Seit einigen Jahren überfliegen Kraniche Bretten, wenn diese auf dem Weg zu ihrem Winterquartier in der spanische Estremadura sind. So waren am Montag, den 5. November 2018 rund hundert dieser Vögel laut rufend in ihrer typischen Flugformation unterwegs.
Wer diese großen Vögel beobachtet hat, der möge dies bitte dem BUND unterKontakt mitteilen.
NatureLife-International plädiert für mehr Naturbewahrung auf öffentlichen Flächen
Ludwigsburg. Schneeglöckchen und die ersten Krokusse blühen; der Frühling steht vor der Tür und die Zugvögel kehren aus ihren Überwinterungsgebieten in Südeuropa oder Afrika zurück um bei uns Brutplätze zu beziehen und ihren Nachwuchs groß zu ziehen. Viele Baum- und Buschbrüter erwarten jedoch Kahlschlagsflächen an Straßen und im öffentlichen Grün. Wo früher stattliche Bäume oder Gehölzzonen standen in welche sie ihre Nester bauen konnten klafft Leere. Zahlreiche von Straßenbauverwaltungen und Kommunen beauftragte Firmen und Bautrupps haben den Winter damit verbracht, Bäume zu fällen und Gebüsche zu roden.
„Gehölzpflege muss sein und auch früher wurden Hecken immer wieder auf den Stock gesetzt; Aber was sich in den letzten Jahren bei der Grünpflege entlang von Straßen und Wegen eingeschlichen hat, ist katastrophal. Bald gibt es keine großen, starken Bäume mehr“, so Prof. Dr. Friedhelm Göltenboth, Biologe und Mitglied des Kuratoriums der Umweltstiftung NatureLife-International.Wo im letzten Jahr noch ein Feldhecke stand, herrscht jetzt gähnende Leere. Vögel habe hier keine Nistplätze mehr Holz lebende Insekten wurden kleingehäckselt. Statt selektiv zu pflegen würden die beauftragten Firmen nach Feststellungen von NatureLife die zur Straße gehörenden Nebenflächen äußerst großzügig interpretieren und selbst noch viele Meter vom Straßenraum entfernt – wo eigentlich Sicherheitsaspekte keine Rolle mehr spielen würden – auch mächtige Bäume wir Eschen, Eichen, Wildkirschen und andere fällen.
Wie NatureLife feststellte, handelt es sich hier um ein landes- und bundesweites Problem, das sich nicht festsetzen dürfe. „Wenn wir so weitermachen, gibt es bald keine alten Bäume mehr“, beklagt Biologe Göltenboth. „Offensichtlich geht der Holzhunger um; wenn jedoch in öffentliches Grün, das eine wichtige ökologische Rolle spielt, so massiv eingegriffen wird, grenzt das bald schon an Holzdiebstahl“, argumentiert man bei NatureLife.
Die Stiftung unterstreicht, dass Gehölzpflege sinnvoll ist und immer wieder auch neue Habitate hervorbringe. Die meisten der beauftragten Firmen würden jedoch oftmals mit angelernten Kräften arbeiten und es zähle nur Masse statt Klasse. Mit den Eingriffen verlieren auch viele Kleintiere, die im Holz, unter der Rinde oder in hohlen Stängeln leben und überwintern ihren Lebensraum und werden in der Regel kleingehäckselt. Ebenso geht es epiphytischen Moosen, Flechten und Baumpilzen, die auf oder in den Gehölzen leben. Da viele alte Biotope mit hohem Totholzanteil „weggepflegt“ werden, gehen vor allem die genannten Artengruppen zurück. Auch werden häufig Wildpflanzenbestände mit gebietsheimischen Gehölzarten vernichtet, die ebenfalls immer weniger werden. In der Summe tragen diese Maßnahmen mit dazu bei, dass die Roten Listen der vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten immer länger werden. Das Aussterben der Arten bedeutet in jedem Einzelfall einen schweren Schaden im Ökosystem. (mehr …)
Kreisende Kraniche bei Ruit im November 2016
Ein nicht alltägliches Naturschauspiel konnte man heute beim Brettener Ortsteil Ruit beobachten.
Dort kreisten 46 Kraniche mehrmals in großer Höhe, um dann in der für diese Vögel typischen V- Formation in Richtung Südwesten weiterzufliegen. Über Frankreich ziehen diese stattlichen Vögel dann nach Spanien oder Marokko, um dort den Winter zu verbringen.
Dieser, zu den Rabenvögeln gehörende größte Singvogel, ist jetzt auch wieder in den Wäldern rund um Bretten heimisch geworden. Sogar im Siedlungsbereich ist er regelmäßig auf Straßenlaternen anzutreffen (siehe Foto). An seinem keilförmigen Schwanz ist er im Flug gut erkennbar. Seine „krok-krok“-Rufe hört man schon von Weitem.
Rotkehlchen Dieser etwa 15 Zentimeter große Vogel ist an seinen orangeroten Brust- und Gesichtsfedern leicht zu erkennen. Sein Gesang ist fast ganzjährig zu hören. Auch in den Parks und Gärten von Bretten ist dieser Vogel anzutreffen. Erst kürzlich haben die Briten „Robin“ zum gefiederten Nationalsymbol erklärt.