Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert eine umfassende Reform von Pestizid-Zulassungsverfahren auf europäischer und nationaler Ebene.
„Weil der Krebsverdacht nach wie vor gilt, hätte das Vorsorgeprinzip greifen müssen, Glyphosat hätte sofort und ohne Ausnahmen verboten werden müssen. Auch die negativen Umweltfolgen wurden nicht angemessen berücksichtigt, obwohl Glyphosat maßgeblich zum Artensterben in der Agrarlandschaft beiträgt“, so BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.
Deshalb fordert der BUND, Studien durch unabhängige wissenschaftliche Institute anstatt durch die antragstellenden Pestizidhersteller, eine stärkere Berücksichtigung von Umweltaspekten im gesamten Verfahren, der Ausbau von Monitoring-Maßnahmen sowie mehr Transparenz bei den Zulassungsverfahren.
Mehr dazu unter: Glyphosat-Skandal beweist Notwendigkeit einer Reform der Pestizid-Zulassungsverfahren

Im südtiroler Vinschgau sind 76% der Kinderspielplätze mit Pestizidrückständen belastet. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Dachverband für Natur – und Umweltschutz durchgeführte Studie. Fragen an die Verantwortlichen blieben bisher unbeantwortet!
