Kategorie: Aktuell

  • Jahresrückblick 2016 und Mitgliederversammlung der BUND Ortsgruppe Bretten

    Arbeitsreiches BUND-Jahr
    Bei der Jahreshauptversammlung der BUND-Ortsgruppe Bretten wurde die Vorstandschaft einstimmig wiedergewählt. Wie bisher werden Gerhard Dittes (Vorsitzender), Matthias Menzel (Stellvertreter ) und Christa Franck (Schatzmeisterin) die Ortsgruppe nach außen vertreten.
    Beim Jahresrückblick zeigte sich, dass das Jahr 2016 arbeitsreich und durch vielfältige Aktivitäten geprägt war.

    – So wurden im Frühjahr wieder Fangzäune zum Schutz der Amphibien betreut, eine sehr zeitaufwändige Arbeit bei oft nasskaltem Wetter. In den neu angelegten Laichgewässern haben sich vor allem Bergmolche und Libellen gut entwickelt. Nach langen Bemühungen konnten sich in einem speziellen Gewässer die verschollen geglaubten Kreuzkröten erfolgreich fortpflanzen: Ein Erfolg aller an diesem Projekt Beteiligten.

    – Die Ortsgruppe des BUND Bretten unterstützte tatkräftig die Frühjahrsputzaktion der Stadt Bretten, dabei wurden Wegränder, Feldraine, ein Bach und Waldrand nördlich der Brettener Kernstadt vom Unrat befreit.

    – Im März fand ein Vortrag über heimische Orchideen statt, der Brettener Naturfotograf und BUND Mitglied Hans-Georg Leonhardt hat sie mit seiner Kamera im Brettener Umland aufgespürt. In seinem Vortrag präsentiert er diese faszinierenden Pflanzen unserer Heimat.
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  • Gemeinsame Resolution der Naturschutz- und Umweltschutzverbände in und um Karlsruhe

    namentlich
    Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Regionalverband Mittlerer Oberrhein
    Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V. (LNV), Arbeitskreis Karlsruhe, insbesondere die im Arbeitskreis
       mitwirkenden Verbände
    – NaturFreunde Landesverband Baden e.V., Bezirk Mittelbaden
    – Arbeitsgemeinschaft Oberrheinische Waldfreunde e.V.
    Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), Kreisverband Karlsruhe

    Bei Honig- und Wildbienen, Schmetterlingen und vielen anderen Insekten ist schon seit einiger Zeit ein dramatischer Rückgang an Arten- und Individuenzahlen zu beobachten. Der NABU und der Entomologische Verein Krefeld haben in Nordrhein-Westfalen in den letzten 10 – 15 Jahren einen Rückgang von bis zu 80 % festgestellt!* Während vor Jahren im Sommerhalbjahr nach jeder längeren Autofahrt bei trockenem Wetter die Windschutzscheibe voller verendeter Insekten war, sind heute kaum noch Insektenopfer an den Scheiben zu beobachten.

    Aber nicht nur die Insekten nehmen ab: Bei der „Stunde der Wintervögel 2017“ wurde bundesweit, über alle Vogelarten gemittelt, ein Schwund von ca. 15 % ermittelt, bei einigen, gerade häufigen Arten wie Blau- und Kohlmeise auch mehr als 30 %, regional mehr als 50 %. Viele können diesen Trend durch Beobachtungen am Futterhaus im eigenen Garten bestätigen.
    Insekten- und Vogelschwund hängen miteinander zusammen; sehr viele Vogelarten ernähren sich – direkt oder indirekt – von Insekten. Das heißt: keine Insekten  keine Vögel!
    Zwei Hauptursachen sind für das Insektensterben auszumachen:

    1. Der Pestizideinsatz in der Intensiv-Landwirtschaft; Insektizide führen direkt, Herbizide („Unkrautvernichter“) indirekt (Verlust an Nahrungspflanzen) zum Insektenschwund.
    2. Der Mangel an blühenden Pflanzen in der Natur; zu beklagen ist auch außerhalb von Ackerflächen ein „extremer Mangel an geeigneten blühenden Wildkräutern, die Landschaft wird zunehmend von Gräsern dominiert“.** Auch in Privatgärten finden sich immer weniger Pollen und Nektar spendende Blühpflanzen.

    Wir fordern deshalb bzw. rufen dazu auf: (mehr …)

  • USA : Hummelart vom Aussterben bedroht

    Rostbraungefleckte Hummel (Bombus affinis)

    Die Rostbraungefleckte Hummel (Bombus affinis), noch vor zwei Jahrzehnten in den USA weit verbreitet, ist inzwischen aus 87 Prozent ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets verschwunden. Dies berichtet die US-Naturschutzbehörde USFWS in einer aktuellen Mitteilung. Diese Hummelart hat eine große Bedeutung für die Landwirtschaft, weil sie Obstbäume und andere Kulturpflanzen bestäubt. Die Gefährdungsursachen für die „Rusty Patched Bumble Bee“ sind vielfältig: Neben der Umwandlung von Wiesen in Siedlungs- und Gewerbegebiete sowie Straßen, welche die Landschaft zerschneiden, trägt der großflächige Anbau von Monokulturen mit Dünger und Pestiziden wesentlich zum Rückgang dieser nützlichen Hummel bei.

    Links: https://www.fws.gov/midwest/endangered/insects/rpbb/
    http://www.topagrar.at/home/Greenpeace-Studie-ist-wiederaufgewaermte-Kampagnenwissenschaft-6917924.html

  • Schmetterlinge im Dezember!

    Admiral

    Einen außergewöhnlichen Fund machte ein Mitarbeiter des BUND kürzlich im Brettener Lehrwald. Bei frühlingshaften Temperaturen und strahlendem Sonnenschein, flatterte ein Admiral (Vanessa atalanta) über einen Waldweg. Dieser Schmetterling, er kann eine Flügelspannweite von bis zu sechs Zentimeter erreichen, gehört zu den Wanderfaltern. Diese fliegen bis nach Südskandinavien und im Herbst wieder zurück nach Süddeutschland wo sie überwintern. „Diese Tagfalter können bei uns milde Winter überstehen. Deshalb kann man sie manchmal an sonnigen Wintertagen und im zeitigen Frühjahr bei uns antreffen“, erklärt Gerhard Dittes vom BUND Bretten.

  • Der kleine Frostspanner

    Graues-Männchen

    Jetzt sitzen sie wieder an hell erleuchteten Schaufenstern oder an Hauswänden in der Nähe von Straßenlaternen: Die Männchen des Kleinen Frostspanners. Durch die kalte Witterung der letzten Tage und Nächte sind diese Schmetterlinge aktiv geworden.
    Zum Steckbrief Frostspanner