Schlagwort: Bienen

  • Kinderstube für Wildbienen

    Bei strahlendem Sonnenschein aber eiskaltem Ostwind konnten Bürgermeister Nöltner und Christian Spintzyk, der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Diedelsheim, Zweit-klässler mit ihren Eltern begrüßen. Danach bestückten die Schüler der Schwandorf-Grundschule Diedelsheim auf einer Streuobstwiese eine Nistwand für Wildbienen mit selbst gebastelten Nisthilfen.

    Im Unterricht hatte jeder Schüler seine eigene, mit Namen versehene Nisthilfe angefertigt. Unterstützt wurden die Kinder dabei von ihren Lehrerinnen Frau Garrecht und Frau Wittmer sowie Mitgliedern des OGV. Die fachliche Beratung übernahm Gerhard Dittes vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).
    Nach der offiziellen Einweihung der Wildbienen-Nistwand gab es für die Kinder noch Brezeln und Apfelsaft.

    Das Gemeinschaftsprojekt von Obst- und Gartenbauverein, Grundschule Diedelsheim und dem BUND Bretten soll auf die Gefährdung dieser wichtigen Bestäuber unserer Kultur-pflanzen aufmerksam machen und Nisthilfen anbieten.

  • Bevor die letzte Biene stirbt…

    https://secure.avaaz.org/de/index.phpes sterben Milliarden von Bienen. In den USA gibt es jetzt schon nicht annähernd genug Honigbienen, um die Nutzpflanzen zu bestäuben. Und in Europa verlieren die Imker jedes Jahr mindestens 10 % ihrer Bienen.

    Wir befinden uns inmitten einer Umweltkatastrophe, die uns alle bedroht. Denn ohne Bestäubung durch Bienen ist unsere gesamte Nahrungskette in Gefahr!

    Wissenschaftler schlagen Alarm über Pestizide, die unsere Bienen vergiften. Sie sagen, dass wir auf unseren Nutzpflanzen viel mehr Insektengifte einsetzen, als nötig sind. Und genau wie bei Ölkonzernen und dem Klimawandel schlagen auch hier die großen Chemiefirmen, die Pestizide verkaufen, zurück: mit dubioser, unternehmensfinanzierter Forschung wird die Beweislage angezweifelt und Politikern eine Ausrede geboten, wichtige Entscheidungen hinauszuzögern.

    Doch dieses Jahr könnten Europa, Kanada und die USA endlich hart gegen diese Gifte vorgehen — und Avaaz hat einen Plan geschmiedet, um das zu verwirklichen:

    1. Die Pestizidforscher zu Whistleblowern machen, die vor Regierungsbeamten und Ministern aussagen können;
    2. Dringende Studien durchführen, um zu zeigen, wie Nutzpflanzen auch ohne diese Gifte gedeihen;
    3. Riesige öffentliche Kampagnen mit Verfechtern aus der Politik starten, um die Verbote durchzusetzen.

    Wissenschaftliche Studien und weltweite öffentliche Kampagnen sind teuer. Womöglich ist Avaaz das einzige Crowdfunding-Modell der Welt, das schnell genug die nötigen Spenden aufbringen kann, um von Bürgern gestützte globale Studien zu finanzieren, die zeigen, wie wir auch ohne diese Gifte Landwirtschaft betreiben. Solche Studien können die befangene Forschung der großen Pharmakonzerne anfechten. Dies ist dringend notwendig und wenn wir es nicht schaffen, wer dann?
    Tragen Sie jetzt mit einem Klick dazu bei — bevor die letzte Biene stirbt:

  • Nationaler Aktionsplan für Bienenschutz gefordert

    Weil der Bestand von Bienen und andere Insekten dramatisch zurückgeht, fordert der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und der Bund Naturschutz (BN) in Bayern einen nationalen „Bienenaktionsplan“. Bienenschädliche Pestizide wie Neonicotinoide sollten verboten und Glyphosat nicht weiter zugelassen werden.
    Zum Text „Nationaler Bienenaktionsplan“

  • BUND Bretten beim Umweltkongress

    Kürzlich fand in Kornwestheim der 2. Biodiversitätskongress zum Thema „Wildtiere, Willen, Weitsicht – wie viel Lebensraum ist uns das Naturerbe wert? Ehrenamtliche im Einsatz für biologische Vielfalt“, statt.
    Die Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg hatte dazu nach Kornwestheim eingeladen.

    Neben verschiedenen Vorträgen zu Artenschutzprogrammen hielt der Schmetterlingsexperte des Karlsruher Naturkundemuseums, Dr. Robert Trusch einen sehr informativen Vortrag zum Rückgang der Schmetterlinge.
    Das Verschwinden von Schmetterlingsarten hat sich stark beschleunigt. Von Jahr zu Jahr verschwinden immer mehr dieser Insekten, wie eine Studie über einen Zeitraum der letzten 200 Jahre belegt. Allein in diesem Jahrzehnt sind 26 Arten verschwunden!

    Der Einsatz von systemisch wirksamen Insektiziden hat zugenommen. Auf unsere Äcker gelangen inzwischen jedes Jahr Tausende Tonnen dieser Gifte. Diese Neonicotinoide haben auch auf Honig- und Wildbienen verheerende Auswirkungen:
    So genügen bereits nicht tödliche Mengen von weniger als einem Milliardstel Gramm, um Gedächtnis und Lernvermögen der Honigbienen zu beeinflussen. Orientierung, Brutpflege und Futtersuche unserer nützlichen Blütenbestäuber werden beeinträchtigt. Vor allem nimmt die Anfälligkeit gegenüber Viruserkrankungen zu. Diese Pestizide, die bis zu 7000-mal giftiger sind als das früher eingesetzte DDT, reichern sich im Boden an.
    Die systemischen Pestizide sind weltweit verantwortlich für die drastische Abnahme der Insekten, das Bienen-Sterben und die abnehmende Artenvielfalt. Die Kongressteilnehmer forderten deshalb ein sofortiges und ausnahmsloses Verbot dieser „Pflanzenschutzmittel“ .

    Nachmittags besuchten die Kongressteilnehmer vom BUND Bretten mehrere Fortbildungs-veranstaltungen zur Unterstützung ihrer praktischen Naturschutzarbeit. „Unsere jahrlange Forderung, dass Fische in Amphibienteichen nichts zu suchen haben, wurde dabei bestätigt. Sie müssen durch Abfischen oder Ablassen der Teiche entfernt werden“ , betont Gertraud Steinbach vom BUND.
    Auch zum Schutz der Wildbienen gab es wichtige Informationen. So hat die Ausbreitung der Efeu-Seidenbiene dazu geführt, dass ihre Nester immer öfter auch in Sandkästen von Spielplätzen und Kindergärten angelegt werden. „Es war beruhigend zu hören, dass nach den bisherigen Erfahrungen ein friedliches Nebeneinander von spielenden Kindern und diesen Wildbienen möglich ist“, berichtet Gerhard Dittes, der Vorsitzende vom BUND Bretten.

  • Regierung will Bienenkiller erlauben

    Bild:Campact
    Bild:Campact

    Letztes Jahr verbot Agrarminister Schmidt Pestizide, die Bienen töten. Jetzt gibt er dem Druck von BASF, Bayer und Co. nach – und könnte das Gift schon in den nächsten Tagen wieder freigeben. Mit 200.000 Unterschriften und einer Zeitungsanzeige können wir ihn stoppen.

    Frühling – milde Luft, die Sonne gewinnt an Kraft, die Blumen sprießen. Doch wenn die Imker in diesen Tagen ihre Bienenstöcke öffnen, droht den Bienen ein böses Erwachen. Denn Agrarminister Christian Schmidt (CSU) will das Verbot von so genannten Neonikotinoiden aufweichen. Das sind Pestizide mit einer furchtbaren „Nebenwirkung“: Sie töten Bienen. Seit 2009 ist das Ackergift daher nicht mehr erlaubt. Schmidt selbst begründete das Verbot im letzten Jahr noch mit der Gefahr eines „millionenfachen Bienentods“ – und feierte sich selbst auch noch als Bienenretter.[1]

    Doch nun will der Minister die Pestizide teilweise wieder erlauben. Eine Kehrtwende, von der allein Konzerne wie Bayer, BASF oder Syngenta profitieren. Und fällt das Verbot in Deutschland, könnten die Bienenkiller bald in der gesamten EU wieder auf die Äcker kommen. Eine Verordnung, die das Verbot aushöhlt, liegt bereits vor.[2] Schmidt könnte sie in den nächsten Tagen in Kraft setzen. Und dabei hofft er, dass die Öffentlichkeit von seiner Kehrtwende nichts mitbekommt.

    Und genau da können wir ihn packen: Sobald wir 200.000 Unterschriften beisammen haben, veröffentlichen wir den Appell gegen die Bienenkiller im „Bayernkurier“ – dem Hausblatt der CSU, das auch von vielen Imker/innen und Landwirt/innen gelesen wird. Will Schmidt den Eindruck vermeiden, er sei vom Bienenfreund zum Bienenfeind mutiert, muss er von seinem Plan abrücken.

    Machen Sie Schmidts Kehrtwende öffentlich und unterzeichnen Sie hier und jetzt unseren Appell gegen die Bienenkiller! Damit es nicht zum großen Bienensterben kommt.

    [1] „Schmidt: Bienenschutz hat höchste Priorität. Landwirtschaftsminister Schmidt unterzeichnet Eilverordnung“, Pressemitteilung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, 21. Juli 2015

    [2] „Gift für die Bienen“, Süddeutsche Zeitung, 29. März 2016