Schlagwort: Gottesanbeterin

  • Mantis religiosa

    Auch in Bretten ist die Gottesanbeterin (Mantis religiosa) inzwischen heimisch geworden. So konnten kürzlich in einem vom BUND Bretten angelegten, neuen Lebensraum für Wildbienen und andere Insekten, gleich mehrere geschlechtsreife Weibchen und Eigelege beobachtet werden. Im Eigelege, auch Schaumnest genannt, überdauern die Eier den Winter.

    Im Frühjahr schlüpfen dann die Larven. (Auf dem Bild Eigelege zum Größenvergleich mit 5-Cent-Münze )
    Diese Fangschrecke erbeutet mit ihren Fangarmen blitzschnell auch Insekten mit Giftstachel wie Wespen und Honigbienen.
    Zur Ausbreitung in Baden-Württemberg siehe unter: Artenfunde der letzten 2 Jahre, Landesanstalt für Umwelt

     

  • Klimawandel im Kraichgau, Teil 2

    Gottesanbeterin und Indisches Springkraut
    „Zuerst war ich erschrocken als ich dieses seltsame Tier neben meiner Haustür sitzen sah“, berichtet eine Frau aus einem Brettener Ortsteil. Mit dem großen dreieckigen Kopf und dolchartigen Fangbeinen sieht dieses Insekt wirklich furchterregend aus. Doch diese Gottesanbeterin ist für den Menschen völlig harmlos wie ein herbeigerufener Mitarbeiter des BUND Bretten feststellte. Aber wie kam dieses Insekt nach Bretten?
    Ursprünglich war die Gottesanbeterin nur am sonnenverwöhnten Kaiserstuhl beheimatet. Doch vor einigen Jahren tauchten dann in Bretten die ersten Exemplare auf. Die zunehmenden Temperaturen des Klimawandels hatten diesem Tier den Weg nach Bretten ermöglicht. Inzwischen ist die Gottesanbeterin in Bretten und Umgebung heimisch geworden. Dies belegen Funde von Paarungen und Eigelegen.

    Ebenfalls vom Klimawandel begünstigt wird die Ausbreitung des Indisches Springkrautes entlang von Bächen oder schattigen Waldwegen. Diese, aus Indien stammende, Zierpflanze wurde im 19.Jahrhundert in Europa eingebürgert. Sie wird bekämpft, weil sie einheimische Pflanzen verdrängt. Allerdings produzieren die Blüten große Mengen von stark zuckerhaltigem Nektar. Deshalb werden sie von den Brettener Bienen und Hummeln besonders gerne besucht.

  • Gesucht : Eigelege der Gottesanbeterin

    Der Sommer ist vorbei. Inzwischen haben auch im Kraichgau die Weibchen der Gottesanbeterinnen ihre Eier in verschieden geformten Paketen abgelegt.
    Diese Eipakete (Oothek) kann man jetzt an Pflanzenstängeln, Steinen oder Hauswänden finden. Die Eier sind in diesem festen, schwammartigen Kokon fest miteinander verklebt und so vor Fressfeinden und der Witterung geschützt. Je nach Art kann ein Weibchen mehrere Kokons von unterschiedlicher Größe und Eierzahl ablegen.
    Zur Erfassung dieser unverwechselbaren Insekten bittet der BUND Funde von Eipaketen zu melden.

    Siehe auch: Insekt des Jahres 2017: Die Gottesanbeterin Mantis religiosa
    Steckbrief: Gottesanbeterin (Mantis religiosa)

  • Entdeckt: Gottesanbeterin in Durmersheim

    Ein aufmerksamer BUND-Mitarbeiter entdeckte kürzlich im Siedlungsbereich von Durmersheim bei Rastatt eine Gottesanbeterin. Das unverwechselbare Insekt war nicht leicht zu entdecken, weil es die gleiche hellbraune Farbe hatte wie die verdorrten Grashalme, hinter denen es sich versteckt hatte. Der BUND Bretten bedankt sich für die Fundmeldung und das Belegfoto. Die Beobachtung wurde an die LUBW in Karlsruhe, die den Bestand der Gottesanbeterinnen in ganz Baden-Württemberg erfasst, weitergeleitet.

  • Gottesanbeterin gesucht

    Mitglieder des BUND Bretten haben bereits vor einigen Jahren im südlichen Kraichgau sich paarende Gottesanbeterinnen entdeckt. Diese zu den Fangschrecken gehörenden Insekten sind hier inzwischen heimisch geworden.
    Wegen der Klimaerwärmung breiten sie sich weiter nach Norden aus. Deshalb hat die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) dazu aufgerufen, Funde von Gottesanbeterinnen unter www.gottesanbeterin-bw.de zu melden.
    Diese Insekten sind an ihrem dreieckigen Kopf und ihren Fangbeinen leicht zu erkennen (siehe Fotos). Wir bitten unsere Leser, die LUBW dabei zu unterstützen.