ohne diese Gifte gedeihen;
    3. Riesige öffentliche Kampagnen mit Verfechtern aus der Politik starten, um die Verbote durchzusetzen.

    Wissenschaftliche Studien und weltweite öffentliche Kampagnen sind teuer. Womöglich ist Avaaz das einzige Crowdfunding-Modell der Welt, das schnell genug die nötigen Spenden aufbringen kann, um von Bürgern gestützte globale Studien zu finanzieren, die zeigen, wie wir auch ohne diese Gifte Landwirtschaft betreiben. Solche Studien können die befangene Forschung der großen Pharmakonzerne anfechten. Dies ist dringend notwendig und wenn wir es nicht schaffen, wer dann?
    Tragen Sie jetzt mit einem Klick dazu bei — bevor die letzte Biene stirbt:

  • Europäische Plastikstrategie

    In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 560 000 Tonnen Plastikabfälle „produziert“. Davon wurde die Hälfte nach China exportiert. Aus Umweltschutzgründen hat China jetzt den Import von Plastikabfällen verboten. Wohin jetzt mit dem deutschen und den insgesamt 25 Millionen Tonnen Plastikmüll der Europäischen Union?
    Um dieses Problem zu lösen hat die Europäische Kommission im Januar 2018 eine Plastikstrategie vorgelegt. Dabei soll die Herstellung und Verwendung von Kunststoffen abfallfreundlicher werden. Plastikmüll soll verringert und vermehrt wiederverwendet werden.
    Plastik verschmutzt nicht nur die Meere und Strände: Über die Nahrungskette schädigt es Tiere und Menschen.

    Siehe unter: Kommission legt europäische Plastikstrategie vor

  • Jahresrückblick 2017: Vielfältige Aktivitäten des BUND Bretten

    BUND-Aktive bei der Pflege eines Feuchtbiotops.
    Trotz Maschineneinsatz dauerte die Arbeit einige Stunden.
    Wildbienen und Amphibien geschützt
    Nach der Begrüßung der Mitglieder durch den ersten Vorstand Gerhard Dittes und seinen Stellvertreter Matthias Menzel wurden die Tätigkeitsberichte erstattet und die Vorstände sowie Kassiererin Christa Franck und die Kassenprüfer Gertraud Steinbach und Hans-Georg Leonhardt einstimmig entlastet.

    Die BUND-Ortsgruppe Bretten kann auf ein arbeitreiches Jahr 2017 zurückblicken:
    Neben der Umweltberatung, der Teilnahme an Fortbildungen und der Unterstützung auswärtiger Gruppen mit Ausstellungen und Vorträgen bildeten der Amphibien- und Wildbienenschutz die Schwerpunkte der Aktivitäten.

    – Wie in den vergangenen Jahren wurde der Amphibienschutzzaun zwischen Bauerbach und Büchig betreut. Entlang des Zaunes mussten 35 Fangeimer eingegraben und während der Wanderungen von Februar bis April regelmäßig geleert werden. Die von der Fahrbahn abgefangenen Erdkröten, Springfrösche und Molche wurden jenseits der Straße in ihr Laichgewässer eingesetzt. Diese zeitaufwändige Arbeit muss meist bei nasskaltem Wetter durchgeführt werden. Über die geretteten Tiere wird genau Buch geführt.
    „Im Jahr 2017 haben wir 1107 Amphibien vor dem Straßentod gerettet“, berichtet Gertraud Steinbach, die zusammen mit ihren Helfern diese Strecke betreut.

    – Außerdem wurden Laichgewässer saniert und Biotope gepflegt.

    – Zum Schutz der Wildbienen, insbesondere der Mauerbienen, wurden gemeinsam mit Schülern und der Fachschaft Biologie des Melanchthon-Gymnasiums und der Stadtgärtnerei rund 5000 Traubenhyazinthen an der Apothekergasse gepflanzt. Beim Naturerlebnistag im Großen Wald konnten Kinder und Jugendliche wieder viele Nisthilfen für Wildbienen basteln.

    – Der BUND-Bretten hat sich an der landesweiten Kartierung von Reptilien, Amphibien und der Gottesanbeterin beteiligt. Gleich mehrere Funde dieses auffälligen Insekts konnten an die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) gemeldet werden.

    – Die Ausbreitung der Spinnenassel schreitet weiter voran. Auf unserer Homepage meldeten über 140 Leser Funde dieses wärmeliebenden Tieres. Alle Fundorte wurden in eine bisher einmalige Verbreitungskarte eingetragen.