Schlagwort: Insekten

  • Steckbrief: Efeu (Hedera helix Araliaceae)

    Diese immergrüne Pflanze kann bis zu 20 Meter hoch klettern. Sie wächst in Parkanlagen, Gärten, Wälder und an Mauern. Die bis zu 12 Zentimeter großen Blätter sind dunkelgrün und drei- bis fünflappig . Eine dicke Haut (Kutikula) schützt das Blatt vor starkem Wasserverlust durch Verdunsten. Erst im Alter von mindestens acht Jahren entwickeln sich die gelbgrünen , doldenartigen Blüten. Efeu blüht von Ende August bis Oktober und lockt eine Vielzahl von Insekten wie zum Beispiel Schmetterlinge, Faltenwespen und Schwebfliegen an.

    Durch die Klimaerwärmung hat sich die wärmeliebende Efeu-Seidenbiene (Colletes hederae), die auf Efeublüten angewiesen ist, auch in Bretten ausgebreitet. Die beerenähnlichen, blauschwarzen, kugeligen Steinfrüchte sind erst nach dem Winter ausgereift. Efeu ist giftig und kann ein Alter von über 400 Jahren erreichen.

    Siehe auch: Schadet Efeu unseren Bäumen?     Efeu an Bäumen – ein Problem?

  • Steckbrief: Schneeflöhe

    Zur Jahreswende konnten aufmerksame Beobachter auf tauendem Schnee kleine dunkle, hüpfende Punkte erkennen. Hierbei handelt es sich um primitive Insekten aus der Gruppe der Springschwänze (Collembolen). Diese nur Millimeter großen Winzlinge, besitzen eine Sprunggabel, mit der sie sich hüpfend fortbewegen können .Ein Frostschutzmittel in ihrem Blut schützt sie vor dem Erfrieren. Sie können massenhaft auftreten ,so dass man den Eindruck hat ,als ob jemand feinen Ruß auf den Schnee gestreut hätte. Verwandte Arten leben auf Gletschern (Gletscherflöhe).

    siehe auch unter: Youtube: http://goo.gl/7VZrog

  • Steckbrief: Kleiner Frostspanner Operophtera brumata

    Die Männchen dieser einheimischen Schmetterlingsart aus der Familie der Spanner ( Geometridae), können eine Spannweite bis zu 25 Millimeter erreichen. Die Flügel sind meist graubraun mit bräunlichen Querlinien in unterschiedlicher Ausprägung (siehe Fotos). Die Weibchen sind flugunfähig, weil sie nur kleine Stummelflügel besitzen (Geschlechtsdimorphismus). Zur Paarung müssen sie deshalb an Baumstämmen hochklettern. Hier können sie mit Leimringen gefangen werden. Die Raupen des Frostspanners können durch Blattfraß an Obstbäumen schädlich werden. Die Falter schlüpfen im Herbst, oft erst nach dem ersten Frost (Name). Von Straßenlaternen und hellen Schaufenstern werden sie magisch angezogen. Deshalb kann man diese Insekten auch an Hauswänden der Brettener Innenstadt finden. Mit bloßem Auge ist der Kleine Frostspanner vom sehr ähnlichen Buchen-Frostspanner (Operophtera fagata) nicht zu unterscheiden.

  • Projekt  „Wildbienenschutz“  von NatureLife-International und EDEKA gewürdigt

    Projekt „Wildbienenschutz“ von NatureLife-International und EDEKA gewürdigt

    Das Gemeinschaftsprojekt „Wildbienenschutz“ von BUND und Melanchthon-Gymnasium Bretten wurde kürzlich in einer Feierstunde gewürdigt. Im EDEKA Markt Schröter in Königsbach-Stein überreichten Frau Wilhelmi von NatureLife-International im Beisein mit Oberbürgermeister Martin Wolff und Herr Sumser von EDEKA Südwest Urkunden an Bernhard Steger (Melanchthon-Gymnasium) und Gerhard Dittes (BUND-Ortsgruppe Bretten).
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  • Dörrobstmotte (Plodia interpunctella), Vorratsmotte oder Hausmotte

    Dieser Schmetterling aus der Familie der Zünsler wird fast einen Zentimeter groß . Das Weibchen kann bis zu 300 winzige Eier legen. Bevorzugte Eiablageplätze sind Lebensmittel wie zum Beispiel Teigwaren, Mehl, Haferflocken, Gewürze oder Dörrobst (Name!). Die Raupen fressen und verschmutzen die Lebensmittel. Sie werden eineinhalb Zentimeter lang und verpuppen sich dann zum Beispiel hinter Schränken und Bilderrahmen. Die Falter schlüpfen, je nach Umgebungstemperatur, nach etwa vier Wochen. Dörrobstmotten können mit Lockstoff-Klebefallen gefangen werden. Lebensmittel sollten „mottensicher“ also in dicht verschließbaren Behältern aufbewahrt werden. Originalverpackungen wie etwa aus Folie bieten keinen sicheren Schutz.