Schlagwort: Insekten

  • Steckbrief: Kleines Nachtpfauenauge (Saturnia pavonia)

    Von der Insektengruppe entdeckt: Kleines Nachtpfauenauge (Saturnia pavonia)
    Dieser Schmetterling kann eine Flügelspannweite von acht Zentimeter erreichen. Auf jedem Flügel befindet sich ein dunkler Augenfleck (Name). Die Männchen haben orangefarbene Hinterflügel und große kammförmige Fühler. Wegen fehlender Mundwerkzeuge können diese Falter keine Nahrung zu sich nehmen. Deshalb leben sie nur etwa eine Woche, in der sie sich paaren und das Weibchen Eier legt. Abhängig von der Witterung kann man diese Insekten – zwischen April und Mai – gelegentlich auch auf der Brettener Gemarkung antreffen.

    Das Kleine Nachtpfauenauge war Schmetterling des Jahres 2012

  • Ein Paradies für Insekten

    ist dieser mustergültige Vorgarten am Brettener Promenadenweg. Dieses Blütenmeer ist nicht nur eine Augenweide, sondern auch eine wichtige Futterquelle für Wildbienen.

  • Arbeits- und erfolgreiches Jahr 2014

    BUND EMBLEM-kleinBei der Mitgliederversammlung des BUND Bretten konnte die Ortsgruppe nach den obligatorischen Vereinsregularien auf das vergangene Jahr zurückblicken.

    So war für die Teilnahme an der landesweiten Amphibien- und Reptilienkartierung neben Fachwissen ein großer Zeitaufwand erforderlich. Auf einer Fläche von hundert Quadratkilometern wurden alle Laichgewässer von Mitte Februar bis zum Schlüpfen der kleinen Lurche im Sommer mehrfach kontrolliert und fotografisch dokumentiert. Die vorkommenden Arten sowie ihre Populationsgrößen wurden an die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) weitergeleitet. Diese Aktion wird auch in 2015 weitergeführt.

    Zum Schutz der wandernden Amphibien betreuten Mitglieder den Krötenzaun zwischen Bauerbach und Büchig. In vielen nächtlichen Einsätzen wurden die Lurche abgefangen und sicher über die Straße zum Laichgewässer gebracht. Das extrem regenarme Frühjahr führte zum raschen Austrocknen einiger Tümpel. Doch durch die unbürokratische Hilfe der Freiwilligen Feuerwehren Bretten und Bauerbach, die mit Tanklöschfahrzeugen Wasser herbeischafften, konnte Schlimmeres verhindert werden. Nochmals herzlichen Dank an die Floriansjünger!
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  • Steckbrief: Rotes Ordensband – Schmetterling der Jahres 2015

    Rotes Ordensband
    Rotes Ordensband
    Unter den grau-braunen Vorderflügel liegen versteckt die schwarz-rot gebänderten Hinterflügel. Bei Gefahr werden die Vorderflügel blitzschnell nach vorne geschlagen und mit den roten Hinterflügel Feinde abgeschreckt. Diese nachtaktiven Schmetterlinge leben in Parkanlagen sowie in Au- und Bruchwäldern. Ihre Flugzeit erstreckt sich von Juli bis Oktober. Auch in der Brettener Innenstadt kann dieses stattliche Insekt gelegentlich angetroffen werden.

    Zum Flyer Schmetterling des Jahres 2015

  • Steckbrief: Efeu-Seidenbiene ( Colletes hederae)

    Diese Wildbienenart gehört zu einer Gruppe sehr ähnlicher Arten. Deshalb wurde sie erst vor 20 Jahren als eigenständige Wildbienenart erkannt. Die Weibchen sind etwa so groß wie die Honigbiene, die Männchen sind deutlich kleiner. Auffällig sind die fünf gelben Ringe am Hinterleib. Sie fliegt später im Jahr als alle anderen Wildbienen, weil sie sich fast ausschließlich von Nektar und Blütenstaub des Efeu ernährt.
    Abhängig von der Witterung schlüpfen die Männchen Ende August, die Weibchen folgen im September. Letztere sind dann oft bis Ende Oktober damit beschäftigt für ihre Nachkommen zu sorgen. Dafür gräbt jede Biene einen ca. 30 cm tiefen, schraubenförmigen Gang in den Boden und legt bis zu einem Dutzend Brutkammern an, deren Wände mit selbst produzierter Seide ausgekleidet werden.
    Dann werden die Brutzellen mit einer Mischung aus Blütenstaub und Nektar gefüllt. An diesen Nahrungsvorrat werden dann die Eier abgelegt. Die Futtermenge ist so berechnet, dass die ausschlüpfende Bienenlarve sich bis zu ihrer Verpuppung gut ernähren kann.

    Erst im Spätsommer des nächsten Jahres schlüpft dann die nächste Bienengeneration. Die Seidenbiene lebt einzeln und gräbt ihre Brutgänge selber. Nistplätze werden gemeinschaftlich genutzt, so dass Brutkolonien aus vielen hundert Individuen entstehen können. Auffällig ist, dass die Seidenbiene, die sich seit einigen Jahren auch in Baden-Württemberg ausbreitet, Sandkästen von Spielplätzen bevorzugt.

    Zum Glück sind Seidenbienen friedfertige Insekten. Auf Störungen reagieren sie mit Flucht. Sie stechen nur, wenn man sie in die Hand nimmt und drückt. Der winzige Stich ist aber nach wenigen Minuten nicht mehr zu spüren.
    Ein aufmerksamer Brettener entdeckte in seinem Garten rund 200 „Erdwohnungen“ der Efeu-Seidenbiene und verständigte umgehend die BUND Ortsgruppe Bretten.