Das Aktionsbündnis Klima – Natur – Verkehr, Gemeinsam für Brettens nachhaltige Zukunft, hat seine neue Internetseite freigeschaltet.
Sie finden dort die neuesten Informationen zur geplanten Südwestumgehung und zur Fortschreibung des Regionalplan’s.
Eine Pflichtlektüre für jeden Brettener Bürger 😉
Kategorie: Aktuell
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Neue Internetseite von Aktionsbündnis Klima – Natur – Verkehr
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Zukunft sinnvoll planen: Keine neuen Autobahnen!
Hunderte Kilometer neue Autobahnen sollen in Deutschland gebaut werden – mit katastrophalen Auswirkungen auf die Umwelt. Wir können nicht zulassen, dass noch mehr Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum verlieren, das Klima weiter angeheizt wird und unser Grundwasser belastet wird. Deshalb fordern wir den Bundesverkehrsminister Volker Wissing auf, den Bau neuer Fernstraßen zu stoppen. Bitte helfen Sie uns und nehmen Sie an unserem E-Mail-Protest teil:
Hier den Brief an Minister Wissing unterschreiben -
Geplante Südwestumfahrung von Bretten
Welche Eigentümer von Streuobstwiesen und Ackerland müssen bezahlen?
Die geplante Südwestumfahrung Bretten wird zwangsläufig eine Flurbereinigung zur Folge haben. Dabei werden aus Kostengründen möglichst viele Eigentümer in das Verfahren einbezogen.

Bildquelle: Google Maps
Betroffene Flurstückseigentümer müssen damit rechnen, dass…… sie zeitweise enteignet werden
… ihr Grundstück kassiert und durch ein neues, an anderer Stelle liegendes, getauscht wird
… das neu zugeteilte Flurstück kleiner ist (Flächenabzug!)
… sie an den Kosten des Verfahrens beteiligt werden
Außerdem wird das bestehende Feldwege-Netz durch eine neues ersetzt.
Gewanne, die von der Zweckflurbereinigung im Zuge der Ortsumfahrung Bretten betroffen sein können: (mehr …) -
Umweltverbände fordern neue Verkehrsplanung
Ein Stopp des Straßenneubaus und eine Neuausrichtung der Infrastruktur- und Mobilitätsplanung sind überfällig!
Angesichts der Klima- und Biodiversitätskrise und der Tatsache dass neue Straßen zu noch mehr Verkehr beitragen, fordern Umweltverbände eine Überprüfung des Bedarfsplan für den Bundesfernstraßenbau.
Der Bundesverkehrswegeplan und der Fernstraßenbedarfsplan sind mit dem Beschluss des Bundes-verfassungsgerichts vom 24. März 2021 unvereinbar.Außerdem widersprechen diese Pläne den inzwischen geltenden Umweltzielen und dem EU-Naturschutzrecht. Bereits in Auftrag gegebene neue Verkehrsprognosen dürfen nicht, wie in der Vergangenheit, eine Fortschreibung des (Wachstums-)Trends der Vergangenheit sein, sondern müssen aktuelle Klima- und Naturschutzziele berücksichtigen. Dies hat auch für Ortsumgehungsplanungen wie die geplante Südwestumfahrung von Bretten zu gelten.
Link (pdf-Datei): Forderungen der Umweltverbände für einen Neustart der Verkehrsplanung des Bundes
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Der Lössboden – Boden des Jahres 2021
Internationaler Tag des Bodens am 5. DezemberWährend der letzten Eiszeit wirbelte der Westwind Staub aus den Schotterfeldern der Oberrheinischen Tiefebene auf und transportierte ihn in den Kraichgau. Dort setzte sich das feinkörnige Material – der Löss – ab und und bildete bis zu mehrere Meter dicke Schichten.
Als mit dem Ende der Eiszeit die Temperaturen anstiegen und die Niederschläge zunahmen, setzte die Bodenbildung ein. Diese dauerte Jahrtausende. Das Ergebnis ist die sogenannte Parabraunerde, die im Kraichgau weit verbreitet ist und auch Lössboden genannt wird. Diese Erde ist besonders fruchtbar durch ihren hohen Anteil an Tonmineralien und liefert hohe Erträge.
Doch der Lössboden ist da gefährdet, wo er nicht bedeckt und durch Pflanzenwurzeln festgehalten ist. Wenn dann Regentropfen bei starken Niederschlägen auf den nackten Boden aufprallen wird dieser aufgerissen und hangabwärts geschwemmt. Über die braun gefärbten Bäche und Flüsse gelangt der fruchtbare Boden ins Meer. Mit jedem heftigen Regen verliert der Kraichgau vor allem auf Mais- und Rübenfeldern unzählige Tonnen seiner wertvollen Ackerkrume.

Diese Bodenerosion hat unter anderem zur Entstehung von Hohlwegen geführt. Die schmalen Räder der Fuhrwerke haben Fahrspuren in den Boden gedrückt, in denen durch das abfließende Wasser der Weg immer tiefer gelegt wurde. Im Laufe der Jahrhunderte entstanden so bis zu mehrere Meter tiefe, für den Kraichgau typische Hohlwege.Aktuell sind unsere Ackerböden durch Versiegelung bedroht. Täglich verschwinden Getreide- und Kartoffelfelder unter Beton und Asphalt, weil sie Neubaugebieten, Gewerbeflächen und Straßen zum Opfer fallen. Für die Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln sind diese Flächen für immer verloren.

Geht es nach dem Willen der Kommunen, wird dieses „Bodensterben“ weiter fortgesetzt. „Allein auf der Gemarkung Bretten soll rund ein Quadratkilometer fruchtbarer Lössboden unter Siedlungs-erweiterungsflächen verschwinden. So sieht es die Fortschreibung des Regionalplans Mittlerer Oberrhein für die kommenden Jahre vor“, mahnt Hartmut Weinrebe, Geschäftsführer für den Regionalverband Mittlerer Oberrhein des BUND.Um die Wahrnehmung des Bodens in der Öffentlichkeit zu stärken, hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) den Lössboden zum Boden des Jahres 2021 gewählt.
BUND.net: Lössboden – Boden des Jahres 2021
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Lössboden – Boden des Jahres 2021