Schlagwort: Landwirtschaft

  • Gewässerschau 2016 am Hungergraben

    Am Hungergraben, der von Nußbaumer Gemarkungsgrenze bis zum Bahndamm beim Baubetriebshof verläuft, wurde kürzlich die gesetzlich vorgeschriebene Gewässerschau durchgeführt. Beteiligt waren Vertreter von Landratsamt, Abwasserzweckverband, der Stadtverwaltung, Baubetriebshof, Landwirtschaft und örtlicher Naturschutz (BUND) .
    Der Hungergraben führt nur bei Starkregen Wasser. Dann können es allerdings gleich einige tausend Liter in der Sekunde sein, die in reißender Strömung von Nussbaum über Sprantal bis nach Bretten fließen, um beim Hohberghaus in die Salzach zu münden. Dadurch steigt die Hochwassergefahr in der Brettener Innenstadt.

    Bei Regen wird das anfallende Schmutzwasser der Kanalisation in einem Regenüberlaufbecken am Ortsrand von Sprantal gespeichert. Aber wenn dieses voll ist, läuft die schmutzige Brühe über einen vergitterten Auslauf in den Hungergraben.
    Im weiteren Verlauf quert der Hungergraben die Straße nach Stein. Von hier bis zum Rinklinger Weg befinden sich seit etwa einem Jahr zwei Sperren aus Holzbalken, die das Wasser aufstauen sollen. Durch die Wucht des strömendes Wassers wurde der Graben vertieft und verbreitert und die Holzbalken unter- und überspült. Außerdem sind diese Sperren, die das Wasser nur kurzzeitig aufhalten können, eine Todesfalle für Lurche und Wasserinsekten. Deshalb forderte der BUND, diese Balken wieder zu entfernen.
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  • Sofortmaßnahmen gegen Artenschwund

    Die auf Gemarkung Bretten lebende Graue Sandbiene (Andrena cineraria)
    Die auf Gemarkung Bretten lebende Graue Sandbiene (Andrena cineraria)
    Extreme Rückgänge bei heimischen Wildbienen

    Schon vor über dreißig Jahren hat der BUND Bretten Schutzmaßnahmen für Wildbienen ergriffen. Seit fünf Jahren wird, zusammen mit dem Melanchthon-Gymnasium, das Projekt „Schützt die Wildbienen“ durchgeführt. Der Bestand von Wildbienen ist bundesweit drastisch gesunken, wie neueste Forschungsergebnisse zeigen. Die Folgen wären gravierende wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe für die Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion. Deshalb unterzeichneten jetzt 77 Wissenschaftler eine Resolution an Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und fordern Sofortmaßnahmen, um den drastischen Rückgang von Wildbienen und anderen Insekten zu stoppen. “Wir begrüßen diese längst überfällige Resolution und freuen uns über diese Unterstützung des Wildbienenschutzes“, betont Gerhard Dittes der Vorsitzende des BUND Bretten .
    Hauptforderungen der Resolution sind ein vollständiges Verbot von Neonicotinoiden (Insektengifte) , die Erhöhung der Strukturvielfalt in der Kulturlandschaft und die Einführung eines strengeren Schutzstatus für hochgradig gefährdete Wildbienen.
    Wie notwendig diese Maßnahmen sind, zeigen aktuelle Forschungsergebnisse: In den letzten zehn Jahren sind in manchen Regionen bis zu 75% aller Wildbienenarten verschwunden. Die intensive Landbewirtschaftung mit großflächigen Monokulturen von Mais und Raps sowie der Einsatz von giftigen Pestiziden hat sich seit dem Jahr 2000 dramatisch beschleunigt. Dies führte zu einem drastischen Rückgang der Artenvielfalt.

    Link zum Artikel: Insektensterben statt Bienentanz: Wissenschaftler fordern Sofortmaßnahmen gegen Artenschwund

  • Überschwemmung in Bretten Ortsteil Ruit 2016

    [huge_it_slider id=“10″]Zum dritten Mal innerhalb von drei Jahren ist der Brettener Ortsteil Ruit vom Hochwasser heimgesucht worden. Also höchste Zeit sich ernsthafte Gedanken über die Ursachen und mögliche wirkungsvolle Schutzmaßnahmen zu machen.

    Ursachen:
    Extreme Wetterereignisse wie Starkregen werden, bedingt durch die Klimaerwärmung, immer häufiger auftreten.
    Unbedeckte Ackerflächen (Mais- und Rübenäcker) lassen die Niederschläge rasch Hang abwärts fließen. Dabei kommt es zur Bodenerosion. Der fruchtbare Boden wird fortgespült und die Pflänzchen entwurzelt.
    Durch die fortgesetzte Flächenversiegelung – der Bau von Straßen und die Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten – kann immer weniger Niederschlag versickern. Das abfließende Regenwasser lässt die Pegel der Bäche rasch ansteigen.

    Folgen:
    Der Verlust von Ackerboden führt zu abnehmenden Ernteerträgen!
    Enorme Gebäude- Sachschäden auch deswegen weil die Bebauung in hochwassergefährdete Flächen zugelassen wurde. Geschädigte Unternehmen sehen sich in ihrer Existenz gefährdet.
    Versicherungen werden für wiederkehrende Schäden nicht mehr aufkommen.

    Maßnahmen: (mehr …)

  • PESTIZIDE SCHADEN ARTENVIELFALT UND ÖKOSYSTEMEN

    http://www.greenpeace.de/Hamburg, 13. 10. 2015 – Der alltägliche Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide in der industrialisierten Landwirtschaft Europas schadet der Umwelt. Zudem versagt die EU bei Bewertung, Zulassung und Überwachung von Pestiziden. Dies zeigt ein heute europaweit veröffentlichter Greenpeace-Report.
    Demnach sind weniger Gifte und eine andere landwirtschaftliche Produktion und Agrarpolitik dringend notwendig. Auch weil Pestizide in der Umwelt etwa eine zusätzliche Reinigung von Trinkwasser oder Lebensmittelkontrollen notwendig machen. Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Dirk Zimmermann fordert Agrarminister Christian Schmidt (CSU) zum Handeln auf: „Nicht die Allgemeinheit, sondern die Verursacher sollten die verdeckten Kosten tragen. Agrarminister Schmidt muss sich deshalb für eine Pestizidsteuer stark machen.“ Einnahmen einer solchen Abgabe sollten unter anderem die ökologische Landwirtschaft fördern, fordert die unabhängige Umweltorganisation.
    Zum Report: www.greenpeace.de/pestizide-umwelt-2015

  • Hochwasser Juni 2015

    Die starken Niederschläge von mehr als 100 Liter pro Quadratmeter, die am 6. Juni 2015 über Bretten fielen, verursachten auch auf landwirtschaftlichen Nutzflächen Schäden. Im Kraichgau fördern große Hanglängen und spät deckende Kulturpflanzen wie Mais und Rüben die Abtragung des Ackerbodens. Über Bäche und Flüsse wurde der fruchtbare Boden tonnenweise in die Nordsee transportiert.

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