Schlagwort: Amphibien

  • Pflanzteufel hat wieder zugeschlagen!

    estellt, dass ein Tümpel erneut gezielt mit Pflanzen bestückt wurde. So wurden an den Ufern gleich mehrere Pflanzballen mit Schilf und Rohrkolben in ein Laichgewässer eingepflanzt. Über die Folgen für ein stehendes Gewässer scheint sich dieser „Pflanzwütige“ nicht bewusst zu sein: Diese Pflanzen führen innerhalb weniger Jahre zur Verlandung des Tümpels!

    Um die Fortpflanzung unserer einheimischen Amphibien zu sichern, hat der BUND Bretten erfolgreich bestehende Laichgewässer renaturiert und neue angelegt. Die Besiedelung dieser Wasserflächen soll durch die natürliche Sukzession, also Zuwanderung von standortgerechten Pflanzen und Tieren aus der Umgebung, erfolgen. Eingesetzte Pflanzen können diese Entwicklung erheblich stören. Deshalb appelliert der BUND Bretten nochmals eindringlich, keine Wasserpflanzen, Fische oder andere Organismen in stehende Kleingewässer einzubringen.

  • Sie bewegen sich vorzugsweise bei Dunkelheit und warmem Frühlingsregen. Den Winter haben sie eingegraben in frostsicherer Tiefe verbracht. Jetzt suchen sie wie jedes Frühjahr ihre Laichgewässer auf, um sich fortzupflanzen. Auch auf Brettener Gemarkung sind Kröten, Frösche und Molche auf Wanderschaft. Dabei müssen sie immer wieder Straßen überqueren.
    „Gegen den ständig zunehmenden Verkehr auf den Straßen haben die Tiere keine Chance“, sagt Beate Grenz vom BUND Bretten. Seit über zehn Jahren betreuen HelferInnen des BUND die Wanderstrecke zwischen Bauerbach und Büchig. Hier wird jedes Jahr mit Unterstützung der Straßenmeisterei Bretten ein mobiler Amphibienzaun entlang der Straße aufgebaut. Der Zaun soll verhindern, dass Tiere beim Überqueren der Straße überfahren werden.
    „Eine Erdkröte braucht beispielsweise bis zu 20 Minuten bis sie über die Straße ist, viel zu lange um das zu überleben“, berichtet Gertraud Steinbach.
    Mindestens zwei Monate lang und oft bei nasskaltem Wetter müssen der Zaun kontrolliert und die Tiere eingesammelt werden. Von den 18 in Baden-Württemberg nachgewiesenen Amphibienarten stehen zwölf Arten auf der Roten Liste. „Für eine nachhaltige Sicherung sind dauerhafte Leiteinrichtungen entlang von Straßen und ein Biotopverbund in der Feldflur neben dem Erhalt ihrer Fortpflanzungs-und Lebensstätten unbedingt erforderlich, das gilt auch für die Wanderstrecke bei Bauerbach“, betont Steinbach.

    Früher kamen in einer Nacht oft Hunderte von Lurchen beim Überqueren von Straßen unter die Räder, wie zum Beispiel an der Straße nach Sprantal oder bei der Gölshausener Grillhütte. Deshalb hat die BUND-Ortsgruppe viele Jahre an diesen Gefahrenstellen Amphibienzäune aufgebaut und damit Tausende von Lurchen gerettet. Inzwischen wurden die mobilen Zäune fast alle durch stationäre Amphibienleiteinrichtungen, bei denen die Tiere selbstständig gefahrlos die Straße unterqueren können, ersetzt.
    „Solch eine Leiteinrichtung braucht es auch an der Wanderstrecke bei Bauerbach, damit die Bestände von Molchen, Fröschen und Kröten auch dort gesichert werden können“, so Grenz.

  • BUND pflegt Laichgebiete

    Mitglieder des BUND Bretten bei der Biotoppflege

    Bei gefrorenem Boden, aber strahlendem Sonnenschein führte kürzlich der Mähtrupp des BUND Bretten eine Biotoppflegemaßnahme auf Brettener Gemarkung durch. Dies war notwendig geworden, weil Kanadische Goldrute und Dornengestrüpp einen fast undurchdringlichen Bewuchs um die Laichgewässer bildeten. Dadurch waren der Zugang der Amphibien zum Laichgewässer und die Abwanderung der Jungtiere erschwert. Erst nach mehreren Stunden und dem Einsatz von Maschinen war die Fläche freigeräumt. Frösche, Kröten und Molche können demnächst wieder – während warmer Regennächte – ungehindert ihre Tümpel erreichen. Auch in diesem Frühjahr wird der BUND diese Tierwanderung überwachen.

  • Pflanzteufel hat wieder zugeschlagen

    Erst vor wenigen Wochen hat der BUND an die Bevölkerung appelliert, keine Wasserpflanzen in neu angelegten Laichgewässern in der freien Feldflur auszubringen. Bei einem Kontrollgang wurde jetzt festgestellt, dass ein Tümpel erneut gezielt mit Pflanzen bestückt wurde. So wurden an den Ufern gleich mehrere Weidenzweige in den Boden gesteckt und Samen von Schilf auf der Wasserfläche ausgebracht. Über die Folgen für ein stehendes Gewässer scheint sich dieser „Pflanzwütige“ nicht bewusst zu sein: In jedem Herbst fallen die Weidenblätter in den Tümpel und führen dort zu Sauerstoffmangel und Faulschlammbildung. Das Schilf beschleunigt die Verlandung des Tümpels.

    Um die Fortpflanzung unserer einheimischen Amphibien zu sichern, hat der BUND Bretten erfolgreich bestehende Laichgewässer renaturiert und neue angelegt. Die Besiedelung dieser Wasserflächen soll durch die natürliche Sukzession, also Zuwanderung von standortgerechten Pflanzen und Tieren aus der Umgebung, erfolgen. Eingesetzte Pflanzen können diese Entwicklung erheblich stören. Deshalb appelliert der BUND Bretten nochmals eindringlich, keine Wasserpflanzen, Fische oder andere Organismen in stehende Kleingewässer einzubringen.

  • Amphibien auf Wanderschaft

    Arbeit am Amphibienzaun
    Arbeit am Amphibienzaun

    Sie bewegen sich bevorzugt bei Dunkelheit und warmem Frühlingsregen. Den Winter haben sie eingegraben in frostsicherer Tiefe verbracht. Jetzt suchen sie ihre Laichgewässer auf, um sich dort fortzupflanzen. Auch auf der Brettener Gemarkung sind Kröten, Frösche und Molche auf Wanderschaft. Dabei müssen sie immer wieder Straßen überqueren.
    „Gegen den zunehmenden Verkehr haben die Amphibien keine Chance“, sagt Gertraud Steinbach vom BUND Bretten. Seit zehn Jahren betreut sie mit ihren Helfern die Wanderstrecke zwischen Bauerbach und Büchig. Hier wird in jedem Frühjahr mit Unterstützung der Straßenmeisterei Bretten ein Amphibienschutzzaun entlang der Straße aufgebaut. Der Zaun soll verhindern, dass die Tiere beim Überqueren der Straße überfahren werden.

    Nachgewiesen braucht z. B. eine Erdkröte bis zu 20 Minuten bis sie auf der anderen Straßenseite ist. Mindestens zwei Monate lang, und oft bei nasskaltem Wetter, muss der Zaun kontrolliert und die eingesammelten Amphibien zum Laichgewässer gebracht werden. Von den 18 in Baden-Württemberg nachgewiesenen Amphibienarten, stehen 12 (63,2 %) Arten auf der Roten Liste. „Für die langfristige Sicherung sind dauerhafte Leiteinrichtungen entlang der Straßen, Vernetzungsstrukturen in der Feldflur und der Erhalt ihrer Fortpflanzungs- und Lebensstätten unbedingt erforderlich, das gilt auch für die Wanderstrecke in Bauerbach“, betont Steinbach.

    Früher kamen in einer Nacht oft Hunderte von Lurchen beim Überqueren von Straßen unter die Räder, wie zum Beispiel an der Straße nach Sprantal oder bei der Gölshäuser Grillhütte. Deshalb hat die BUND-Ortsgruppe Bretten viele Jahre lang an diesen Gefahrenstellen Amphibienzäune aufgebaut und damit Tausende von Lurchen gerettet. Inzwischen wurden die mobilen Zäune fast alle durch dauerhafte Amphibienschutzeinrichtungen, bei denen die Tiere gefahrlos die Straße unterqueren können, ersetzt. Dadurch konnten die Bestände von Molchen und Erdkröten auf den entsprechenden Wanderstrecken gesichert werden.