Kategorie: Klimawandel

  • Gesucht : Die Asiatische Hornisse

    asiatische HornisseBald im Kraichgau heimisch?

    Im September 2014 wurde sie in Waghäusel bei Karlsruhe entdeckt: Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax). Seither wurden auch ihre Nester hoch in den Bäumen gesichtet. Diese Wespenart ist dabei, bei uns heimisch zu werden. Ihre Heimat ist Südostasien. Vermutlich gelangte sie 2004 auf dem Seeweg aus China nach Südwestfrankreich. Von dort hat sie sich in rasantem Tempo ausgebreitet. Durch den Klimawandel mit den milden Wintern wird ist zu erwarten, dass sie sich im Kraichgau und damit im Raum Bretten ausbreitet.
    Von unserer einheimischen Hornisse unterscheidet sie sich durch ihre schwarze Grundfärbung und einen schmalen gelben Hinterleibsring. Die Enden der Beine sind ebenfalls gelb.
    Diese Wespenart füttert ihre Brut hauptsächlich mit erbeuteten Honigbienen. Imker befürchten deshalb Verluste an ihren Bienenvölkern. Um mehr über die Ausbreitung zu erfahren, bittet der BUND Bretten Funde von Asiatischen Hornissen zu melden.

  • Vortrag : Bretten im Klimawandel

    Inzwischen gehören sie zu den regelmäßigen Meldungen im Fernsehen und in den Zeitungen:
    Berichte über Stürme, Dürren und Überflutungen. Wirbelstürme wüten über den Karibischen Inseln und den USA, Flüsse wie Elbe und Oder überfluten immer öfter weite Landstriche, und tief gelegene Länder wie Bangladesch ertrinken durch den ansteigenden Meeresspiegel. Gewaltige Sachschäden, Verluste von Existenzgrundlagen und unzähligen Menschenleben sind bei diesen Naturkatastrophen zu beklagen.
    Dies sind die Folgen des Klimawandels, von denen auch wir im Kraichgau betroffen sind:
    Erinnern Sie sich an den Sturm Lothar an Weihnachten 1999 und an die Hochwässer in den Jahren 2013, 2015 und 2016 in Bretten? Zum Glück kamen Menschen nicht zu Schaden, aber die Sachschäden waren hoch.
    Der Klimawandel hat auch Auswirkungen auf die Pflanzen- und Tierwelt. So wandern wärmeliebende Arten aus dem Süden ein und werden bei uns im Kraichgau heimisch. Auch die Landwirtschaft ist betroffen wie der lange, trockene Sommer von 2018 zeigt.
    Der Vortrag des BUND-Vorsitzenden Gerhard Dittes stellt in beeindruckenden Bildern die Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels im Raum Bretten dar.

    Termin: Dienstag 26. März 2019 19:30 Uhr
    VHS Geschäftstelle Bretten Melanchthonstraße 3, Vortragssaal
    Eintritt frei, Gäste willkommen

  • Klimawandel im Kraichgau, Teil 8

    Feigenkatus blüht im Kraichgau

    Die Wanderer staunten : da wächst ja ein Kaktus aus der Fuge einer Trockenmauer! Tatsächlich, in den sonnenverwöhnten Weinbergen im Brettener Umland gedeiht der Feigenkaktus (Opuntia). Seine Sprosse sind scheibenförmig rund bis oval. Sie übernehmen die Funktion der Blätter, die zu Dornen umgewandelt sind.

    Diese stachelige Pflanze stammt ursprünglich aus Amerika und gedeiht rund um das Mittelmeer an trockenen und heißen Standorten. Dort kann sie selbst auf kargen Böden eine Höhe bis zu sechs Meter erreichen, wobei sie meist undurchdringliche Bestände bildet.

    Bei unserem Klima bleibt diese Pflanze allerdings klein und wird erst dann beachtet, wenn sie ihre leuchtend gelben Blüten entfaltet, um Insekten, wie Bienen und Käfer, anzulocken.
    Die saftigen Früchte, Kaktusfeigen genannt, sind leuchtend gelb bis rot gefärbt und schmecken süß. Ihr Geschmack erinnert an die allseits bekannten Essfeigen.

    Da sich der Feigenkaktus wegen des Klimawandels weiter ausbreiten wird, bittet der BUND Bretten um Fundmeldungen wildwachsender Exemplare unter Kontakt mit der BUND-Ortsgruppe Bretten

  • Klimawandel im Kraichgau, Teil 7

    Der Feigenbaum
    Immer häufiger gedeihen in den Hausgärten von Bretten und Umgebung Feigenbäume. Die milden Winter und die heißen Sommer lassen die süßen, wohlschmeckenden Früchte reifen. Man muss nicht mehr ins sonnige Südeuropa fahren, um sie frisch vom Baum genießen zu können.
    Der Feigenbaum stammt aus Kleinasien und ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Bereits im Alten Testament wird er mehrfach erwähnt. Diese wärmeliebende Kulturpflanze ist rund um das Mittelmeer weit verbreitet.
    Die durch den Klimawandel angestiegenen Temperaturen haben nicht nur zur Ausbreitung des Feigenbaums im Kraichgau geführt. So konnten in einem Garten der Brettener Innenstadt im vergangenen Super-Sommer 2018 Feigen von Anfang August bis Ende September geerntet werden. Dabei lieferten große Bäume reichlich Früchte.
    Inzwischen gibt es Feigensorten, die winterhart sind und schon im zweiten Jahr Früchte tragen können. Aber Vorsicht! „Die ganze Pflanze enthält einen milchigen Saft, der zu Hautreizungen führen kann“, warnt Matthias Menzel vom BUND Bretten.

  • Natur leidet unter Trockenheit

    BUND Bretten um Lurche besorgt

    Nach tagelanger brütender Hitze hatte der Wetterbericht endlich heftige Niederschläge angekündigt. Doch in Bretten blieb es weiterhin trocken. Bestenfalls fielen nur ein paar Tropfen. So ging es den ganzen Sommer über. Abgesehen vom feuchten Januar blieben die Niederschläge Monat für Monat unter den langjährigen Mittelwerten. Die Folgen des fehlenden Regens in Verbindung mit der hohen Verdunstung durch die lang anhaltende Hitze, sind nicht zu übersehen. So haben sich einst saftig grüne Rasenflächen ohne Bewässerung braun verfärbt. Auf den Feldern litten die Kulturpflanzen unter der nicht enden wollenden Trockenheit. Die Blätter der Rüben sind zum Teil verwelkt und verdorrt.

    Auch auf manche Quellen hat sich die Trockenheit negativ ausgewirkt. Das Weckerlesbrünnle zwischen Bretten und Diedelsheim gibt seit Wochen keinen Tropfen Wasser mehr. Bäche sind zu Rinnsalen geworden, wie man zum Beispiel am äußerst niedrigen Wasserstand des Saalbaches, der durch die Brettener Innenstadt fließt, erkennen kann.
    Matthias Menzel vom BUND Bretten weist darauf hin, dass für Amphibien wie Frösche, Kröten und Molche, deren Bestand schon seit vielen Jahren gefährdet ist, austrocknende Laichgewässer zur tödlichen Gefahr werden können. „Manche Naturtümpel sind inzwischen ohne Wasser und ihr Untergrund zeigt tiefe Trockenrisse“, berichtet Gertraud Steinbach vom BUND und hofft auf ausgiebigen Winterregen, damit im Frühjahr die Kinderstuben der Lurche mit genügend Wasser gefüllt sind.