Schlagwort: Hochwasser

  • Buchtipp: Wetter-Extreme zwischen Pforzheim, Bretten und Besigheim

    Eine Chronik für die untere und mittlere Enz und den angrenzenden Kraichgau
    von Bernd Bramm
    Aus der Beschreibung des Verlages:
    Wetterextreme haben in den letzten Jahren für uns alle spürbar zugenommen. Verantwortlich dafür ist zweifelsohne der Klimawandel. So müssen sich Mensch und Natur zukünftig auf noch mehr, längere und intensivere Hitzeperioden, aber auch auf häufigere Starkregenereignisse einstellen. Die Wetterextreme haben sich in ihrer Art und Häufigkeit geändert. Früher war das Wetter zwischen Pforzheim, Bretten und Besigheim nicht unbedingt besser: Es gab noch kalte und schneereiche Winter; ungünstige Witterungsbedingungen im Frühjahr und Sommer führten zu Missernten und hatten ökonomische und soziale Folgen;
    Hochwasserkatastrophen forderten sogar Todesopfer.
    Damit alle diese Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten, finden sie in der vorliegenden Chronik ihren Platz. Sie ist als praktisches Nachschlagewerk vollständig auf der beigefügten CD-ROM abgebildet. Historisches Fotomaterial ergänzt die Daten und Fakten. Erstmalig legt der Autor eine umfassende Klimageschichte für die Region vor.

    80 S. mit 63 Abb. sowie umfangreicher anbeiliegender CD-ROM, fester Einband. Die CD-ROM umfasst 74 PDF-Dateien mit insgesamt rund 800 S., 168 Abb. und 19 Tabellen. ISBN 978-3-95505-004-7. € 17,90
    Erschienen im Verlag regionalkultur http://verlag-regionalkultur.de/

  • Gewässerschau 2016 am Hungergraben

    Am Hungergraben, der von Nußbaumer Gemarkungsgrenze bis zum Bahndamm beim Baubetriebshof verläuft, wurde kürzlich die gesetzlich vorgeschriebene Gewässerschau durchgeführt. Beteiligt waren Vertreter von Landratsamt, Abwasserzweckverband, der Stadtverwaltung, Baubetriebshof, Landwirtschaft und örtlicher Naturschutz (BUND) .
    Der Hungergraben führt nur bei Starkregen Wasser. Dann können es allerdings gleich einige tausend Liter in der Sekunde sein, die in reißender Strömung von Nussbaum über Sprantal bis nach Bretten fließen, um beim Hohberghaus in die Salzach zu münden. Dadurch steigt die Hochwassergefahr in der Brettener Innenstadt.

    Bei Regen wird das anfallende Schmutzwasser der Kanalisation in einem Regenüberlaufbecken am Ortsrand von Sprantal gespeichert. Aber wenn dieses voll ist, läuft die schmutzige Brühe über einen vergitterten Auslauf in den Hungergraben.
    Im weiteren Verlauf quert der Hungergraben die Straße nach Stein. Von hier bis zum Rinklinger Weg befinden sich seit etwa einem Jahr zwei Sperren aus Holzbalken, die das Wasser aufstauen sollen. Durch die Wucht des strömendes Wassers wurde der Graben vertieft und verbreitert und die Holzbalken unter- und überspült. Außerdem sind diese Sperren, die das Wasser nur kurzzeitig aufhalten können, eine Todesfalle für Lurche und Wasserinsekten. Deshalb forderte der BUND, diese Balken wieder zu entfernen.
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  • Überschwemmung in Bretten Ortsteil Ruit 2016

    [huge_it_slider id=“10″]Zum dritten Mal innerhalb von drei Jahren ist der Brettener Ortsteil Ruit vom Hochwasser heimgesucht worden. Also höchste Zeit sich ernsthafte Gedanken über die Ursachen und mögliche wirkungsvolle Schutzmaßnahmen zu machen.

    Ursachen:
    Extreme Wetterereignisse wie Starkregen werden, bedingt durch die Klimaerwärmung, immer häufiger auftreten.
    Unbedeckte Ackerflächen (Mais- und Rübenäcker) lassen die Niederschläge rasch Hang abwärts fließen. Dabei kommt es zur Bodenerosion. Der fruchtbare Boden wird fortgespült und die Pflänzchen entwurzelt.
    Durch die fortgesetzte Flächenversiegelung – der Bau von Straßen und die Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten – kann immer weniger Niederschlag versickern. Das abfließende Regenwasser lässt die Pegel der Bäche rasch ansteigen.

    Folgen:
    Der Verlust von Ackerboden führt zu abnehmenden Ernteerträgen!
    Enorme Gebäude- Sachschäden auch deswegen weil die Bebauung in hochwassergefährdete Flächen zugelassen wurde. Geschädigte Unternehmen sehen sich in ihrer Existenz gefährdet.
    Versicherungen werden für wiederkehrende Schäden nicht mehr aufkommen.

    Maßnahmen: (mehr …)

  • Hochwasser Juni 2015

    Die starken Niederschläge von mehr als 100 Liter pro Quadratmeter, die am 6. Juni 2015 über Bretten fielen, verursachten auch auf landwirtschaftlichen Nutzflächen Schäden. Im Kraichgau fördern große Hanglängen und spät deckende Kulturpflanzen wie Mais und Rüben die Abtragung des Ackerbodens. Über Bäche und Flüsse wurde der fruchtbare Boden tonnenweise in die Nordsee transportiert.

    [huge_it_slider id=“6″]

  • BUND bei Gewässerschau

    Da Kommunen verpflichtet sind in regelmäßigen Abständen eine Gewässerschau durchzuführen, hatte die Stadt Bretten zu einer Bachbegehung eingeladen. Neben Vertretern der Stadt Bretten und der Wasserbehörde , nahm auch der BUND-Bretten an der Begehung von Salzach und Weissach teil.
    Die Salzach durchfließt als Wiesenmäander das Ruiter Tal. Ihr Lauf ist nicht gerade sondern bildet Schlingen mit steilen Prall- und flachen Gleithängen. (Bild3) Dadurch verlagert sich der Bachlauf ständig. Durch gezielte Maßnahmen soll der Unterspülung der Steilhänge Einhalt geboten werden.

    Das verheerende Hochwasser vom Juni 2013 und mögliche, zukünftige Hochwasserschutz-maßnahmen wurden ausführlich diskutiert. Als Hauptursache für die Überflutung wurde die fortschreitende Versiegelung durch Neubaugebiete in Maulbronn und Kleinvillars und die damit verbundene Einleitung von Niederschlagswasser in die Salzach genannt. Außerdem kann der Aalkistensee seine Funktion als Hochwasserpuffer nicht ausreichend erfüllen, weil bei der Sanierung die meterdicke Schlammschicht aus Kostengründen nicht entfernt wurde. Die Entsorgung des giftigen Sediments auf einer Sondermülldeponie wollte damals keiner bezahlen.
    Folgende erforderlichen Maßnahmen wurden besprochen: